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Brexit-Wirren: Corbyn sucht Verbündete gegen Johnson
WILL OLIVER/EPA-EFE/REX

Die britische Opposition versucht mit aller Macht, einen No-Deal-Brexit zu verhindern. Labour-Chef Corbyn plant deshalb einen Misstrauensantrag gegen Premier Johnson. Ziel: Neuwahlen noch vor dem EU-Austritt.

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EiligeIntuition 27.08.2019, 20:16
110. Unabhängig davon, dass es mich wirklich einmal interessieren würde,

Zitat von adal_
Ich habe eher den Eindruck, die britischen Wähler sind ungehalten über die Farce, die das britische Unterhaus mit dem Brexit-Votum veranstaltet. Wie sonst erklären Sie sich das Wahlergebnis bei der britischen Europawahl? Brexit LibDem Labour Green Tories 30,5%---19,6%---13,7%---11,8%--8,8%
woher Sie immer Ihre seltsamen - zudem unvollständigen - krummen Zahlen beziehen und ich es für das Minimum an Respekt und Höflichkeit anderen Disputaten gegenüber halte, die entsprechenden Quellen offenzulegen, ist doch wohl jegliche Frage zum Wahlverhalten im UK bei der Europa-Wahl müßig.

Was sollte sich denn an den nach wie vor prekären Mehrheitsverhältnissen - bis heute - verändert haben?

Da ist niemand "ungehalten". Alle haben so gewählt wie erwartet: Patt.

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adal_ 27.08.2019, 20:54
111. Zeh

Zitat von EiligeIntuition
woher Sie immer Ihre seltsamen - zudem unvollständigen - krummen Zahlen beziehen und ich es für das Minimum an Respekt und Höflichkeit anderen Disputaten gegenüber halte, die entsprechenden Quellen offenzulegen, ist doch wohl jegliche Frage zum Wahlverhalten im UK bei der Europa-Wahl müßig. Was sollte sich denn an den nach wie vor prekären Mehrheitsverhältnissen - bis heute - verändert haben? Da ist niemand "ungehalten". Alle haben so gewählt wie erwartet: Patt.
"Seltsam", "krumm", "Minimum an Respekt und Höflichkeit".
Sie nehmen irgendetwas persönlich. Wenn man nur wüsste was?

Bei der Europawahl haben die zwei Parteien die meisten Stimmen gewonnen, die zum Brexit eine eindeutige Position einnehmen: Die Brexit Party von Nigel Farage, die im britischen Parlament (noch) nicht vertreten ist und die Liberaldemokraten, die im britischen Parlament (auch nach den jüngsten Umfragen) eher am Katzentisch sitzen.
Daraus schlussfolgere ich: Der britische Wähler mag die Brexit-Eiertänze der zwei großen Parteien nicht. Was schlussfolgern Sie daraus, abgesehen davon, dass Sie sich vermutlich schon wieder auf den Zeh getreten fühlen, weil jemand Ihre Meinung nicht teilt? :-)

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adal_ 27.08.2019, 21:20
112. Pst!

Zitat von EiligeIntuition
Unabhängig davon, dass es mich wirklich einmal interessieren würde, woher Sie immer Ihre seltsamen - zudem unvollständigen - krummen Zahlen beziehen und ich es für das Minimum an Respekt und Höflichkeit anderen Disputaten gegenüber halte, die entsprechenden Quellen offenzulegen....
Sorry, die Quellen lege ich nicht offen. Die Ergebnisse der britischen Europawahl sind nämlich streng geheim. :-)

ZITAT: Was sollte sich denn an den nach wie vor prekären Mehrheitsverhältnissen - bis heute - verändert haben?

Im britischen Unterhaus nix. Hat auch niemand behauptet.

Bei der Europawahl gaben die britischen Wähler den zwei Parteien die meisten Stimmen, die eine klare Haltung zum Brexit haben. Farages Brexit Party ist pro Brexit ohne Wenn und Aber, die Liberaldemokraten sind Remainer ohne Wenn und Aber.
Die Eiertänzer der beiden großen Parteien verwies der ungehaltene Wähler auf die Plätze 3 und 5.

