Forum: Politik
Brexit-Verhandlungen: Theresa May fordert Entgegenkommen der EU
AFP

Großbritannien habe sich bei den Brexit-Verhandlungen bewegt - nun müssten das auch die Europäer tun: Kurz vor einem informellen EU-Gipfel schildert Theresa May ihre Sicht auf den Stand der Austrittsgespräche.

Seite 9 von 16
Peter Schmidt -fsb 19.09.2018, 10:23
80. Auf keinen Fall GB-Forderungen entgegenkommen

Das Problem der Briten ist, dass sie VOR dem Austritt bereits in der besten aller Welten gelebt haben. Alle Vorteile der EU. Verminderter Beitrag und diverse Ausnahmeregelungen speziell für die Briten. Wenn von diesem Status durch Austritt noch eine Verbesserung erreicht werden kann (Stichwort: Rosinenpicken), dann können wir die EU gleich ganz auflösen. Dann fallen aber auch alle Vorteile für alle wieder weg.
Es ist ganz einfach: Wenn jeder nur an sich denkt, dann kann kein Mehrwert für alle entstehen.

Beitrag melden
claus7447 19.09.2018, 10:24
81.

Zitat von Gegenanflug27
So sehr ich mir auch die, von vielen hier geforderte Härte gegenüber Großbritanien wünsche und für einzig richtig befinde. Glaubt denn irgendjemand hier ernsthaft, dass diese Haltung der EU-Verhandler, in der letzten Nachtsitzung vorm Scheitern der Verhandlungen, Bestand haben wird. Es ist doch so, dass Deutschland nichts in der EU alleine entscheiden kann aber gleichzeitig kann man sicher davon ausgehen, dass.....
Nun, zum einen muss sicher ein Beschluss nach EU regeln einstimmig fallen. Und warum sollte die EU einknicken. Die Banken haben es bereits begriffen und verlagern Bereiche raus, die Industrie zeigt langsam die Zähne. Glauben sie wirklich, dass BMW für die EU den Mini noch in UK baut, Alternativen sind da.

Bedauerlich wird die Situation in Nordirland, da werden sich aber die Parteien in UK selbst daran zerfleischen.

Beitrag melden
ex_Kamikaze 19.09.2018, 10:26
82. Wie wäre es

wenn "Groß"britannien Nordirland an Irland abtritt, Gibraltar an Spanien und die Kronen Kanadas und Australiens niederlegt?
Dann könnte man wieder verhandeln! Aber so? Die haben ja gar nichts anzubieten!

Beitrag melden
123rumpel123 19.09.2018, 10:32
83.

Zitat von dum_spiro_spero
Die Rosine heißt "freier Güterverkehr", aber nicht freier Dienstleistungsverkehr und erst recht keine Personenfreizügigkeit.
Frau May sprach von Freihandelsabkommen und "Vereinfachter Zollabfertigung".

Beim "freien Güterverkehr " braucht es keine "vereinfachte Zollabfertigung".
Irgendwie vermischen sie da was.

Beitrag melden
theodtiger 19.09.2018, 10:33
84. wohl nichts verstanden

Zitat von egoneiermann
Vielleicht sollte man einen Mediator bestellen, ich habe das Gefühl, die beiden Seiten reden einfach nicht über die gleiche Sache.
Was soll der Unfug mit einem Mediator? Die EU hat klare Regeln für Mitglieder und das Verhältnis zu Nicht-Mitgliedern. Das VK will von dem einen Status in den anderen wechseln. Über die Modalitäten des Wechsel wird verhandelt - nicht darüber wie die Regeln für Mitglieder und Nicht-Mitglieder verändert werden. Letzteres will das VK und nimmt dabei wohlwollend in Kauf, dass die EU danach schlechter (vielleicht gar nicht mehr) funktionieren würde. Seitens der EU haben die beiden Legislatoren (Rat aus den Vertretern der Mitgliedstaaten) und EU Parlament klare Verhandlungsrichtlinien für die Kommission (Herrn Barnier) aufgestellt. Nach diesem Mandat verhandelt die EU kompetent und konsequent. Und auch wohlwollend für das VK aber nicht so, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten Schaden nehmen. Frau May und viele andere im VK glauben hingegen, wir wären auf einem Basar und man müsse nur unmögliche Forderungen aufstellen, um dann irgendwo bei einem Deal sehr zulasten der anderen Seite landen zu können. Da wird wohl nichts draus - also wird fleissig an einer Dolchstosslegende gebastelt, um - zumindestens für das heimische Publikum - alle "Schuld" für den selbstgewählten Unsinn bei der EU abladen zu können.

