Forum: Politik
Brexit-Votum im Parlament: Konservative Europa-Freunde rechnen mit Mays Scheitern
AFP

Selbst wenn Premier May einen Deal mit Brüssel hinbekommt, droht zu Hause Ungemach: Neben Hardlinern erwarten auch EU-freundliche Tories ein Nein im britischen Parlament. Der Ruf nach einem neuen Referendum wird lauter.

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der-junge-scharwenka 12.11.2018, 14:30
60.

Zitat von Mr T
Warum gibt es dann bei Meinungsumfragen kaum etwas geaendert? Ganz so dumm, wie es hier dargestellt wrd, sind die Brexitwaehler (oder wie in Beitraegen zu lesenb der Poebel) doch auch nicht.
Mr. T., was das mögliche Gleichbleiben der Ergebnisse neuer Meinungsumfragen angeht, ist die Erklärung ganz einfach: Es ist der Unterschied zwischen Dick und Doof. Der Dicke kann abnehmen. Aber was kann der Doofe? Eben.

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111ich111 12.11.2018, 14:39
61. Nicht nur viele Foristen hier,

Zitat von rainer goetzendorf
Ich verstehe die Welt nicht mehr ,warum sich so wenige Kommentatoren in diesem Forum für einen Verbleib von GB in der EU aussprechen. Es wird ein historischer Fehler sein, die Briten aus der EU rauszudrängen. Hey Britains I beg you: stay in!
sondern zunächst fast die gesamte EU war zunächst dafür, dass GB den "Exit" irgendwie rückgängig macht oder abfedert. Seitdem ist aber viel Zeit vergangen und durch das Verhalten von GB hat es sich unweigerlich ergeben, dass sich der Wind doch sehr stark gegen GB gedreht hat. Deshalb meine Frage: Auf welcher abgelegenen Insel waren Sie die letzten Monate?

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ichliebeeuchdochalle 12.11.2018, 14:54
62.

Zitat von kumi-ori
Es mag ja tatsächlich so sein, dass dem Ergebnis des Referendums eine bindende Wirkung zugeschrieben wird und das Vereinigte Königreich tatsächlich aus der EU austreten muss. Was ich aber überhaupt nicht verstehe, ist, dass der Brexit formal eingeläutet wurde, bevor die Verhandlungen mit der EU abgeschlossen waren. Das ist, als ob man seine Wohnung kündigen würde und noch nicht weiß, ob man am Ende der Kündigungsfrist etwas Neues hat. Warum hat Theresaa May nicht zuerst mit der EU die Austrittsmodi und die Anschlussbeziehung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich vereinbart und dann erst den Wecker gestellt?
Der Ablauf ist in Art. 50 festgelegt. Ihre Variante wäre eine "Erpresser-Variante" zugunsten des Austrittswilligen. Das Verhandeln um einen "Anschlußvertrag" ist ein Entgegenkommen der verbleibenden Mitglieder gegenüber dem Austrittsland. Quasi der Ausdruck, eine "gütliche Scheidung" zu wollen.

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Ezechiel 12.11.2018, 14:54
63.

Zitat von spon-facebook-10000420664
Vor einigen Monaten hätte ich mir gewünscht das das UK in der EU bleibt. Seitdem hat sich meine Meinung grundlegend geändert und ich wünsche mir das sie so schnell wie möglich austreten (und dies ohne irgendwelche Extrawürste)....
Das geht mir ebenso. Denn ich befürchte wenn GB in der EU bleibt wird jegliche vernünftige Politik blockiert, wenn nicht wieder neue Extras für GB dabei heraus springen.

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ichliebeeuchdochalle 12.11.2018, 14:56
64.

Zitat von kenpegg
Ganz einfach. Die EU (Barnier) bestand darauf erst Artikel 50 auslösen und dann verhandeln.
Doch zu schwierig für viele. Art. 50 legt das Prozedere fest. Einfach mal lesen ... falls eine Hilfe nötig ist, Art. 50 zu verstehen ... auch einfach hier nachfragen.

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ichliebeeuchdochalle 12.11.2018, 15:01
65.

Zitat von rainer goetzendorf
1) ... warum sich so wenige Kommentatoren in diesem Forum für einen Verbleib von GB in der EU aussprechen. 2) Es wird ein historischer Fehler sein, die Briten aus der EU rauszudrängen.
Das liegt am Verhalten der Briten ... der Regierung, den Parlamentariern, einem Teil der Bevölkerung. Auf einen Nenner gebracht: Die letzten fast 2 Jahre haben den Kontinentlern die Augen geöffnet, daß die Briten keine echten, keine guten Freunde sind. Wer sich die zu einer Familienfeier ins Haus holt, handelt sich nur Ärger ein.

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Ezechiel 12.11.2018, 15:05
66. Na mal langsam.....

