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Brexit-Verhandlungen: Theresa May fordert Entgegenkommen der EU
AFP

Großbritannien habe sich bei den Brexit-Verhandlungen bewegt - nun müssten das auch die Europäer tun: Kurz vor einem informellen EU-Gipfel schildert Theresa May ihre Sicht auf den Stand der Austrittsgespräche.

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spon-facebook-10000420664 19.09.2018, 15:02
140.

Zitat von Trevor Philips
Wer sagt denn das vom UK keine Grenze gewünscht ist?
Ist die Frage ernst gemeint ? Dies ist doch eine der essentiellen Forderungen und Aussagen von UK Seite ("No Hard Border"), insbesondere auch um das Good-Friday-Abkommen zu honorieren.

Wieso ist es das Problem der Iren/EU wenn diese ganze Problematik von UK durch den Brexit eskaliert wird ? WTO erfordert sogar ne "Hard Border".

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dum_spiro_spero 19.09.2018, 15:07
141. wurde doch angeboten,

Zitat von j.e.r.
Freihandelsabkommen mit anderen Ländern, warum nicht auch mit dem Vereinigten Königreich? Und die EU sollte eigentlich Interesse an einem starken Europa haben, nicht nur an der Stärke der EU die ja in fast allen Bereichen eher weit weg ist (auch ohne Brexit), international ist die EU so oder so auf dem absteigenden Ast. Und wer noch Handel nach GATT als Referenz aufführt - mit Ausnahme von Syrien und einem Teil der früheren SFR Jugoslawien sind alle Länder jetzt Mitglieder der GATT Nachfolgeorganisation WTO.
aber die einfache und schnelle Form (Kanada/Südkorea) abgelehnt. Grundvoraussetzung zu fundamentalen Austrittspunkten sind bis heute unklar. Heißt also, haben die Briten ihren Deal in der Tasche, bleibt du EU auf den Regularien und Scherben des Austritts sitzen. Die Chronologie war im Mandat für Barnier vorgegeben. Hier hat man bereits Wischi-Waschi-Geschwätz der Briten akzeptiert, um ihnen die Chance für einen Deal überhaupt zu ermöglichen. Basis sind aber immer noch verbindliche Zusagen Abschlusszahlungen und Regularien für EU-Bürger in GB und umgekehrt. Der Vorschlag eines Abkommens analog CETA war da, aber GB hat abgewunken. Damals noch unter Brexit-Minister Davis, aber der Chequers-Deal der Briten ist im Prinzip kaum etwas anderes als die Forderungen von Davis nach Kanada+++ https://www.deutschlandfunk.de/uebergangsphase-brexit-das-kanada-modell-und-das-koenigreich.1773.de.html?dram:article_id=407273

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Trevor Philips 19.09.2018, 15:11
142.

Zitat von pietschko
eu und extrawürste? der vorschlag die zollgrenze auf see zu verlegen ist bereits eine extrawurst für uk. wenn uk das nicht will, dann ist die grenze zwischen irl und nirl. aber das will may ja auch nicht.
Ja EU und Extrawürste unvorstellbar für jeden wahren Gläubigen, nicht wahr? Der Vorschlag an das UK die Souveränität über einen Teil seines Staatsgebietes aufzugeben ist also eine Extrawurst? Sorry, das ist noch nicht mal mehr lächerlich.
Dieser Vorschlag ist eine Original EU-irische Extrawurst, weil Irland nun mal einen großen Teil seiner Importe und Exporte über britische Seehäfen wie Belfast Harbour oder -bedeutend kleiner- Foyle Port abwickelt. Schon klar das Zollformalitäten und eben die Zahlung dieser Zölle nicht im Interesse Irlands und der EU liegen, also besteht man auf einer Extrawurst.
Das einzige was May will ist die Beibehaltung der CTA, mit einer Zollgrenze oder einer Grenze für Menschen die nicht Staatsbürger des UK oder Irlands sind hat sie bedeutend weniger Probleme.