Beitrag melden
misterknowitall2 19.09.2018, 10:35
85. ich weiß nicht...

Zitat von sunshine422
Das Grossbritannien auch bei einem harten Brexit nicht stirbt. Natürlich kann die EU einen auf hart machen, was auch nachvollziehbar ist, allerdings hat Frau May auch nicht ganz unrecht bezüglich Handelsabkommen mit Drittstaaten. Afrikanische Länder, China, USA Türkei, Russland......
was läuft denn so übel aus dem Ruder, dass man die Gemeinschaft verlassen will? Sehe ich nicht. Das ist doch auch nur so eine hohle Aussage, die Kritiker immer wieder in die Runde geschmissen haben und nun nimmt man das als gegeben hin. Erst wenn man diese Phrase mit Leben fühlen soll, wird deutlich, das es soviel gar nicht zu meckern gibt. Oder können sie was benennen?

Beitrag melden
birdie 19.09.2018, 10:44
86. PM May sägt eifrig an dem Ast, auf dem sie sitzt.

Man sollte sie gewähren lassen. Und den noch lernunwilligen Engländern Zeit geben, aus dem Chaos, das sie gewollt haben, selbst einen Ausweg zu suchen und zu finden. Dabei sollte ihnen die EU dann mit besten Kräften freundschaftlich helfen. Aber erst, wenn sie darum selbst bitten.

Beitrag melden
ricson 19.09.2018, 10:45
87.

Zitat von cobaea
Das haben Volksabstimmungen so an sich: Man kann immer nur mit Ja oder Nein stimmen - es gibt keine Auswahlsendung. Wie hätte denn so eine "Auswahlabstimmung" aussehen sollen? Eine andere Form der Zusammenarbeit war ja noch gar nicht verhandelt. Man kann doch nicht über etwas .....
Das kommt jetzt halt dabei raus wenn man komplexe Fragen auf ein einfaches Ja oder Nein reduziert. Jetzt haben wir den Brexit und keiner weis was das ist. Für die EU heißt Brexit sich nie wieder mit britischen Sonderwünschen befassen zu müssen. Für einige Briten heisst es, alles bleibt wie es ist nur ohne polnische Klempner. Für Hardcore Brexiteers heißt es, alle Verträge mit der EU kündigen und auch nie wieder mit denen reden sondern nur noch mit einzelnen Staaten direkt. Dieses Referendum wirft mehr Fragen auf als es beantwortet.

Beitrag melden
archi47 19.09.2018, 10:55
88. Es gibt Verträge und gängige Praxis für Andere

Glaubt GB denn tatsächlich, Europa könnte sich eine Extrawurst, nur für sie gebraten, leisten - quasi den restlichen Hunderten von Millionen EU-Bürgern zeigen, dass sie weniger Wert haben, als die Briten?

Das würde den Zusammenbruch aller Verträge und Vereinbarungen mit allen anderen Staaten zur Folge haben. Schließlich sagt schon unser GG, dass alle Menschen gleich sind.

Eine merkwürdige Regierung in GB mit einem merkwürdigen elitärem Gehabe.
Es wird Zeit, dass die Wähler in GB erfahren, was die Regierung ihnen eingebrockt hat und dass sie an der Wahlurne danach das auch ausdrücken dürfen..

Beitrag melden
prince62 19.09.2018, 10:56
89. Frau May will der EU die Schuld am Brexit ohne Vertrag geben

Zitat von pepe-b
Die EU soll ihre Position finden? Liebe Frau May: die EU hat ihre Position schon lange definiert und verschieden Varianten vorgeschlagen. Wir haben dagegen mehr als eineinhalb Jahre darauf gewartet, dass IHR Land eine Position findet! Und selbst jetzt droht diese Position Sie täglich den Kopf zu kosten.
Genau so ist es, die EU hat alles auf den Tisch gelegt und Frau May fordert immer mehr, obwohl sie inzwischen wissen sollte, daß es nicht mehr geben wird,

die britische PM hat jedoch in den eigenen Reihen die Hardcorebrexiters um B. Johnson und den rechten Flügel der Tories im Genick, die von Anfang jegliche vertragliche Vereinbarung mit der EU ablehnen und dies wohl auch hinter dem Rücken von Downing Street 10 inzwischen wohl auch durchgesetzt haben,

Frau May macht also jetzt nur noch eine Alibimission, um der EU die alleinige Schuld am vertragslosen Brexit geben zu können, dann wird Frau May zurücktreten und ihren Lebensabend wie viele andere Engländer an den sonnigen Küsten von Frankreich, Portugal oder Spanien genießen, also in der EU.

Beitrag melden
Seite 9 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!