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Brexit-Verhandlungen: Theresa May fordert Entgegenkommen der EU
AFP

Großbritannien habe sich bei den Brexit-Verhandlungen bewegt - nun müssten das auch die Europäer tun: Kurz vor einem informellen EU-Gipfel schildert Theresa May ihre Sicht auf den Stand der Austrittsgespräche.

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Pless1 19.09.2018, 11:51
110.

Zitat von ingnazwobel
Die Lösung ist einfach. Man kopiert das Abkommen mit der Schweiz und setzt statt Schweiz UK ein und schmeißt die Besatzer aus Nord Irland raus.
Ergänzend zur Antwort von mostly_harmless (109):

Die Schweiz akzeptiert zudem die Personenfreizügigkeit und übernimmt auch sonst sämtliche marktrelevanten EU-Regeln in die nationale Gesetzgebung. Das ist das genaue Gegenteil von "get back control".

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novasun 19.09.2018, 12:00
111. Die EU darf keine Rosinenpickerei

zulassen. Sonst kippt auch hier in Deutschland die Stimmung endgültig gegen die EU.
Die können sich doch nicht zum Hampelmann machen lassen.
Last die Briten auf die Schnautze fallen. Es tut mir leid aber nur so lernen andere vielleicht für die Zukunft.
Der Vergleich mit der Tochter hinkt hier gewaltig. Denn es geht hier in erster Linie um Verträge die gebrochen/aufgekündigt werden. Das hat nichts mit Eltern/Kind Beziehung zu tun.
Und ja vielen Eltern würde es gut tun wenn Sie Ihre Kinder auch mal "fallen" lassen (auf die Schnautze) würden.
Es gibt da ein chin. Sprichwort - Schmerz ist ein guter Lehrer.

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hans-peter_gobien 19.09.2018, 12:14
112. Keine Rosinenpickerei

Es ist schon beschämend was die britische Regierung von der EU und den 27 Mitgliedstaaten fordert. Man sollte einmal nicht vergessen das die Briten die EU freiwillig, auf demokratischer Entscheidung, die EU und deren Bündnisse verlassen wollen. Warum sollte man da Zugeständnisse machen oder bei den Finanz/Personen und Dienstleistungssektor entgegenkommen. Die Briten möchten die Gesetzgebung der EU für diese Pfeiler der EU-Gemeinsamkeit aushebeln. Wenn es zu dieser Einigung käme das nur der Warenverkehr relevant ist, so wäre dies die berühmte Rosinenpickerei und es würde das Ende der Gemeinsamkeit in der EU einläuten. Ein No-Deal wäre meiner Meinung nach besser da es nur eine Frage der Zeit sein wird bis es zu einer Besinnung im britischen "Empire" kommen wird. Das Volk wird in einigen Jahren eine neue Entscheidung zur Mitgliedschaft verlangen da es dann die Vorteile erkennen wird. Letztendlich wird es über die Verbraucherpreise und Verfügbarkeit geregelt.

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cobaea 19.09.2018, 12:19
113.

Zitat von 1zelner
Ich sehe schon, dass meine Meinung nicht die der Mehrheit ist aber: stellen Sie sich vor, dass Ihre Tochter von zu Hause ausziehen möchte. Sie hat einen neuen Freund und will nun eigenständig werden. Würden Sie als verständnisvoller Vater......
Um Ihr Familienbeispiel zu übernehmen: Nehme wir an, Sie haben sechs Kinder, die alle noch zuhause bei Ihnen leben. Jedes hat ein eigenes Zimmer, darf sich aber aus dem Kühlschrank bedienen, die Wäsche wird gemacht, der Einkauf erledigt. Wenn sie krank sind, werden alle gepflegt. Im Gegenzug für diese "zentralen" familiären Leistungen, geben alle etwas von ihrem Lohn an die Familienkasse ab und übernehmen bestimmte Aufgaben - von Rasen mähen bis Treppe putzen. Nun will also ihre Tochter ausziehen und deshalb kein Geld mehr daheim abliefern. Dagegen wird erstmal niemand etwas haben. Anders sieht es aus, wenn diese Tochter zwar nicht mehr zahlen und auch keine Pflichten mehr übernehmen will, es aber als selbstverständlich ansieht, sich weiterhin frei aus dem Kühlschrank bedienen zu dürfen und wöchentlich die Schmutzwäsche vor die elterliche Waschmaschine zu kippen, um anschliessend die Wäsche gebügelt wieder abzuholen. Was würden wohl die fünf weiterhin zuhause lebenden Kinder zu einem solchen Ansinnen sagen?

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pietschko 19.09.2018, 12:28
114.

Zitat von 123rumpel123
Frau May sprach von Freihandelsabkommen und "Vereinfachter Zollabfertigung". Beim "freien Güterverkehr " braucht es keine "vereinfachte Zollabfertigung". Irgendwie vermischen sie da was.
anstatt einmal auf die ihre behauptungen widerlegenden antworten in anderen forenthemen zu antworten, stellen sie hier schon wieder neue fake-news auf. erklären sie mal bitte, wie die vereinfachte zollabwicklung in der prais funktionieren soll. und wie man uk vertreuen soll, dass mehrer milliarden an zoll eben nicht eingenommen hat. den britsichen zoll kann man in der pfeife rauchen.

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pietschko 19.09.2018, 12:30
115.

Zitat von Gegenanflug27
Es geht leider nicht darum was ich glaube, sondern darum was ich für wahrscheinlich halte. Was die Banken anbetrifft sehe ich bisher einige halbherzige Ankündigungen einer Verlagerung der EU-Geschäfte an andere Standorte. Wenig .....
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brexit-bmw-unterbricht-mini-produktion-in-oxford-a-1228755.html

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pietschko 19.09.2018, 12:34
116.

