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Brexit-Verhandlungen: Theresa May fordert Entgegenkommen der EU
AFP

Großbritannien habe sich bei den Brexit-Verhandlungen bewegt - nun müssten das auch die Europäer tun: Kurz vor einem informellen EU-Gipfel schildert Theresa May ihre Sicht auf den Stand der Austrittsgespräche.

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Indiana.Jones 19.09.2018, 11:09
100. Ja,

Zitat von ricson
Das kommt jetzt halt dabei raus wenn man komplexe Fragen auf ein einfaches Ja oder Nein reduziert.
natürlich. Aber das ist das Problem der Briten. Die britische Regierung ist dafür zuständig, ihre Bevölkerung über die Folgen aufzuklären, nicht die EU. Es wäre sicherlich schön gewesen - für die Briten - wenn alle komplexen Fragen dabei gestellt und beantwortet worden wären.

Ist es aber nicht. Und das ist ausschließlich ein britisches Problem.

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BernardoUI 19.09.2018, 11:09
101. Na, die Wette..

Zitat von Gegenanflug27
Die Briten werden genau den weichen Brexit, mit allen Sonderregelungen bekommen, den sie sich erhoffen. Ich bin bereit, darauf zu wetten.
halte ich gerne. Die Briten dürfen NIEMALS die Sonderregelungen bekommen die sie sich wünschen. Dies käme dem Selbstmord der EU gleich.
Man darf ja über Brüssel denken was man will, aber dass es freiwillig für die Briten sich auflöst...

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Wal-Ire 19.09.2018, 11:11
102. Dolchstoßlegende

Theresa May bringt sich in Stellung grandios zu verlieren. Nur wird sie sagen, daß das nicht ihre Schuld war, sondern die Schuld der pöhsen, pöhsen EU, die halt starr an den seit zwei Jahren publizierten Optionen festgehalten hat und sich nicht bewegt hat, wohingegen das liebe UK doch tausend verschiedene Optionen vorgelegt hat, wie man die EU doch weiterhin übervorteilen könnte. Nur ist die EU auf keinen der Vorschläge eingegangen und nun hat man den ganz, ganz harten Brexit.
Ergebnis: die Extrem-Brexiteers sind zufrieden, weil man hat, was man wollte. Die Weich-Brexiteers sind zufrieden, weil man hat ja wenigstens den Brexit und die Remoaners sind eh' egal.
Wenn dan - wie vorhersehbar - der Laden vor die Wand fährt, dann ist das - natürlich - auch weiterhin die Sculd der EU.

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spon-facebook-10000420664 19.09.2018, 11:13
103.

Zitat von 1zelner
Es fehlt mir eindeutig die Empathie für die Menschen in GB in dieser Diskussion. Die EU ist nicht nur ein wirtschaftliches Konglomerat sondern auch ein kulturell und politisch wichtiger Zusammenhalt. Also muss nach einem Weg gesucht werden, durch welchen wir nicht gegen die Bürger von GB kämpfen, sondern sie in eine wirtschaftliche größere Eigenständigkeit entlassen, ohne die kulturellen und politischen Aspekte aus den Augen zu verlieren. Viele der Kommentar lesen sich sehr aggressiv.
Ich habe sehr viel Empathie für die Menschen, insbesondere für die vielen "Remainer" die die Vorzüge der EU kennen und gegen ihren Willen durch ein zweifelhaftes Referendum aus der Gemeinschaft herausgerissen werden. Da macht sich bei vielen inzwischen Verzweiflung breit.

Das Problem ist, wenn die EU nachgibt und Rosinenpicken erlaubt (Checkers Plan von Frau May / Zutritt zum Binnenmarkt), dann ist es um die EU geschehen und der Anfang vom Ende. Wollen Sie das ?
Es scheint das der harte Kern der Brexiteers die EU nachhaltig schädigen oder ganz zerstören möchte.
Bezüglich Agressivität. Ich glaube sie haben noch nie die Kommentare bei Daily Mail, Daily Express, usw gesehen. Glauben sie mir, da tun sich Abgründe auf und man verliert den Glauben an das Gute im Menschen.

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Justitia 19.09.2018, 11:15
104.

Zitat von Gegenanflug27
Es geht leider nicht darum was ich glaube, sondern darum was ich für wahrscheinlich halte. Was die Banken anbetrifft sehe ich bisher einige halbherzige Ankündigungen einer Verlagerung der EU-Geschäfte an andere Standorte. Wenig konkretes und eigentlich gar nichts substantielles, in dieser Branche. .................. Der Druck der Industrie, auf die Verhandler wird dermaßen brutal zunehmen, ungestört weiter handeln und produzieren zu können, dass am Ende dann doch das herauskommen wird, was ich mir am allerwenigsten Wünsche. Ein First-class Abschied, für die Briten, mit allen Privilegien, die sich die Großindustrie wünschen wird. Gerade die vollkommen prinzipienlose deutsche Regierung, wird das am Ende durchsetzen. ...............
Wenn momentan überhaupt "Druck" seitens der Finanzindustrie und der Industrie besteht, dann einzig in Richtung GB, sich in den Verhandlungen zu bewegen. Gegenüber der EU besteht auch keinerlei Drohpotential durch die Industrie und Banken, denn die EU kann durch Handelsbarrieren zwischen GB und der EU nur gewinnen und zwar in Form von verlagerten Arbeitsplätzen und zusätzliche Steuereinnahmen der EU-Staaten. Produktionsverlagerungen sind für global aktive Unternehmen wie RR, Airbus, BMW etc kein grösseres Problem sondern nahezu tägliches Geschäft. In der Autoindustrie wird bei jedem neuen Modell geprüft, wo die Produktion stattfinden soll. Produktionsanlagen lassen sich abbauen, transportieren und an neuen Standorten aufstellen. Banken haben bereits Entscheidungen im Falle eines harten Brexits getroffen, die Vorbereitungen laufen, auch wenn Sie das nicht sehen wollen.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/brexit-ubs-verlaesst-london-und-waehlt-frankfurt-als-eu-basis-a-1228518.html

