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Brexit-Votum: So gespalten ist Großbritannien
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Die Brexit-Abstimmung zeigt: Durch Großbritannien geht ein Riss. Nord gegen Süd, Jung gegen Alt, Arm gegen Reich. Die interaktive Wahlkarte.

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whistle-blower 24.06.2016, 09:53
10.

zu Punkt zwei Ihrer Analyse:
in London leben und arbeiten die Gewinner der EU Mitgliedschaft. Die Gewinner haben die Mietpreise in London so in die Höhe getrieben, dass sich ein öffentlicher Angestellte/r keine Wohnung dort mehr leisten kann. Nur diese Menschen gehören auch zur Gesellschaft. Hier in Frankfurt gibt es auch so eine Grenze: Die "Umweltzone" = der neue Limes. Grenze zwischen denen die sich noch neue Autos leisten können oder eben nicht mehr.
In den letzten Wochen habe ich nur Fragen an Vertreter der Buisiness schools, Wirtschaftsverbände usw mitbekommen. Eine Putzfrau wie zuletzt bei Herrn Gabriel nicht. Wir hier haben original die gleichen Probleme wie die Engländer. Einziger Unterschied hier ist vielleicht noch die Liebe zu Europa.

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egoneiermann 24.06.2016, 09:54
11.

Wurde das nach Mehrheitswahlrecht abgestimmt oder nach wirklichen Stimmen? Denn wenn es in England ein knappes Ja für den Austritt aber Schottland ein deutliches Nein gibt, dann ist das Ergebnis etwas seltsam.

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Westley 24.06.2016, 09:54
12. Ein Sieg für die Freiheit

Die Briten haben sich entschieden, sich nicht länger von Technokraten, die man nicht zur Rechenschaft ziehen kann, regulieren/regieren zu lassen. Das ist ein großer Gewinn für das UK und letztendlich für die gesamte westliche Welt.

Anstatt jetzt - wie viele Politiker - zu wettern, dass man die Briten hart bestrafen müsste, sollte das Selbstbestimmungsrecht der Völker respektiert werden. Was soll schlecht an einer Freihandelszone mit einem ansonsten souveränen Großbritannien sein?

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dingodog 24.06.2016, 09:57
13. Farage hat fast recht

Farage sieht das Referendum als "Independence Day" an. Er hat nicht unrecht. Es wird einmal als Anfang der Unabhängigkeit Englands angesehen werden. Die Karte mit den Abstimmungsergebnissen zeigt es ja, und bald werden die Engländer es einsehen, dass es sinnvoll ist, auf Schottland und Nordirland zu verzichten, speziell wenn jetzt die Wirtschaft massiv einbricht und Investitionen abgezogen werden und damit kein Geld mehr vorhanden ist, Nordirland und sicher auch Schottland zu subventionieren.

Ich hoffe nur, dass sich ein unabhängiges England mit seiner Hauptstadt London arrangiert. Ansonsten würde ich mich nicht wundern, wenn bald eine Londoner Unabhängigkeitsbewegung aufkommt, mit dem Ziel, eine Art Singapur Europas zu werden.

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opinio... 24.06.2016, 09:57
14. Systemfehler

Einfache Mehrheiten sind nicht angemessen für derartig weitreichende Entscheidungen.
Brexit hat eine andere Qualität als die Wahl eines Präsidente!

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chramb80 24.06.2016, 09:58
15. Wer?

Zitat von R.Kiesl
Die Demagogen in Großbritannien wie Johnson und Farage haben sich durchgesetzt und den Menschen ihr Zerrbild vermittelt.
Also welcher Premier hat den in den letzten Jahren immer über die EU gemosert? Und welcher Premier hat den (ohne Not) ein Referendum angesetzt? Welcher Premier hat sich den nun ordentlich verzockt?

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skr72 24.06.2016, 09:58
16. Migranten nach Britanien

Ich denke, das erste was die EU von den Brexitern verlangen sollte, ist dass diese sich bereit erklären müssen, dass sie 1 Mio Migranten aufnehmen, sonst gibt es keine Handelsverhandlungen mit der EU. Ich denke das wäre drin, denn diese haben ja keine Alternative zur EU. Endlich ein Blödmann gefunden!

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bollocks1 24.06.2016, 10:00
17. Merkel...

Zitat von R.Kiesl
Die Demagogen in Großbritannien wie Johnson und Farage haben sich durchgesetzt und den Menschen ihr Zerrbild vermittelt. Für die EU und vor allem die EU-Kommission wird es nun darauf ankommen, die richtigen Lehren daraus zu ziehen, die Demokratie wieder in den Vordergrund zu stellen und den Menschen zuzuhören. Ob das mit einem Steuervermeider an der Spitze und einer wirtschaftshörigen Kommission gelingen kann, ist allerdings fraglich. Boris Johnson kann man nur viel Spaß bei den Austrittsverhandlungen wünschen und beim Versuch, die Zukunft für UK ohne die EU zu managen. Einfach wird es sicher nicht, weil die Erpressungsmethoden der Vergangenheit unter Cameron nun nicht mehr greifen werden.
...mit ihrem unsäglichen Willkommensgesabbel, hat den beiden in die Hände gespielt.
Die Flüchtlingspolitik Merkels und der EU war der ausschlaggebende Punkt.

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gissian 24.06.2016, 10:00
18. Lieber ein Ende mit Schrecken.....

Noch nie ist das UK richtig in der EU gewesen. Ständige Extrawürste gehören jetzt hoffentlich der Vergangenheit an. Die EU soll nun mit harter Hand und mit deutlichen Worten den Austritt verhandeln. Es muss klar sein, dass es KEINE Rechte und keine Mitsprache in der EU gibt, wenn man nicht Mitglied ist.

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Friedhelm_Müller 24.06.2016, 10:03
19.

Zitat von Mondaugen
Mal wieder ein klares Bild: junge, gebildete Wähler entscheiden mit dem Kopf, älteres Prekariat mit dem Bauch. Die Briten schneiden sich ins eigene Fleisch, aber eigentlich waren sie nie Teil der EU (ständige Sonderlocken). Und In England lässt sich gut der Stadt-Land Gegensatz beobachten. London mit seiner jüngeren, gebildeteren und internationalen Bevölkerung spricht sich klar für einen Verbleib in der EU aus. Im Wahlbezirk City of London macht das Remain-Lager sogar mehr als drei Viertel der Stimmen aus.
"Junge gebildete Wähler" werden immer die sozial(istisch)ere Variante wählen - es geht Ihnen wirtschaftlich in aller Regel sehr gut.

Was die EU und viele nationale Regierungen seit Jahren versäumen ist, die Bürger abzuholen, die sich in Ihrer Existenz bedroht fühlen. Und da dieses Wählerpotential, welches sich auch in finanzieller Sicht nicht mehr vertreten sieht, immer größer wird (und da gehören mittlerweile Bezieher von überdurchschnittlichen Gehältern in einer süddeutschen Landeshauptstadt dazu), werden auch die Ergebnisse der Wahlen eindeutiger.

Das hat aber zuerst nichts mit Bildung zu tun, die Auswirkungen der mangelnden Bildung (sprich: geringeres Einkommen, weniger Sicherheit) sind der Knackpunkt...

MfG
fm

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