Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen mit der EU: Was will Johnson?
REUTERS

Boris Johnson steht kurz davor, britischer Premierminister zu werden - und verbreitet Unsicherheit in Sachen Brexit. Seine provokanten Sprüche glaubt ihm in Brüssel niemand. Aber was will Johnson wirklich?

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neanderspezi 20.07.2019, 18:42
180. Johnson behielt den Premier-Posten von Anfang an fest im Auge

"Aber was will Johnson wirklich?" Dazu gibt es etwas absolut Eindeutiges, das er mit seinen Brexit-Manövern angesteuert hat, nämlich den Premier-Posten, um seinem Wichtigkeits- und Eitelkeitsbedürfnis, Brexit hin oder her, nachkommen zu können. Johnson als Premier, nicht umsonst trägt er sein Blondhaar auffällig wirr, zeigt sich affektiert in Trump-Pose und narrt seine Torys nach Herzenslust, aber so bringt er sich am sichersten als Politiker in der britischen Geschichte unter, dazu spielt der Brexit für ihn nur noch eine absolut untergeordnete Rolle. Es ist den taktischen Eingebungen Johnsons geschuldet, sich dem Vabanquespiel Brexit zu bedienen, um sein eigentliches Ziel zu erreichen, zum Premier hochgespült zu werden und viele Torys sind so naiv und rätseln noch über seine Absichten.

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dw_63 20.07.2019, 18:47
181. RalphHarro Heute, 18:25

Zitat von RalphHarro
Ohne harte Bandagen kann man gegen die Pseudodemokraten in der EU nichts erreichen. Entweder fällt der backstop oder es gibt einen harten Brexit und in beiden Fällen bleibt Johnson Premier.
"Ohne harte Bandagen kann man gegen die Pseudodemokraten in der EU nichts erreichen."

Als die da wären? In die EU einmarschieren, wie es Trump mit dem Iran vorhat?

Was für harte Bandagen hätte May den auspacken müssen?

Blup.

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Stephan H. 20.07.2019, 18:48
182. Ok

Zitat von RalphHarro
Ohne harte Bandagen kann man gegen die Pseudodemokraten in der EU nichts erreichen. Entweder fällt der backstop oder es gibt einen harten Brexit und in beiden Fällen bleibt Johnson Premier.
Ich wähle den Hard Brexit. Und jetzt bitte Leave means Leave umsetzen und nicht wieder nach ner Verlängerung bitten. Harte Bandagen kann Johnson dann in den Verhandlungen der folgenden Vertragsverhandlungen auspacken. Er wird bestimmt auf diesem Wege erfolgreich Vertragskompromisse zu finden....

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kumi-ori 20.07.2019, 19:28
183. Das stimmt

Zitat von dw_63
...Das wird nicht zu verhindern sein, auch bei einem No deal werden danach die Verhandlungen laufen, oder will die EU oder das VK einen Handel untereinander betreiben, der auf dem Niveau der Standard Zoll- Reise- und Grenzbestimmungen beider Seiten basiert?
Aber es werden Einzel-Abkommen zur Disposition stehen und nicht mehr ein Gesamtpaket. Wenn das Vereinigte Königreich in seinem Zorn sagen wir den Autoreifen-Deal platzen lässt, dann bleibt zum Beispiel der Stockfisch-Deal davon völlig unberührt.

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dw_63 20.07.2019, 19:38
184. Das glaube ich nicht

Zitat von kumi-ori
Aber es werden Einzel-Abkommen zur Disposition stehen und nicht mehr ein Gesamtpaket. Wenn das Vereinigte Königreich in seinem Zorn sagen wir den Autoreifen-Deal platzen lässt, dann bleibt zum Beispiel der Stockfisch-Deal davon völlig unberührt.
Es wird um ein Handelsabkommen gehen, in dem die Reifen wie der Stockfisch geregelt ist, aber bestimmt nicht als einzelne Position.

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artep 20.07.2019, 19:56
185.

