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Brexit-Votum: Johnson spielt auf Zeit
DPA

Nach dem Brexit-Votum berät Europa über die Folgen. Boris Johnson, der als nächster britischer Premier gehandelt wird, gibt sich gelassen. Sein Land habe keine Eile. Der Konservative verspricht weiter Privilegien - auch ohne EU.

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spon-facebook-10000211648 27.06.2016, 09:38
10.

Man sollte den Briten Zeit geben. Zeit, es sich doch noch einmal zu überlegen. Denn auch die größten Befürworter des Brexit müssen doch akzeptieren, dass die meisten jungen Wähler in der EU bleiben wollen. Sie müssen akzeptieren, dass Schottland und NordIrland mehrheitlich für einen Verbleib gestimmt haben. Was ist denn GB ohne Nordirland und Schottland? Ein Zwergenstaat, wenn auch ein etwas größerer!

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ThinkItOver 27.06.2016, 09:38
11. Da braucht einer erstmal einen Masterplan ...

... allerdings zu "versprechen", alles werde jetzt nocht besser ... ist vielleicht nur "das Pfeifen im Wald" eines Mannes, der wie viele Rebellen vor ihm, nur den Sieg aber nie das Danach im Auge hatte.

Auf Zeit zu spielen ist gegenüber der EU eine Respektlosigkeit. Die Verhandlungen werden sich ohnehin als Neuland, kompliziert und mühsam erweisen. Also am besten zügig damit anfangen, damit das Ganze nicht zu einem Schrecken ohne Ende wird.

Der Brexit muss als erste Konsequenz haben, keine einzige weitere Extrawurst mehr für die Briten. Schaden hat der Austritt schon erzeugt. Die letzte Rosine ist gepickt. Sie müssen jetzt lernen, mit ihrer Entscheidung zu leben, oder sie kurzfristig noch zu ändern. Noch sind die Türen nicht zugeworfen.

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l.augenstein 27.06.2016, 09:38
12. Sollte die EU...

jetzt wirklich so blöde sein und UK weiterhin Privilegien und Sonderrechte einräumen, käme das einer Einladung an alle anderen Mitgliedstaaten gleich, ebenfalls auszusteigen.
Privilegien weiterhin beanspruchen, aber keinen Beitrag zum Gelingen beizutragen ist der Witz und die Unverschämtheit schlechthin.

Wenn die EU das Spiel mitspielt, bin ich auch schön langsam für einen DeXit.

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doutdes 27.06.2016, 09:38
13. Populistische Maulhelden

Ihr Markenkern ist es Feuer zu legen ,um sich die Hände daran zu erwärmen. Bei einem dann entstandenen Flächenbrand Verantwortung zu übernehmen ,ist nicht ihr Ding .

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rosenrot367 27.06.2016, 09:39
14. Richtig

Boris Johnson macht das schon richtig. Da können die Herren aus Brüssel vor Wut schäumen - die Briten lassen sich Zeit um ihr Land für die Zukunft ohne EU vorzubereiten. Das geht nicht so hoppladihopp sondern braucht Zeit. Und wieso hat es die EU auf einmal so eilig? Rache ist kein guter Ratgeber....

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ttvtt 27.06.2016, 09:39
15. Handel

Natürlich wird der Handel zwischen EU Staaten und dem VK weiter gehen. Nur wenn die Briten irgendwas in der EU verkaufen wollen, müssen sie sich an den EU Standards halten. Die Regeln für den Handel wird damit von der EU bestimmt und die Briten müssen mitmachen, ob sie wollen oder nicht. Mit dem Ausscheiden werden internationale Konzerne ihre Zentralen von England in die EU verlegen. Dazu werden viele Finanzgeschäfte nun in die EU verlegt werden. Auch internationale Investitionen werden in England nicht mehr vorgenommen, da man z.B. im EU-Land Polen bedeutend günstiger produzieren kann. Das Vereinigte Königreich hat also nichts gewonnen, nur seine Schlüssel"industrie" geschwächt. Man hat doch seinerzeit in Griechenland gesehen, was eine Volksabstimmung bringt: Wenn das Volks abstimmt, wird es am Ende immer teurer für das Volk.

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mr-mucki 27.06.2016, 09:40
16. An Johnson und andere Populisten

Johnson und alle anderen Populisten in GB, NL, FRA, BRD usw haben und tun dies noch stets ihre Waehler belogen, was die Folgen eines Austrittes aus der EU angeht. Die Fakten waren und sind dermassen klar, welche wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Folgen ein Austritt haben kann und wird.

Nun sich hinzustellen und zu sagen, es wuerde weiter zugang zum Binnenmarkt geben, ist mehr als unverschaemmt.
Johnson muss PM werden, um seinem Volk klar zu machen, was es heisst, Populisten zu waehlen.
Schottland wird ein Referendum bekommen und aus GB aussteigen. Nord Irland wird folgen. Wales wird keine Subventionen mehr aus Bruessel bekommen und die City wird viele Arbeitsplaetze Richtung Frankfurt verlieren.

Und an alle AFD Waehler: Lasst euch das eine Lehre sein. Sachverhalte sind heute viel komplexer und simple Antworten koennen darauf nicht gegeben werden.

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karend 27.06.2016, 09:40
17. .

"Auch Frankreich will eine schnelle Scheidung - anders als Polen."

Merkel hat es ebenfalls nicht eilig. Vielleicht setzt sich Frankreich erneut gegen Merkel durch –in diesem Fall wäre es m. E. sogar angebracht.

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archi47 27.06.2016, 09:42
18. überlange Brandwache geplant?

Sozusagen den Sack weiterhin an 6 Zipfeln halten und mitnehmen was nur irgendwie geht. So kommt mir das Verhalten der Brexitler vor.
Aber, um im Bild zu bleiben, das Feuer im Status quo vor sich hinkokeln zu lassen, dürfte beiden Seiten nicht bekommen.
Entweder es kommt irritierenderweise der Exit vom Brexit per neuer Volksabstimmung, dann aber sofort
- oder die Abstimmung gilt definiv (was man ja voraussetzen müßte - es wäre ja sonst ein Operetten-GB), dann sofortiger Vollzug der Verhandlungen, damit alle wissen, auf welchen Inhalte man sich einzustellen hat.
Die dritte Alternative wäre bei Nichteinigung, dann das bedingungslose, sang- und klanglose Ausscheiden nach 2 Jahren. Auch eine Option, die Schottland und Nordirland befähigen würde, sich zwischenzeitlich von GB zu trennen und der EU eigenständig beizutreten.

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Kamillo 27.06.2016, 09:43
19.

Zitat von wolleb
Einer der vielen Konstruktionsfehler der EU. Ein Land kann austreten, aber die EU kann keins rauswerfen.
Ja, das fehlt, es sollten dann aber noch einige andere Länder aus der EU rausgeworfen werden, Polen, Ungarn. Deren Regierungen sind definitiv EU-Feindlich eingestellt und sind nur deswegen noch drin, weil sie mehr Kohle von der EU bekommen als sie zahlen.

Für UK sollte man jetzt einfach mal die Mitgliedschaft für ein paar Jahre aussetzen, damit die Briten wieder zur Besinnung kommen. In der Zeit keine Sonderprivilegien, nichtmal das was Schweiz und Norwegen bekommen. Dann sollen sie nochmal ein Referendum machen.

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