Forum: Politik
Brexit: Wer klug ist, bleibt

Die Briten stehen vor einer historischen Wahl: Entscheiden sie sich für einen Augenblick des Stolzes oder für eine gestaltete Zukunft? Wenn Großbritannien klug ist, bleibt es Mitglied der EU - weil es einsieht, dass es um die Zukunft des Westens geht.

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rm9 11.06.2016, 12:28
170. Get out

Also mal ernsthaft, was soll das ganze, wenn das Volk die EU ablehnt, dann ist das halt so. Im Artikel steht, dass GB dadurch in eine "Bedeutungslosigkeit" abrutscht, da sie im weltweiten Vergleich eben kein großes Empire mehr sind. Das ist reichlich absurd, wenn man bedenkt wie schwach die gemeinsame Außenpolitik der EU ist. Der Nucleus, der die EU am stärksten zusammenhält sind Politiker/Bürokraten/links ausgerichtete Medien. Fast die Hälfte des Volkes sieht das ganze mittlerweile als große Maschinerie, die abseits ihrer Lebensrealität steht. Dazu noch das GEfühl der Bevormundung und entdemokratisierung durch undurchsichtige Institutionen (90% aller Europäer wissen nicht wie das Regierungsystem der EU funktioniert). Ich befürworte den Brexit ausdrücklich, auf das sich endlich etwas ändert in diesemv erkrustetem System.

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curiosus_ 11.06.2016, 12:29
171. Da wundere ich aber gewaltig, warum ...

Zitat von marcaurel1957
1. die Europäische Union ist sehr gut demokratisch legitimiert und wir hatten nie soviel Freiheit wie heute. 2. Jedes Mitglied der Europäische Union ist selbstbestimmt und muss nur akzeptieren,mdass in einem Club gewisse Regeln einzuhalten sind. 3. wie es einem kleinen Land geht,kann man tatsächlich an der Schweiz sehen..sie springt über jedes Stöckchen,mdass die EU und vor allem die USA ihr hinhalten ....sie sind abhängig und sicher nicht selbst 4. natürlich werden die Briten auch in Zukunft die gleichen Produkte herstellen....nur wird man in Zukunft keinen Zugang mehr zum Binnenmarkt haben. Es sei denn, man hält sich an alle Regeln, die die Europäische Union dafür erlassen hat oder - ohne Mitsprach für Drittstaaten- erläßt. Dazu gehören natürlich auch alle Regulierungen! 5. Die Europäische Union hat diesen Kontinent zusammen wachsen lassen und dadurch Konflikte verhindert....das heut zwischen allen Ländern Freundschaft herrscht,mdass alle Lönder intensiv vernetzt sind, ist nicht der NATO, einem Instrument des kalten Kriegs, dass USA dominiert ist, zu verdanken
Da wundere ich aber gewaltig, warum ...


... die Britten überhaupt abstimmen wollen? Die Schweizer ums Verrecken nicht auch in die EU wollen?

Wie heißt es hier bei uns:

Guck i rom, guck i nom - lauter deppa om me rom!

Für nicht-Schwaben: Wohin ich auch blicke - ich sehe nur Deppen!

Nicht wahr?

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dochnichtentmündigt 11.06.2016, 12:31
172. ja, aber

Zitat von marcaurel1957
Wenn ich die hiesigen Kommentare lese, bin ich froh, dass Volksabstimmungen auf Bundesebene nach unserer Verfassung nicht möglich sind. In den allermeisten Fällen wären keine 10% der Wähler in der Lage oder interessiert sich ein ausreichndes Sachwissen anzueignen. Ich bin froh, dass unsere Gesetze in Parlamenten von Profis, die durch Expertenstäbe unterstützt werden gemacht werden. Das nennt man repräsentativ Demokratie!
Einerseits ist Ihre 10-Prozent-Theorie ...naja... jedenfalls fiktiv. Andererseits haben wir uns zu lange auf Parteien verlassen und insofern unsere Mündigkeit delegiert. Das funtionierte vielleicht noch in den 70ern, 80ern, aber das überholte Parteiensystem von heute ist diesbezüglich nicht mehr zuverlässig. Es werden vorwiegend (außerhalb von Stadträten, die sich vielleicht noch um Bürgerinteressen kümmern) Wirtschafts- bzw Lobbyinteressen vertreten. Ihre "Profis" und "Expertenstäbe" sind integriert in einem lobbyistische Netzwerk, das die repräsentative Demokratie NUTZ, mehr nicht.
(Auch, wenn es sicher immer doofe extreme Randgruppen geben wird, sollten Sie vielleicht nicht 90% der Beölkerung unterschätzen.)

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paulão 11.06.2016, 12:33
173. Eine EU2 gründen?

Zitat von kostolanys
Wenn die Briten den Wert der EU nicht erkennen, sollen sie doch gehen - und am besten Polen und Ungarn gleich mitnehmen. Wir dagegen sollten uns auf die gemeinsamen Grundwerte neu besinnen und eine neue EU2.0 Gründen, der nur F, D, NL, B, LUX, ES, Portugal, I, A angehören. DK und S auch gerne, aber nur, wenn sie gleichzeitig dem Euro-Verbund angehören wollen.
Eine EU2 gründen? Um Gottes Willen NEIN! Nummer 1 hat schon genug Schaden angerichtet. Die einzige Alternative ist eine lückenlose Auflösung der EU. Somit kann jedes Land seine Souveränität wiedererlangen die ihr durch Betrug und Chantage durch die leitenden Politker beim Eintritt in die EU abhanden gekommen ist. Dann könnten sich die nationalen Verantwortlichen nicht mehr hinter "Brüssel" verstecken sondern müssten ihren Wählern direkt Rechenschaft ablegen. Die Auflösung der "eu" verhindert ja keine bi- oder multilaterale Abkommen zu gemeinsamen Projekten (im allerschlimmsten Falle unter der Form einer E-Föderation). Ceterum censeo "unionem" esse delendam.