Zitat von Cluedo
Das ist die typische patzige Reaktion von.... Leuten, die eine unverbindliche Volksbefragung zu einer gerade aktuellen politischen Frage (mehr war das sogenannte Referendum von 2016 rechtlich nicht) zu einem sogenannten "Volkswillen" umstilisieren, weil das Ergebnis - zufällig - ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Dann werden neue Entwicklungen und Erkenntnisse eben mit dem verbalen Holzhammer weggebügelt und den Anders- und Umdenkenden wird jede kritische Äußerung dazu verboten, weil sie den "Volkswillen" nicht vorbehaltlos als der Weisheit letzten Schluss begreifen wollen - "Unbefugtes Weiterdenken ist strengstens untersagt". Und so kommt es dann zu der völlig unsinnigen Position, dass eine neue demokratische Abstimmung als "undemokratisch" abgetan wird. Erklären Sie doch bitte, wieso eine neue demokratische Abstimmung dazu führt, dass "... viele Menschen den allerletzten Respekt vor der Demokratie verloren" haben könnten? Aus ihrer These spricht jedenfalls wenig "Respekt vor der Demokratie", sondern nur die Befürchtung, dass eine neue Abstimmung - mit mehr und besserer Information - einen anderen "Volkswillen" dokumentieren könnte. - Sie können beruhigt sein, denn das tut sie nicht. Keine Volksbefragung der Welt kann das - es gibt ihn nämlich gar nicht, den "Volkswillen". Aber Mehrheiten in bestimmten Fragen, die gibt es schon - nur ändern sie sich eben gelegentlich. Das ist Demokratie.
Ich bin auch der Meinung, dass ein neues Referendum das alte außer kraft setzen kann. Aber das erste Referendum war doch mehr als eine gewöhnliche Volksbefragung. Man konnte schon davon ausgehen, dass das Ergebnis politische Wirkung haben wird, sonst wäre es nicht abgehalten worden. Wenn die jungen Leute den Abstimmungstag lieber mit Freizeitaktivitäten verbringen als zur Abstimmung zu gehen, dürfen sie nachher nicht jammern.

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kuhndi 12.11.2018, 15:07
67. Was ist eine Demokratie? Eine Erklärung für deutsche Bürger

Eine typisch deutsche Reaktion wie Abstimmungsresultate anderer Länder, die einem nicht passen, kommentiert werden: Die Wähler wurden belogen, die Wähler haben die Sache nicht begriffen, die Stimmbeteilung war zu tief usw. usw. Es überrascht mich nicht, dass in einem Land wo der Bürger zu nichts aber auch zu gar nichts (EU Beitritt, Euro Einführung, Abschaltung Kernkraf usw. usw.) befragt wird (aus Neid?) so reagiert. Es ist eben ein Unterschied, ob man als Wähler zu Sachfragen abstimmen kann, oder eben nur wie in Deutschland einmal in vier Jahren eine Partei wählen kann. Wenn ich als Ausländer die derzeitige Situation in Deutschland mit gleichen Argumenten beurteile würde, so tönte das etwa so: In De wählen ein paar wenige (keine 10%) den neuen CDU Vorsitzenden und damit faktisch den künftigen Kanzler! Die Vorbereitungen dafür, schauen sich Sendungen an wie Anne Will oder Maischberger, erinnern eher an Anlässse wie Deutschland sucht den Superstar. Da geht es nur darum, mit welcher Taktik welcher Kandidat die meisten Stimmen holt, zu welchem Zeitpunkt er wo was sagen soll. Armes Deutschland. Und bevor sie mich in der Luft zerreissen: Am 24.11.18 stimmen wir in der Schweiz Kt. BL) über sechs Sachvorlagen ab: staatliche Unterstützung an Krankenversicherungsbeiträge, Neuorganisation der kantonalen Gerichtbarkeit, Änderung der Besteuerung von Wohneigentum, Selbstbestimmungsinitative, dürfen IV Bezüger unter bestimmten Voraussetzungen überwacht werden und zuletzt: Sollen Bauern die ihren Kühen die Hörner belassen speziell subventioniert werden. JETZT MöGEN SIE LACHEN. Aber ich sage lieber das, als alle vier Jahre siehe oben!
Also lasst die Engländer aus der EU austreten ohne Schadenfreude über vielleicht einige finanzielle Verschlechterungen. Und solange abstimmen bis ein genehmes Resultat herausschaut geht schon gar nicht.

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alois.busch 12.11.2018, 15:11
68. Der Brexit ist doch gut

Der Brexit ist doch gut für die Britten, am Anfang Schwer dann jedoch gut. Denn in der EU gibt es nur Probleme, der EURO ist eine fehl Konstruktion und wird scheitern. Die großen Probleme mit Italien und auch Griechenland werden die EU sprengen, denn auch naiven deutschen Zahlmeister werden dies nicht stemmen können. Ohne den Euro hätte die EU noch eine Zukunft, aber nicht so.

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tucson58 12.11.2018, 15:11
69.

Zitat von stevie25
2016 erfolgte die Zustimmung zum Brexit aufgrund des Versprechens, dass es keine Verschlechterungen für GB geben wird. 2 Jahre nach dem Referendum zeigt sich, dass jeder Deal schlechter sein wird als die bestehende EU Mitgliedschaft. Was spricht dagegen, über die bestehenden Optionen das Volk abstimmen zu lassen ?
Das Volk sollte sich vor einer solchen Entscheidung, lieber umfangreicher informieren und sich nicht nur auf das Populisten Geschwätz verlassen . Es ist doch völliger Unsinn erst das Volk wählen zu lassen , dann stellt man fest es ist doch nicht so gut , dann lässt man es wieder wählen usw...

Das Volk sollte auch einmal begreifen , das Volksentscheide nicht immer das gelbe vom Ei sind und das die Politiker und Regierungen, wenn man sie auch nicht mag, oder nicht immer ihrer Meinung ist , am Ende bei solchen komplexen Themen wie einen EU Austritt doch kompetenter sind und über mehr Hintergrundwissen verfügen, als der einzelne Bürger und somit in so einem Fall eben nur das Parlament zu entscheiden hat . Hätte man das auch bei den Briten so gehandhabt wäre es gar nicht zu dem Brexit gekommen

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