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Brexit-Wirrwarr: Should I stay or should I go? Das neue Wort für Chaos heißt Brexit
VICKIE FLORES/EPA-EFE/REX

70 Labour-Abgeordnete stellen sich gegen Forderungen der eigenen Partei, Brexit-Hardliner suchen den Kompromiss. Und Wolfgang Schäuble glaubt gar nicht an den Briten-Abschied.

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dr.joe.66 03.03.2019, 17:03
1. Klare Ansage

Klare Ansage. Sollten die Briten am Ende drinbleiben und noch mehr Rosinen dafür bekommen als sie vorher schon hatten, dann wird bei den nächsten Wahlen für die Partei gestimmt, die eine oder mehrere dieser drei Bedingungen erfüllt:
- in der EU wird durchgesetzt, dass Deutschland in Zukunft mehr Rosinen bekommt als GB
- bei Weigerung der EU wird ein DExit beantragt
- sämtliche Rosinen werden GB wieder weggenommen, auch die alten von Thatcher
Anders gesagt: was die Tommies können, können wir Krauts schon lange.
.
Nein, das ist keine Ironie.
.
Und nein, das ist nicht meine Meinung.
.
Aber das gibt wieder, was eine erhebliche Anzahl von Menschen aus meinem Umkreis mehr oder weniger deutlich von sich geben.
.
Ist den Kollegen in Brüssel bewusst, was passiert, wenn GB dieses perverse Pokerspielchen gewinnen sollte? Wahrscheinlich nicht...

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Watschn 03.03.2019, 17:04
2. Der Backstop unterminiert die Integrität UK's und verschäft die Lage..

Denn er sperrt Nordirland wirts.-polit. von UK aus. Das wäre, wie wenn das Saarland wirts.-polit von Deutschland abgetrennt wird, u. Frankreich zugeordnet wird. Oder dasselbe mit Korsika; wirts-polit. weg von Frankreich, und dafür an Italien angehängt. Das kann UK nicht hinnehmen, genauso wie beispielsweise DE o. F auch nicht. Und nicht zuletzt stellt es sehr gefährlich die heutigen akzeptierten, gezogenen Grenzen in Europa in Frage...

Endlich scheint die EU dies zu begreifen, oder ist es wieder nur eine Finte?...Jedoch müssen in einer ordentlichen Demokratie die Beschlüsse zuerst vom UK-Parlament gefasst werden. M.E. ist dies May langsam egal, und sie lässt esdarauf abkommen, UK mit einem No-Deal auszuscheiden, - zumal Vieles für einige Monate o. gar bis Jahresende mit div. Notverordnungen der einzelnen EU-Länder u. UK abgedeckt bzw. abgemildert wurde. So ist kaum...ein Riesenstau an den brit./frz./belg./nl. Grenzen, ...ein Nahrungsmittelmangel bzw. ....ein Medikamentenmangel absehbar. Und auch UK hat -ob nun mit/ o. ohne Deal, den EU-Bürgern betreffs ihren Aufenthaltsstatus Sicherheit gegeben.

Es ist verständlich, dass sich UK nicht am EU-Gängelband herumführen lassen will, u. deshalb einen No-Deal wohl ultima Ratio in Kauf nimmt. Recht haben sie, ...denn UK hat bereits seit der von May. verlorenen Januarabstimmung (May-Deal) der EU glasklar gemacht, was sie wollen: Einen terminierten Backstop, oder eine Eliminierung des Backstops mit techn. bereits vorhandenen Alternativen (Senorik-Systemen mit autom. Auslesung der grenzüberschreitenden Warentransporte N-IRL-IRL, ähnl. à la Toll-Collect o. Schweizer Mautsystem), bzw. Warenabfertigungen mit Warencodeauslesung bereits in den Firmen, mit Endkontrolle beim Empfänger. Oder zur Not eine vorübergehende Rückerstattung der Zölle für Irland, bei gleichbehandelter UK + IRL-Zollzone (infolge allf. Höher-UK-Tarifierung)

Ein Ersatz dieses unsinnigen Backstops ist ohne Weiteres zu handhaben. Wenn die EU aber als tief beleidigte Leberwurst ums Prinizip nicht will, u. sich weiter als wirts. EU-Gefängniswärterzentrale gebärdet; ..na dann halt.., so long...UK geht folglich so o. so raus...; Britannia rules the waves, anyway...

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Newspeak 03.03.2019, 17:11
3. ....

Grossbrittanien ist schön und die Briten sind nette Menschen. Ich hätte mir gewünscht, sie wären Teil der EU geblieben. Aber das, was jetzt passiert nervt nur noch unendlich. Geht endlich. Ihr wolltet es so. Ihr seid nationalistische Dummköpfe, die die EU nur verachten. Geht. Die EU ist besser dran, ohne euch. Niemand hat mehr Lust auf euer Rosinenpicken, eure Quer schüsse, Sonderregeln, Arroganz. Geht, und werdet glücklich, nur geht.