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Spiegel-Reader 11.06.2016, 12:35
174. Wer braucht die EU? Spiegel versucht die Meinungsmache...

...leider mehr und mehr, und ich werde mich wohl nach einem seriösen Magazin umschauen müssen. Wenn ein Thema hochgekocht werden soll, bekommt man 5 Artikel zum Thema auf die Hauptseite. Das hat mittlerweile echt Bild-Niveau. Gratulation.
Und was die Briten angeht: Ich bin für Europa, aber nicht so wie es jetzt ist. Die Deutschen machen es nicht gut und die Briten noch weniger. Cameron hatte eine tolle Chance bei den Nachverhandlungen zu zeigen, wo er wirklich hin will und wie wir Europa stärken und gemeinsam besser machen können. Stattdessen schlägt er ein paar weitere Kleinigkeiten für die Insel raus. David, ist das alles wofür es sich lohnt in der EU zu bleiben?
Sagt einfach, wir scheißen auf ganzen Vorteile und wollen sie nicht mehr, aber wir wollen, dass die EU für alle funktioniert und wir uns gemeinsam den Arsch dafür aufreißen! Von mir aus gerne auch erstmal wieder mit Frankreich, Deutschland und Benelux - aber dann bitte schön zu 100%!!!
Danach dürfen dann alle wieder anklopfen, die erstmal ihr Süppchen weiter alleine kochen wollen.
So wie es derzeit ist, braucht die EU die Briten nicht und die Briten brauchen die EU auch nicht. Ihr habt die Chance euch zu entscheiden, dann tut es. Aber hört dabei nicht auf die mittelmäßige Meinungsmache eines deutschen Magazins, dann könnt ihr auch gleich The Sun lesen.

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rime78 11.06.2016, 12:35
175.

Reflexartige Drohgebärden und Schwarzmalerei bei Austrittsgedanken – das ist die Antwort der Technokraten in Brüssel. Die Überregulierung durch genormte Vorschriften hat dieses Konstrukt zur Zwangsjacke für die meisten Mitglieder gemacht, wer ausreissen will, wird kurzerhand für verrückt erklärt. Die Bevormundung der Griechen zeigt doch auf, um was es geht: Konstruierte Einheit auf allen Ebenen – egal, wie hoch der Preis.

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marcaurel1957 11.06.2016, 12:36
176.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Aber nicht in dieser EU. Die undemokratisch ist und zu eigenständig agiert. Aber man weiss ja auch dass eine demokratische Absegnung dieser EU nie funktionieren würde. Weil inzwischen niemand mehr dieses Konzept mitträgt. Kleiner,schlagkräftiger und nur das absolut notwendige harmonisieren.
Dümliche Behauptungen, die ganz eindeutig den Tatsachen zuwiderlaufen sind kein Arguement.

Durch die Wahl des Europaparlaments und durch den Europäischen Rat ist die Europäische Union sehr gut demokratisch legitimiert.

Bislang wurde leider weniger als das Abitur notwendige Harmonisiert.

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kuschl 11.06.2016, 12:36
177. Erziehungsjournalismus vom Feinsten

Jetzt werden ja die gleichen Geschütze, wie gegen die AfD aufgefahren. Sind Sie hässlich und doof, wählen Sie Brexit, wie hier AfD oder sind Sie klug und schön, wählen Sie den Verbleib in der EU oder Links/Grün. So einfach ist das. Welches war noch die Partei mit den meisten Studienabbrechern?

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marcaurel1957 11.06.2016, 12:40
178.

Zitat von freiheitimherzen
Sehr geehrter tmhamacher1, leider übersehen Sie, daß USA bei weitem nicht das gleiche ist wie USE. Die USA sind ein weitgehend homogener Raum in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft, Normen und Wertvorstellungen. Davon ist Europa Welten entfernt. Eine USE wäre nur die Vorführung einer von Wirtschaftslobbyisten gesteuerten Politikerdiktatur. Das will niemand. Und deshalb ist der Breit wahrscheinlich das Beste, was Europa passieren kann. Viele Grüße
Europa ist sogar wesentlich homogener als die USA....vergleichen Sie mal die Neuenglandstaaten und die Südstaaten...oder Kentucky und Kalifornien!

Ich will die United Nations of Europe...als demokratsiche höchste Ebene in einem von Regionen bestimmten Kontinent.

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mistersteve 11.06.2016, 12:42
179. Clever??

Ach Leute ... Da schreibt ihr jetzt schon die Aufmachertitel auch auf Englisch (ist es schon so schicksalshaft??), um vielleicht noch ein paar mehr auf der Insel zu erreichen ... Aber SO???
Britain und "it"? Wenn ihr von einem Land redet, dann sprecht ihr die Bewohner dieses Landes an - ein "it"-Neutrum ("es") wäre da ziemlich schlechter Stil. Also "The British" und "they". Und "klug" in diesem Sinn gleich "clever"? Hoffentlich nicht. Treffender wäre in DIESEM Kontext "wise".
Da schmunzeln die Briten doch bestenfalls, wenn sie das lesen, und schlimmstenfalls spotten sie "Seht ihr, nicht mal die weltweite Lingua Franca können sie richtig - sogar nach all den Jahren."

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