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Schartin Mulz 27.08.2019, 22:22
113. Das Problem ist aber,

Zitat von adal_
Sorry, die Quellen lege ich nicht offen. Die Ergebnisse der britischen Europawahl sind nämlich streng geheim. :-) ZITAT: Was sollte sich denn an den nach wie vor prekären Mehrheitsverhältnissen - bis heute - verändert haben? Im britischen Unterhaus nix. Hat auch niemand behauptet. Bei der Europawahl gaben die britischen Wähler den zwei Parteien die meisten Stimmen, die eine klare Haltung zum Brexit haben. Farages Brexit Party ist pro Brexit ohne Wenn und Aber, die Liberaldemokraten sind Remainer ohne Wenn und Aber. Die Eiertänzer der beiden großen Parteien verwies der ungehaltene Wähler auf die Plätze 3 und 5.
dass weder die klare Pro-Brexit-Fraktion noch die klare Anti-Brexit-Fraktion eine Mehrheit hat.
Also kommt es auf die von Ihnen sogenannten "Eiertänzer" an.
Irgendwer muss über seinen Schatten springen und Kompromisse machen.

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mb2017 27.08.2019, 22:47
114. Ich kann Labour-Chef Corbyn nicht verstehen,

er wollte immer den Brexit, nun bekommt er ihn. Als Befürworter eines Brexit ist er nun nicht glaubwürdig.
Und seine Wähler werden auch noch Arbeitsplatzverlust und Enteignung bekommen.
Anstatt gegen den Brexit zu sein, sollte er endlich seinen Plan für ein GB außerhalb der EU vorstellen.

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Schartin Mulz 28.08.2019, 10:24
115. Ja,

Zitat von mb2017
er wollte immer den Brexit, nun bekommt er ihn. Als Befürworter eines Brexit ist er nun nicht glaubwürdig. Und seine Wähler werden auch noch Arbeitsplatzverlust und Enteignung bekommen. Anstatt gegen den Brexit zu sein, sollte er endlich seinen Plan für ein GB außerhalb der EU vorstellen.
das merke ich, dass Sie das nicht verstehen.
Corbyn kämpft gegen den No-Deal-Brexit, nicht gegen den Brexit an sich. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Wobei sich Corbyn natürlich den Vorwurf gefallen lassen muss, dass seine Partei ja zum Scheitern des Brexit-Vertrags beigetragen hat.
Hätten sich May und Corbyn zusammengerauft, wäre die Sache längst abgehakt.

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ghdstz 28.08.2019, 12:09
116. @lancelot72 / Demokratie in UK

Zitat von lanzelot72
Ich verstehe und akzeptiere Ihre Sichtweise durchaus. Allerdings: Mit dem Begriff "Mutterland der modernen Demokratie" haben Sie sich ziemlich ins Aus geschossen. 1. Definitiv nicht Mutterland. 2. Definitiv nicht modern. 3. Demokratie im UK? Nur für Leute, die ungewählte Repräsentanten und Staatsorgane für demokratisch halten, warum auch immer.
Der Begriff "Mutterland der modernen Demokratie" ist schon sehr alt und wurde nicht von mir erfunden. Tatsache ist aber dass es in UK schon vor Jahrhunderten wichtige Elemente demokratischer Mitbestimmung gab, während ansonsten im Rest der Welt noch der Absolutismus vorherrschte. "Modern" meint hier die zeitliche Abgrenzung von der antiken Demokratien im alten Griechenland. Weitere wichtige Impulse kamen später durch die Französiche Revolution und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, siehe auch https://www.bpb.de/175902/wege-zur-modernen-demokratie?p=all ...

Im Übrigen dürfte kaum jemand in Frage stellen dass die Briten in einer Demokratie leben, und dass dort niemand wegen seiner politischen Meinung in den Kerker geworfen wird. Man darf sich dort auch für Reformen an dem schon etwas verkrusteten System einsetzen.

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