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joenzon 03.03.2019, 17:11
4. Warum

gehen sie nicht einfach, es hält sie ja keiner auf. Schade eigentlich aber hier gehts ja erstmal um den Austritt und die Bedingungen. Scheint aber für die Briten alles andere als einfach zu sein. Und wer jetzt dort noch meint hier wird der EU Binnenmarkt gewährt ohne Zugeständnisse seitens GB, den dürfte man wohl als totalen Träumer bezeichnen. Und an die EU Trolle nur der Hinweis das an der Situation nur Merkel und Junker die Schuld Tragen und die EU ganz ganz Phöose ist.

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lalito 03.03.2019, 17:12
5. Verlängerung . . .

. . . und dann?

Elfmeterschießen?

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quark2@mailinator.com 03.03.2019, 17:21
6.

Tja, das Konzept der Franktionen gerät hier halt an seine Grenzen. Also ziehen wir uns doch auf das zurück, was wirklich geschrieben steht - es gibt xxx Volksvertreter und die stimmen, jeder für sich, nur ihrem Gewissen verpflichtet, jeweils ab. Da muß man nicht nach Labors oder Torries trennen, sondern einfach nur durchzählen. So wie es ursprünglich halt auch mal gedacht war. Und wenn sie alle feststellen, daß sowohl NoDeal also auch MayDeal nur Mist sind, bleibt nur die Rücknahme von §50. Nicht, weil das Referendum falsch war, sondern weil es den Sonderfall mit Nordirland gibt, der sich leider nicht außerhalb der EU lösen läßt. Alles andere hätte man hinbiegen können, aber die irische Grenze funktioniert nur, wenn UK und Rep. Irland in einer Union sind. Is halt so, kann man nicht einfach ändern.

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artep 03.03.2019, 17:32
7.

Zitat von Watschn
Denn er sperrt Nordirland wirts.-polit. von UK aus. Das wäre, wie wenn das Saarland wirts.-polit von Deutschland abgetrennt wird, u. Frankreich zugeordnet wird. Oder dasselbe mit Korsika; wirts-polit. weg von Frankreich, und dafür an Italien angehängt. Das kann UK nicht hinnehmen, genauso wie beispielsweise DE o. F auch nicht. Und nicht zuletzt stellt es sehr gefährlich die heutigen akzeptierten, gezogenen Grenzen in Europa in Frage... Endlich scheint die EU dies zu begreifen, oder ist es wieder nur eine Finte?...Jedoch müssen in einer ordentlichen Demokratie die Beschlüsse zuerst vom UK-Parlament gefasst werden. M.E. ist dies May langsam egal, und sie lässt esdarauf abkommen, UK mit einem No-Deal auszuscheiden, - zumal Vieles für einige Monate o. gar bis Jahresende mit div. Notverordnungen der einzelnen EU-Länder u. UK abgedeckt bzw. abgemildert wurde. So ist kaum...ein Riesenstau an den brit./frz./belg./nl. Grenzen, ...ein Nahrungsmittelmangel bzw. ....ein Medikamentenmangel absehbar. Und auch UK hat -ob nun mit/ o. ohne Deal, den EU-Bürgern betreffs ihren Aufenthaltsstatus Sicherheit gegeben. Es ist verständlich, dass sich UK nicht am EU-Gängelband herumführen lassen will, u. deshalb einen No-Deal wohl ultima Ratio in Kauf nimmt. Recht haben sie, ...denn UK hat bereits seit der von May. verlorenen Januarabstimmung (May-Deal) der EU glasklar gemacht, was sie wollen: Einen terminierten Backstop, oder eine Eliminierung des Backstops mit techn. bereits vorhandenen Alternativen (Senorik-Systemen mit autom. Auslesung der grenzüberschreitenden Warentransporte N-IRL-IRL, ähnl. à la Toll-Collect o. Schweizer Mautsystem), bzw. Warenabfertigungen mit Warencodeauslesung bereits in den Firmen, mit Endkontrolle beim Empfänger. Oder zur Not eine vorübergehende Rückerstattung der Zölle für Irland, bei gleichbehandelter UK + IRL-Zollzone (infolge allf. Höher-UK-Tarifierung) Ein Ersatz dieses unsinnigen Backstops ist ohne Weiteres zu handhaben. Wenn die EU aber als tief beleidigte Leberwurst ums Prinizip nicht will, u. sich weiter als wirts. EU-Gefängniswärterzentrale gebärdet; ..na dann halt.., so long...UK geht folglich so o. so raus...; Britannia rules the waves, anyway...
Sie vergleichen Nordirland mit dem Saarland. Nun ist es aber so, dass das Saarland innerhalb der europäischen Gemeinschaft ruhig und sicher zwischen Deutschland und Frankreich ruht, und genau das war ja auch ein Gedanke der europäischen Einigung, angefangen vom Kniefall Willi Brandts und der Anerkennung der Oder- Neiße Linie als deutsche Ostgrenze. D.h. keine territorialen Gebietsansprüche sollen innerhalb der EU gestellt werden. Nun war das in bezug auf die irische Republik etwas verschleiert. Innerhalb der EU konnte man Grenzen verwischen. Tritt aber GB aus der EU aus, zeigt sich seine harte Linie als Besatzer wieder, in einem Land, in dem es nichts verloren hat.

