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Brexit-Wahlkampf: Die 350-Millionen-Lüge
REUTERS

Das Brexit-Lager in Großbritannien hat einen mächtigen Verbündeten: Mit dreisten Lügen schürt die Boulevardpresse die Empörung über die EU. Faktenchecker versuchen, die Mythen zu entzaubern.

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msvanessacheng 22.06.2016, 19:34
1.

110 Millionen pro Woche (!) SIND eine Horrosumme.

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joG 22.06.2016, 19:45
2. Hätten die politischen Klassen....

....der EU nicht so oft und brutal Dinge behauptet, wäre die EU nicht so populistisch begründet und gerechtfertigt worden, so würden die Menschen Vertrauen haben. Aber die sichtbare Not der Menschen in vielen Ländern der EU als Folge der früher fälschlich versprochenen Ergebnisse haben erreicht, dass selbst nach Wochen niemand den EUphilen glaubt.
Das ist ein verheerendes Urteil, das da gesprochen wird.

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Tolotos 22.06.2016, 19:45
3. Was ist eine Lüge?

Ist es eine Lüge, dass die EZB keine Staatenfinanzierung betreiben darf? Oder habe ich bloß das Urteil des BVGs nicht richtig verstanden?

Im Moment wird gesagt, dass ein Beitritt der Türkei nicht zur Debatte steht. Aber gilt das auch noch, wenn man sie ganz dringend zur Bewältigung der Flüchtlingskrise braucht? Sieht die EU nicht auch schon heute darüber hinweg, dass in einigen osteuropäischen Staaten Werte wie Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit mit Füßen getreten werden?

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romeov 22.06.2016, 19:48
4. Putzig

was ihre Redaktion so zusammensammelt, um den Brexit schwarz zumalen. Das hört in England eh niemand. Oder ist es vielleicht die eigene Angst, dass die Anlagemärkte in die Knie gehen und das Aktienpaket dann nur noch die Hälfte wert ist?

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Summermiller 22.06.2016, 19:49
5. Reisende soll man nicht aufhalten!

Ich gehe davon aus das nach dem Entscheid, egal ob dafür oder dagegen, die Welt weiter ihre Runden drehen wird.
Alle Schlaumeier, Politiker und Wirtschaftsexperten wollen doch immer neue Aufgaben und Ziele, also Bitte. Kopf anstrengen Lösungen kreieren und nicht immer spekulieren was könnte werden wenn.

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friedoline 22.06.2016, 20:01
6. Das mit dem Lügen ist so eine Sache...

Allmählich macht mich die einseitige Rhetorik gegenüber den Brexiters sauer!
Als ob Cameron, Osborne und Co eine lupenreine Politik machen und Corbyn nicht seit 1975 gegen die EU kämpfen würden...
Wie wäre es mit etwas Objektivität?

Zu den Zahlen: ja, der Briten-Rabatt. Klingt schön, nicht wahr?
Was leider immer wieder unterschlagen wird: es unterliegt nicht nur dem Willen der EU, ob und wann er gezahlt wird, er steht dem Land auch keinesfalls frei zur Verfügung!
Der "Rebate" muss zweckgebunden nach Maßgaben der EU verwendet werden. So fließen die britischen Zahlungen in Höhe des rebate zwar in britische Projekte, aber sie unterliegen nicht der britischen Kontrolle.
Wenn Johnson also sagt, dass UK wöchentlich 350 Millionen überweist und über dieses Geld keine Kontrolle mehr hat, sagt er die Wahrheit!
2) Dieses ganze Gestreite um Zahlen (brutto/netto, Migration, Steuern, NHS) ist eigentlich völlig belangloses Nebengeplänkel.
Das wirkliche Problem ist die Abgabe von Entscheidungsbefugnis Richtung Brüssel.
Mit unklarer Zukunftsperspektive. Siehe aktuell CETA: keine parlamentarische Mitbestimmung der Staaten mehr vorgesehen.
Das war nur ein Beispiel.
Jeder, der sich auf das Projekt EU einlässt, tut das unter der Bedingung "mit gefangen - mit gehangen".
Die Entscheidung über Mittelverwendung, Handelsverträge, Steuern, Zukunft des NHS, Verteidigung, Zuwanderung etc behalten die Briten nun einmal nur in nationaler Hand, wenn sie aussteigen.

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viceman 22.06.2016, 20:03
7. selbst wenn die zahl nicht stimmt,

evtl. hat man nur die zahlungen nach brüssel genommen -ohne die rückflüsse nach gb - dann stimmts wahrscheinlich wieder.
die brüsseler hassardeure und ihre deutschen anstifter wollen allen ernstes die türkei in die eu aufnehmen- das ist nun mal fakt. die versuche einen visafreienen reiseverkehr zu organisieren ist der erste schritt dorthin, das ist fakt. wäre ein etwas flexibler , europafreundlicher mensch an der macht, dann ...

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chlorid 22.06.2016, 20:08
8.

Zitat von msvanessacheng
110 Millionen pro Woche (!) SIND eine Horrosumme.
Sie scherzen! Das sind gerade mal 5,7 Mrd. € pro Jahr.

Schauen Sie sich im Vergleich dazu mal den Staatshaushalt von GB (Einnahmen) an. Z.B. hier:

http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=73

929 Mrd. US$! Dagegen sind die 5,7 Mrd. € ein Klacks. Die zusätzliche jährliche Neuverschuldung ist in den vergangenen Jahren um das zehn- bis zwanzigfache höher gewesen.

5,7 Mrd. € Mitgliedsbeitrag pro Jahr als Grund für einen Brexit zu nennen, ist einfach nur lächerlich.

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niamh 22.06.2016, 20:14
9.

Eines kann man nicht verleugnen - wir Briten bezahlen der EU mehr, als wir zurueckbekommen!

Das schon ist Grund genug, fuer Brexit zu waehlen, was ich morgen natuerlich tue.

Und was wir zurueckbekommt, wird von der EU entschieden und verteilt (oft fuer nutzlosen "projects", wo es rechlich die Gelegenheit fuer Selbstbereicherung, Korruption, und Geldmissbrauch gibt. Die wunderbare EU gibt riesige Subventionen zum Stier"kampf" Mafia, zum Beispiel. Warum berichtet Der Spiegel nicht darueber, statt uns auf grobe Weise zu beleidigen?

Keine Transparenz, keine Verantwortung, Korruption - das ist die EU. Wie Boris Johnson sagt, morgen hoffentlich werden wir fuer unseren "Independence Day" waehlen.

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