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ingnazwobel 19.09.2018, 11:21
105.

Die Lösung ist einfach. Man kopiert das Abkommen mit der Schweiz und setzt statt Schweiz UK ein und schmeißt die Besatzer aus Nord Irland raus.

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Gegenanflug27 19.09.2018, 11:26
106.

Zitat von BernardoUI
halte ich gerne. Die Briten dürfen NIEMALS die Sonderregelungen bekommen die sie sich wünschen. Dies käme dem Selbstmord der EU gleich. Man darf ja über Brüssel denken was man will, aber dass es freiwillig für die Briten sich auflöst...
...nicht für die Briten und deren politisches Establishment, dass seine Unfähigkeit mehr als deutlich, für alle offen sichbar gemacht hat.
Vor der Industrie wird die Deutschland, und damit die EU, einknicken.

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j.e.r. 19.09.2018, 11:37
107. Die EU hat mehr oder weniger weit reichende

Freihandelsabkommen mit anderen Ländern, warum nicht auch mit dem Vereinigten Königreich? Und die EU sollte eigentlich Interesse an einem starken Europa haben, nicht nur an der Stärke der EU die ja in fast allen Bereichen eher weit weg ist (auch ohne Brexit), international ist die EU so oder so auf dem absteigenden Ast. Und wer noch Handel nach GATT als Referenz aufführt - mit Ausnahme von Syrien und einem Teil der früheren SFR Jugoslawien sind alle Länder jetzt Mitglieder der GATT Nachfolgeorganisation WTO.

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mostly_harmless 19.09.2018, 11:40
108.

Zitat von ingnazwobel
Die Lösung ist einfach. Man kopiert das Abkommen mit der Schweiz und setzt statt Schweiz UK ein und schmeißt die Besatzer aus Nord Irland raus.
Das ist exakt das, was die Briten NICHT wollen. Und würde - ganz beiläufig gesagt - mehr als 50 Milliarden euro pro Jahr kosten. Die Briten wollen den Status der Schweiz, aber umsonst.

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Gegenanflug27 19.09.2018, 11:48
109.

Zitat von Justitia
Produktionsverlagerungen sind für global aktive Unternehmen wie RR, Airbus, BMW etc kein grösseres Problem sondern nahezu tägliches Geschäft. In der Autoindustrie wird bei jedem neuen Modell geprüft, wo die Produktion stattfinden soll. Produktionsanlagen lassen sich abbauen, transportieren und an neuen Standorten aufstellen. Banken haben bereits Entscheidungen im Falle eines harten Brexits getroffen, die Vorbereitungen laufen, auch wenn Sie das nicht sehen wollen. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/brexit-ubs-verlaesst-london-und-waehlt-frankfurt-als-eu-basis-a-1228518.html
Selbstverständlich lassen sich Produktionstandorte verlagern, jedoch nicht in einem halben Jahr. Ein neues Automobilwerk, selbst bei vorhandenen Gebäuden, produktionsfähig zu machen, dauert ca. 1,5 - 2 Jahre !
Ich vermute eine Flugzeugproduktion zu verlagern, ist noch anspruchsvoller.
Um einen Bankenstandort zu verlagern, genügt es im Grunde, einen Briefkasten an eine Franfurter Häuserwand zu flanschen.
Solange die Banken nicht tausende von Büroquadratmetern in Paris und Frankfurt suchen, sehe ich nicht deren tatsächlichen Willen zum Abruch der Zelte, in London.
Es geht nicht darum, wovon Sie glauben, ich würde es mir wünschen.
Es geht um realistische Betrachtung des tatsächlichen.
Das die Industrie, bis heute, keinerlei Anstrengungen unternimmt, Produktionststandorte tatsächlich zu verlagern, zeigt, dass diese Industrie nicht mit der Notwendigkeit einer Verlagerung rechnet.

Um es noch einmal ganz deutlich zum Ausdruck zu bringen. Niemand erhofft sich mehr, als ich, dass die EU in allen Verhandlungspunkten hart und kompromisslos bleibt.
Die Erfahrung jedoch, mit bisherigen EU-Entscheidungen, zwingt mich zu der Einsicht, am Ende wird es so kommen, wie ich es befürchte und Deutschland wird dabei die treibende Kraft sein.
Darauf wette ich...

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