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frankcrx 03.03.2019, 17:33
8.

Zitat von Watschn
Denn er sperrt Nordirland wirts.-polit. von UK aus. Das wäre, wie wenn das Saarland wirts.-polit von Deutschland abgetrennt wird, u. Frankreich zugeordnet wird. Oder dasselbe mit Korsika; wirts-polit. weg von Frankreich, und dafür an Italien angehängt. Das kann UK nicht hinnehmen, genauso wie beispielsweise DE o. F auch nicht. Und nicht zuletzt stellt es sehr gefährlich die heutigen akzeptierten, gezogenen Grenzen in Europa in Frage... Endlich scheint die EU dies zu begreifen, oder ist es wieder nur eine Finte?...Jedoch müssen in einer ordentlichen Demokratie die Beschlüsse zuerst vom UK-Parlament gefasst werden. M.E. ist dies May langsam egal, und sie lässt esdarauf abkommen, UK mit einem No-Deal auszuscheiden, - zumal Vieles für einige Monate o. gar bis Jahresende mit div. Notverordnungen der einzelnen EU-Länder u. UK abgedeckt bzw. abgemildert wurde. So ist kaum...ein Riesenstau an den brit./frz./belg./nl. Grenzen, ...ein Nahrungsmittelmangel bzw. ....ein Medikamentenmangel absehbar. Und auch UK hat -ob nun mit/ o. ohne Deal, den EU-Bürgern betreffs ihren Aufenthaltsstatus Sicherheit gegeben. Es ist verständlich, dass sich UK nicht am EU-Gängelband herumführen lassen will, u. deshalb einen No-Deal wohl ultima Ratio in Kauf nimmt. Recht haben sie, ...denn UK hat bereits seit der von May. verlorenen Januarabstimmung (May-Deal) der EU glasklar gemacht, was sie wollen: Einen terminierten Backstop, oder eine Eliminierung des Backstops mit techn. bereits vorhandenen Alternativen (Senorik-Systemen mit autom. Auslesung der grenzüberschreitenden Warentransporte N-IRL-IRL, ähnl. à la Toll-Collect o. Schweizer Mautsystem), bzw. Warenabfertigungen mit Warencodeauslesung bereits in den Firmen, mit Endkontrolle beim Empfänger. Oder zur Not eine vorübergehende Rückerstattung der Zölle für Irland, bei gleichbehandelter UK + IRL-Zollzone (infolge allf. Höher-UK-Tarifierung) Ein Ersatz dieses unsinnigen Backstops ist ohne Weiteres zu handhaben. Wenn die EU aber als tief beleidigte Leberwurst ums Prinizip nicht will, u. sich weiter als wirts. EU-Gefängniswärterzentrale gebärdet; ..na dann halt.., so long...UK geht folglich so o. so raus...; Britannia rules the waves, anyway...
Immer den gleichen Quatsch schreiben hilft nicht wirklich. Es gibt keine ausreichenden technischen Alternativen sonst wäre die längst Gesprächsthema bei den Briten und der EU. Der Backstop ist keineswegs unsinnig sondern dringend notwendig. Ich wäre auch total für einen no deal. In welche unsagbar schlechten Abhängigkeiten sich GB dadurch bringt hat der japanische Premier und sehr klar und deutlich der amerikanische Botschafter klar gemacht. Die EU braucht GB nicht, Britannia never rules the waves again.

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pelbaum 03.03.2019, 17:40
9. Britain to the Brexitarians

Was im Zuge der Vorbereitung der Abstimmung zum Brexit vor sich gegangen ist in Großbritannien seitens der britischen Regierung, beispielsweise die Aussagen, dass die Einsparungen der EU-Beiträge der Sanierung des britischen Gesundheitssystems zugute kämen, wird sich, wie vieles andere, als Wunschdenken bzw. als Propaganda-Popanz erweisen. Zu viele Briten sind damals darauf hereingefallen, weil sich vor dieser Abstimmung zu wenige darüber im Klaren waren, welche Konsequenzen sich aus einem EU-Austritt ergeben. Und Regierung und Regenbogenpresse haben alles dafür getan, die Stimmbürger darüber auch im Unklaren zu lassen.

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