Zitat von ackermart
des Fotos über diesem Artikel mit dem aktuellen SPIEGEL-Titelbild direkt darunter ist klar zu erkennen, was die Widerspiegelung der Realität in DEM für eine Karrikatur der Realität geworden ist. Wie traurig, wenn nur noch Narren über das Blatt lachen, bei dem sich jedem nicht dem Hörigen die Ohren anlegen wie die realen von Boris Johnson.
Ist mir auch aufgefallen. Diese Karrikaturen von Boris Johnson haben fatale Ähnlichkeit mit denen von Prinz Charles. Nur, dass man Johnson ein paar Sommersprossen auf die Nase gepunktet hat. Was will uns Spiegel damit sagen ? Dass es zu teuer ist, gute Zeichner einzustellen? Leute, kauft Spiegel ! dann werden auch unsere Karrikaturisten besser ? Oder etwas anderes ? Die Botschaft bleibt mir verschlossen.

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radlrambo 20.07.2019, 19:56
186. Wirdschonallesgutismus

Zitat von doktordoktormueller
Weil sie wirtschaftlich im Mittel weit schwächer da steht als England äh... Großbritannien. Am Ende werden die Briten die großen Gewinner sein.
Ich denke der Brexit hat diese neubraune Stilmittel hervorgebracht.

Der "Wirdschonallesgutismus" ist ganz einfach und auch in diesem Forum weitverbreitet, er geht so:

1. Verbreite einfach Optimismus und beschreibe auch nicht nur ansatzweise, wie die Probleme, bspw. der NI-Konflikt, dann gelöst sind

2. Mache ggf. zusätzlich, wenn sie schon dabei sind,die EU schlecht oder betreibe üble Nachrede

na wenigstens mit 2. haben sie uns weitgehend verschont..

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thobie2 20.07.2019, 21:27
187.

Zitat von w.diverso
wie dieses Thema von eher neutraler Seite, der BBC, gesehen wird, hier ein informativer Artikel: https://www.bbc.com/news/uk-politics-49008826
Danke für den Link. Wirklich spannend. So ähnlich hatte ich mir das schon gedacht.

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tom2strong 20.07.2019, 21:30
188. EU Bedrohung für reiche Briten

Nun so schwer ist es nicht. Die EU ist, mit den angestrebten Altivitäten, eine Bedrohung für die (fast gänzlich) steuerbefreiten sehr reichen Briten. Die Hardliner gehören diesen fast ausnahmslos an. Ein Zerfall des UK wäre sicherlich bedauerlich, aber die patriotische Karte wird doch nur für das Volk gespielt. Die Armen und die Briten der Mittelschicht werden die großen Verlierer sein. Fast viktorianische Zustände eben. Wenn die klimakatastrophen bedingte Zombie-Welle aus der afrikanischen Bevölkerungsexplosion sich in Bewegung setzt (mit oder ohne Ebola bleibt abzuwarten) hatten die Briten immerhin 10 Jahre wirtschaftlichen Niedergang hinter sich, sind aber andererseits vielleicht in der Lage die Bevölkerung selbst zu ernähren. So, das wird mir aber jetzt selbst etwas zu negativ. Das ist natürlich Quatsch.

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thobie2 20.07.2019, 21:31
189.

Zitat von eichenbohle
Der erste Schritt ist ja nur etwas Fleißarbeit. GB muss erst mal mit allen 27 EU-Ländern bilaterale Vertrage schließen, die vorher praktisch von der EU als gesamte Vertragwerke abgesichert waren.
Allein diese Äußerung zeigt, dass Sie sich noch nicht einmal ansatzweise mit der Problematik auseinandergesetzt haben. Rat für die Zukunft: Erst kundig machen, dann nachdenken, dann Posten.

Es wird keine bilateralen Handelsnvereinbarungen mit den 27 EU-Mitgliedsstaaten geben. Jeder Mitgliedstaat der sich auf Verhandlungen einließe, würde die EU-Verträge brechen und hätte sofort ein Vertragsverletzungsverfahren an der Hacke. Noch einmal Klartext: Für die Aushandlung von Handelsverträgen mit Drittstaaten ist ausschlieißlich die EU zuständig. Was ist daran so schwer zu verstehen?

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