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taglöhner 19.09.2018, 15:19
143.

Zitat von migratist
Zu 1.) Alle Meinungsumfragen zeigen, dass die Briten bei der gleichen Fragestellung wieder - ganz knapp - für den Brexit stimmen würden! Warum auch immer aber das müssen wir eben akzeptieren!
Da ist falsch.
https://whatukthinks.org/eu/opinion-polls/uk-poll-results/

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2late 19.09.2018, 15:33
144. Tja, Frau May ...

Erstens haben Sie nichts zu fordern. Sie können vllt. um etwas bitten.
Zweitens sind die Ausstiegsmodalitäten des UK aus der EU noch nicht erledigt.
Drittens muß Schluß sein mit den "Special Treatments".
Den Briten reicht ja nicht , sich mit den Inhalten von CETA oder JEFTA zu begnügen. Ein Regierungsmitglied hat ja mal formuliert: Wir wollen CETA plus plus plus ... So wird das nichts.
Und zu guter letzt darf die EU sich nicht erpressen lassen. Da wurde doch frech gedroht, die Austrittsrechnung nicht zu begleichen, sollte man nicht bekommen was man will.
So wird das erst recht nichts.
Raus ohne Alles.

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coyote13 19.09.2018, 15:36
145. Hallo UK! . . .

. . . die UK-ler habt den EU-Vertrag aufgekündigt. Also müsst ihr auch mit allen Konsequenzen leben von nun an for ever!
I want my money back - und zwar das Geld welches die EU im Vereinigten Königreich in Form von EU-Fördergeldern investiert hat.
Ich sehe auch keinerlei Gründe euch UK-lern eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen; ihr habt über die letzten Jahrzehnte schon genug Rosinenpickerei betrieben. Ich bin ebenfalls sicher daß sich Handel, Gewerbe, Industrie und vor allem die Banken auch in einem non-EU-UK gut einrichten werden.
Wie-Du-Mir/So-Ich-Dir soll es ab sofort heißen.
Wenn die EU auch nur eine Sonderbehandlung des UK akzeptiert ist die EU tot, töter als tot. Dafür sorgen wir anderen dann schon. . .

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ex_Kamikaze 19.09.2018, 15:44
146. Bevölkerung und Politik Großbritanniens

werden im Jahr 2019 endgültig lernen das das Empire schon lange untergegangen ist und Großbritannien weder eine Sonderrolle spielt noch irgendjemand gewillt ist den Briten Privilegien einzuräumen. Und erzwingen kann dieser ökonomisch und militärisch schwache Durchschnittsstaat aus eigener Kraft nichts mehr.
Und so ganz scheinen die Briten das noch nicht verstanden zu haben.

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g_bec 19.09.2018, 15:56
147. Ähem

Zitat von Trevor Philips
Wollen die Briten die? Die offene Grenze ist von der EU gewünscht. Die Briten sollen laut der EU die Zollaußengrenze in die irische See legen und damit effektiv die Souveränität über die Provinz Ulster aufgeben. Da sagt May schon zu Recht das dies von keinem Staat zu akzeptieren ist. ....
Was ein Vorschlag ist, ist Ihnen klar? Ok, dann Schaum abwischen und noch mal versuchen.
Außerdem ist die EU-Idee die Einzige, die einigermaßen einfach eine harte Grenze auf der Insel verhinderte.

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pietschko 19.09.2018, 16:00
148.

