Forum: Politik
Brexit-Votum: Johnson spielt auf Zeit
DPA

Nach dem Brexit-Votum berät Europa über die Folgen. Boris Johnson, der als nächster britischer Premier gehandelt wird, gibt sich gelassen. Sein Land habe keine Eile. Der Konservative verspricht weiter Privilegien - auch ohne EU.

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RRR79 27.06.2016, 12:28
370. So ernst

So ernst war es dann wohl doch nicht mit dem Austrittswünschen - die große Emotionalität und das große Engagement war dann eher eine Eintagsfliege?

Naja, dann bleibt noch mehr als genug Zeit für Deutschland und die EU um Uk wirtschaftlich komplett zu vernichten. Den Brexit Befürwortern konnte es ja vor dem Referendum nicht schnell genug gehen, weil die EU nach deren Meinung die Eroberung der Insel vorhatte.

Für mich ist es offensichtlich, dass die Austrittskampagne vor allem von Hedgefondsmanager und der Milliardärfreunden des ehemalige Rohstoffhändlers Nigel Farage finanziert wurde, um im Chaos finanziell unvorstellbare Summe mit ihren Schattenfonds zu erschleichen.
Alles ein abgekartetes Spiel. Dumme und Einfältige vor den Karren spannen und die sorgen dann mit im Lynchmob-Stil dafür dass für das umregulierte Schatten-Kapital im Hintergrund entschieden wird.

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fliese1 27.06.2016, 12:28
371. Na warten

Zitat von turbomix
Werden sie nicht. Dieses Spielchen der Briten wird die EU und besonders Juncker und Schulz nicht mitmachen. Außerdem könnte die EU eine Initiative ergreifen, um die Briten rauszuwerfen!
wir mal ab. Alles ist doch im Moment nur Spekulation. Ich behaupte mal man wird sich schnell einigen. Oder glaubt einer ernsthaft Banken und Konzerne lassen sich den Profit entgehen? Zur Not gibt's mal wieder ein Frühstück im Kanzleramt. Junker und Schulz haben da gar nichts zu melden. Das Kapital wird sich schneller einig wie manche hier denken.

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jowitt 27.06.2016, 12:29
372. @rambazamba1968

Zitat von rambazamba1968
Brüssel will Politik für die EU-Bürger machen. Dann muss jetzt GB wirtschaftlich bekämpft werden. Zölle, Freizügigkeit wird eingeschränkt und Visumsgebühren müssen für Briten richtig hoch angesetzt werden. Wenn die Briten das nicht wollen, dann müsssen Sie bis morgen Austrittsabsicht erklären, die EU-Bedingungen akzeptieren wie auch immer sie sind, um weiter den EU-Binnenmarkt zu nutzen. Zu dem jedes Jahr eine Einmalzahlung von 100 Milliarden für die Nutzung des EU-Binnenmarkts. Ach, ich vergaß. Brüssel wird von Lobbyisten gelenkt, die gerne weiterhin die Freihandelszone haben möchten. Es ist das Ende der EU, wenn Brüssel jetzt nicht hart reagiert.
Das ist doch nun wirklich Unsinn. Noch ist GB in der EU, hat also auch alle Pflichten und Rechte der mitgliedschaft. So einfach ist das.

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mhwse 27.06.2016, 12:29
373. da beisst Sie aber die Komplexitätstheorie ganz schnell

Zitat von romeo_mike
Mit 0,06 % des Volkseinkommens hält sich der Schweizer Beitrag für die EU in einem ziemlich bescheidenen Rahmen. Und solange die EU-"Spezialisten" nicht plötzlich beschliessen dass eine Minute.......
1:1 funktioniert das gut ab 5:5 wird es schon schwer.
So werden Entwicklerteams aus diesem Grund mit maximal 7 (besser 5) Personen, wegen Urlaub etc. besetzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Scrum
In der Praxis wird es daher scheitern, viele Schweizen zu haben. (30-40 Schweizen .. unmöglich.)
Weimar ist aus diesem Grund gescheitert.

Nicht weil man nicht wollte oder konnte, sondern schlicht weil es mathematisch nicht geht.
(8-10 Stunden je Tag + Wochenende, Urlaub, Krankentage, setzen der Echtzeit Entscheidung Grenzen. Es muss ja in einer vorgegebenen Zeit umgesetzt werden um dem Volk zu dienen.. )
In soweit hatten die Radikalen dann leider Recht.
Demokratie braucht aus dieser Sicht immer ein bisschen Diktatur. (Eine Sprungmarke ab der dann Entscheidungen verbindlich sind.)
daher wären auf lange Sicht von allen zu ratifizierende EU Behörden (denen dann in einem Staatsakt die Kontrolle endgültig übergeben wird) vermutlich
unumgänglich, wenn es weitergehen soll.

An diesem Punkt sind wir im Augenblick.