Zitat von j.e.r.
Freihandelsabkommen mit anderen Ländern, warum nicht auch mit dem Vereinigten Königreich? Und die EU sollte eigentlich Interesse an einem starken Europa haben, nicht nur an der Stärke der EU die ja in fast allen Bereichen eher weit weg ist (auch ohne Brexit), .......
den briten wurde ein handelsabkommen angeboten. genau so eins, wie mit kanada. aber may wollte ja ceta++++. und das gibt es nicht. uk ist so viel wert wie kanada. keine extra rosinen. alles so, wie man es auch mit anderen, befreundeten ländern macht.

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tkurz 19.09.2018, 12:37
117. Ein Denkfehler Ihrerseits.

Zitat von ramuz
Und zwar gleich 2 am Anfang. Das eben wünschen die Briten genau NICHT. Obwohl ich zugebe, dass jeiner so genau weiss, WAS sie wolen, weiss man doch genau, was sie NICHT wollen. Ein Freihandelsabkommen wie alle anderen vergleichbaren Drittstaaten. Denkfehler 1.
Wir müssen wenn diskutiert wird wenn UK nie Mitglied der EU wäre auch von dem Zeitpunkt ausgehen als UK in die EWG Eintrat.

Zu diesem Zeitpunkt war die Wirtschaft im UK extrem schlecht aufgestellt und im Niedergang begriffen. Zu diesem Zeitpunkt hätte die Britten durchaus mit Kushand eine Norwegen- oder Schweizlösung genommen.

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migratist 19.09.2018, 12:39
118. Ganz falsch!!

Zitat von nite_fly
1.) Die beste Lösung wäre möglicherweise wirklich ein neues Referendum, aber dann eines: Entweder richtig in die EU rein, mit Währungsunion, oder komplett raus! Heute denke ich, die meisten Briten haben langsam kapiert, dass sie bei dem ersten Referendum ......
Zu 1.) Alle Meinungsumfragen zeigen, dass die Briten bei der gleichen Fragestellung wieder - ganz knapp - für den Brexit stimmen würden! Warum auch immer aber das müssen wir eben akzeptieren!
Zu 2.) Ja Banken planen in großem Stil in die Rest-EU umzuziehen. Das bedeutet aber im Prinzip nur, dass sie einen Briefkasten an einem Frankfurter (oder Mailänder oder Brüsseler) Gebäude anbringen. Mir ist nichts davon bekannt, dass irgendeine Bank große Büroflächen neu angemietet hat! Genau so sieht es bei den (restlichen, noch existierenden) produzierenden Betrieben in England aus. Die Verlegung eines Automobil- oder gar Flugzeugwerks bedarf Jahre! Und auch hier ist nichts bekannt, dass Mini oder Jaguar oder gar Aibus bestehende Industrieanlagen neu angmietet oder gekauft hat bzw neue Anlagen plant!
Zu 3.) Ja da stimme ich Ihnen zu - der Schaden wird insgesamt riesig - zu größeren Teilen auf Seiten der Engländer! Aber gerade die Deutschen (also die deutsche Regierung) wird einen harten Brexit zu verhindern wissen da viel zu viele deutsche Unternehmen in England groß investiert haben und mit der Einführung von Zöllen große Verluste erleiden bzw deutlich kleinere Gewinne machen werden!

Aber jetzt nur mal ein Gedankenspiel - falls wir den Briten ein paar Rosinen lassen und sich damit einige weitere EU-Staaten - also die, die wir eh nich mehr so gerne dabei haben wollen wie z. B. Ungarn oder Polen - auch zum Austritt entschliessen und wir zu einem "Kern-Europa" zurückkommen könnten, in denen die wirklich wirtschaftlich starken, demokratiuschen Staaten wieder unter sich wären - so wie ganz am Anfang zu Zeit der "römischen Verträge" 1957- wäre das wirklich so schlimm?

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1zelner 19.09.2018, 12:43
119. Das ist kein Nullsummenspiel

Zitat von cobaea
Um Ihr Familienbeispiel zu übernehmen: Nehme wir an, Sie haben sechs Kinder, die alle noch zuhause bei Ihnen leben. Jedes hat ein eigenes Zimmer, darf sich aber aus dem Kühlschrank bedienen, die Wäsche wird gemacht, der Einkauf erledigt. Wenn sie krank sind, ......
Das Leben ist mehr als nur die Summe der Dinge und die EU ist mit ihren Partnern halt kein Nullsummenspiel.
Um im Fall meines Beispiels mit der Familie zu bleiben: Die Mutter würde die Wogen glätten, der Vater vermutlich rumzetern.
Unter dem Strich würde die Tochter nach ei bis zwei Jahren die Situation begreifen und wirklich selbständig werden.

Im Fall von GB: es kann nur in unserem Interesse und natürlich auch im Interesse der Bürger von GB sein, die Sache nicht eskalieren zu lassen, sondern das der Stärkere (und das ist unzweifelhaft der Rest der EU) mit einer gewissen Großzügigkeit die Übergangsphase meistert.
Hart bleiben zahlt sich weder finanziell noch politisch aus.

Als ich als Gast in England gearbeitet habe, merkte ich sehr wohl, wie Rosinen-zählend manche Kollegen dort waren. Ich habe es immer großzügig gehalten und am Ende habe ich den Jaguar-E nach Deutschland mitgenommen. Das ist grundsätzlich meine Lebenserfahrung...

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