Zitat von Trevor Philips
Ja EU und Extrawürste unvorstellbar für jeden wahren Gläubigen, nicht wahr? Der Vorschlag an das UK die Souveränität über einen Teil seines Staatsgebietes aufzugeben ist also eine Extrawurst? Sorry, das ist noch nicht mal mehr lächerlich. Dieser Vorschlag ist eine Original EU-irische Extrawurst, weil Irland nun mal einen großen Teil seiner Importe und Exporte über britische Seehäfen wie Belfast Harbour oder -bedeutend kleiner- Foyle Port abwickelt. Schon klar das Zollformalitäten und eben die Zahlung dieser Zölle nicht im Interesse Irlands und der EU liegen, also besteht man auf einer Extrawurst. Das einzige was May will ist die Beibehaltung der CTA, mit einer Zollgrenze oder einer Grenze für Menschen die nicht Staatsbürger des UK oder Irlands sind hat sie bedeutend weniger Probleme.
lesen sie eigentlich die argumente durch?
uk muss keine souveränität über einen staatsteil aufgeben. kein problem, dann liegt die grenze zwischen irl und nirl. ganz einfach.
sie meinen ein hafen ist ein problem? ich bin mir sicher, die eu wird gelder zum ausbau der infrastruktur bereitstellen. scheinbar haben die iren ja schon einen hafen rosslare harbour, der müsste dann vll ausgebaut werden. eine sache von recht kurzer zeit.
und wenn uk nicht mehr in der eu ist, dann macht es eh keinen sinn, die ware erst ins nicht eu-ausland auszuführen um sie dann wieder einzuführen. also sind die britischen häfen eh raus, was sämtliche exporte in die eu angeht.
also noch mal, wenn man doch nen harten brexit will, dann ist die grenze irl/nirl. will uk aber nicht. dann hätte man vll nicht die eu verlassen sollen.
wie sieht denn ihre schlaue lösung zu gibraltar aus?

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g_bec 19.09.2018, 16:18
149. Öhm

Zitat von 1zelner
Ich sehe schon, dass meine Meinung nicht die der Mehrheit ist aber: stellen Sie sich vor, dass Ihre Tochter von zu Hause ausziehen möchte. Sie hat einen neuen Freund und will nun eigenständig werden. Würden Sie als verständnisvoller Vater oder Mutter dann hingehen und maximal verhandeln, dass dieses und jenes noch zu bezahlen sei, würden sie sich die Hände reiben und denken: dann soll sie mal auf die Fre..e fallen? Ich habe meine Probleme damit zu glauben, dass ein Austritt mit harten Bandagen in GB nur kurz wirtschaftliche Probleme machen wird. Dagegen war die sog. Finanzkrise vor 10 Jahren ein Witz. In dieses Loch in welches GB fällt, werden auch wir in der EU fallen. Es fehlt mir eindeutig die Empathie für die Menschen in GB in dieser Diskussion. Die EU ist nicht nur ein wirtschaftliches Konglomerat sondern auch ein kulturell und politisch wichtiger Zusammenhalt. Also muss nach einem Weg gesucht werden, durch welchen wir nicht gegen die Bürger von GB kämpfen, sondern sie in eine wirtschaftliche größere Eigenständigkeit entlassen, ohne die kulturellen und politischen Aspekte aus den Augen zu verlieren. Viele der Kommentar lesen sich sehr aggressiv.
Öhm, GB ist aber keine Tochter der EU. Wie kommen Sie auf solche Bilder?
GB ist vielmehr der hochnäsige WG-Bewohner, der alles anders macht, viele Sonderrechte hat, jetzt in die Wohnung gegenüber wechselt, aber weder die letztjährige Nebenkostenrechnung noch den noch laufenden zweijährigen Kabelvertrag zahlen und sich aber trotzdem an den Gewinnen der Tippgemeinschaft beteiligen will, ohne einzuzahlen und zusätzlich das Recht erhalten will, sich weiterhin jederzeit am WG-Kühlschrank zu bedienen, weiterhin auf der WG-Couch fern zu sehen und dabei aber die Tür zur eigenen Wohnung fest verriegelt zu halten. Ach so, den Putzplan für das gemeinsame Treppenhaus will er auch nicht einhalten.
Kein Wunder, dass einige WG-Bewohner etwas cholerisch werden.

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