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Roßtäuscher 27.06.2016, 12:30
374. Wäre ich Brite, Johnson bekäme als Geisterfahrer keine Stimme

Dieses Brexit-Theater von Johnson, in Kooperation mit Farage angezettelt (?), erinnert sehr stark an die Aufzüge der Griechen von der Syriza, in Gestalt von Varoufakis und Tsipras in seinen Anfängen um 230 Mrd. € geschenkte Kredite. Als beide Schäuble beleidigten und narrten. Der Finanzenversteher Varoufakis wurde aus der Partei entfernt. Tsipras ist mittlerweile handzahm, ob er mit Schäuble als befreundet gilt, ist nicht bekannt. Nur die Hinterfrager von Springer wollen herausgefunden haben, der Varoufakis war bei seinem Professor kein Ruhmesblatt.
Zurück zum Briten-Theater: wie will die EU diese Politiker dazu bringen, sofort bis Dienstag, den 28.06.2016 ihren EU-Austritt schriftlich einzureichen?
Es liegt offensichtlich auf der Hand, diese Neuerscheinung auf der Polit-Bühne will gar nicht austreten, sie wollen neue Konditionen - wie die Blutsauger um ihre Galionsfigur Margret Thatcher. Ist es nicht merkwürdig, diese Querelen haben wir ursächlich dem Kanzler Kohl zu verdanken. Auch dias von ihm genannte "Mädschen".
Seit Kohl funktioniert überhaupt nichts mehr.

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viktor koss 27.06.2016, 12:30
375. Statt zu jammern, ist die Zeit für die Reformen überfällig...

...€-Gruppe soll entschlossen die Reformen vorbereiten und durch diesen Prozess entscheiden was für eine Zukunft Euro und EU wählen will.
IWF-Chefin Lagarde: Märkte haben Brexit-Votum "erheblich unterschätzt"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brexit-laut-christine-lagarde-unterschaetzten-maerkte-das-votum-a-1099928.html

Im Gegenteil, nicht die Märkte haben sich verzokt, sondern die Politik versagt durch tatenlose Gefolgschaft einem System in dem sie nichts mehr zu sagen hat und das selbst im gegenwärtigen Zustand die Krisen auf dem Laufband liefern muss.

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dieter-ploetze 27.06.2016, 12:31
376. eine innere angelegenheit von GB

wann nun der artikel 50 gezogen wird,ist eine rein
innere angelegenheit von GB,da dieser volksentscheid
juristisch nicht bindend ist.da scheinen schulz und
juncker noch immer zu meinen,sie koennten in alter
EUgewohnheit den briten vorschriften machen.

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skeptikerjörg 27.06.2016, 12:32
377. Was kann die EU (nicht)?

In vielen Beiträgen lese ich, "die EU müsste jetzt", "die EU sollte die und jenes ändern, erneuern" usw. Prinzipiell gebe ich den meisten Recht, aber die EU als EU kann nichts davon, denn es sind die 28 nationalen Regierungen und Parlamente, weil sie zu allem ihre Zustimmung geben müssten. Die Verträge von Maastricht, Nizza und Lissabon sind so komplex, so kompliziert, teilweise so vage oder sogar widersinnig, weil sie der Kompromiss zwischen den Teilnehmerstaaten sind und Staaten in der Regel nur das unterschreiben, was ihnen Vorteile oder zumindest keine gefühlten Nachteile bringt. Deshalb ist die Stimme Maltas gemessen an Bevölkerung und Wirtschaftskraft eben 40mal mehr wert, als die Deutschlands und Frankreichs, deshalb kann man keinen Staat, der sich in der Flüchtlingsfrage absolut unsolidarisch zeigt, von den Fördertöpfen abschneiden und die Mittel umlenken, er müsste nämlich selbst zustimmen. Und die notwendigen Regelungen, Vorschriften und Verfahren für eine substanzielle Verbesserung der EU zu erlangen ist wiederum die Zustimmung der 28 notwendig - ja, bis der Austritt vollzogen wäre auch die der Briten!
Und auch die Annahme, die Kommission sei die Macht innerhalb der EU, ist falsch. Die Macht liegt beim Rat! Und dort sitzen die Regierungschefs der 28, alternativ die Außen-, Wirtschafts-, Finanz-, Undsoweiter-Minister. Sie machen die Vorgaben, die die Kommission umzusetzen hat und die in manchen Fällen der Bestätigung durch das EU-Parlament bedürfen (z.B. TTIP oder Beitrittsverhandlungen oder Visaerleichterungen). Es ist naiv, anzunehmen, die nationalen Egoismen würden nun weniger dominieren.

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kladderadatsch 27.06.2016, 12:33
378. Boris wird nie Premier werden

Wie soll das gehen, wenn 47% der Briten ihn hassen?

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MiniDragon 27.06.2016, 12:33
379. Zuerst müssen die Austrittsverhandlungen

Zitat von t dog
Die Austrittsverhandlungen werden mindestens 5 Jahre dauern. EU Assozierungsverträge müssen in allen Bereichen neu aufgesetzt werden. Das braucht Zeit.
beginnen.

Und darüber, ob sie beginnen, müssen nun die englischen die britischen Volksvertreter noch entscheiden.

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