Forum: Politik
Brexitdeal-Votum ausgebremst: "Total wütend"
DPA

Mit einem Präzedenzfall aus dem 17. Jahrhundert stoppte Parlamentssprecher John Bercow die Regierungschefin: Theresa May wollte ihren Brexit-Deal zum dritten Mal dem Unterhaus vorlegen - und jetzt? Die Reaktionen.

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glissando 19.03.2019, 10:59
1. Wir sind ja sooo sauer

Was sind wir wütend auf die Erwachsenen, die uns daran erinnern, dass Entscheidungen Konsequenzen haben, so auch das Ablehnen von Verträgen. Was sind wir sauer, dass wir jetzt nicht noch ein paar Monate lustvoll im Sandkasten der Demokratie herumspielen können. Ein ganz und gar unwürdiges Schauspiel, beim dem wir helfen sollten, den Vorhang nach plan am 29.03. fallen zu lassen.

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pennywise 19.03.2019, 11:01
2. Einfach nur....

RICHTIG!

Die Show, die May und das Unterhaus da abziehen ist nicht mehr tragbar
Immer wieder das gleiche Stöckchen hinhalten und sagen "spring!" ist mittlerweile nicht einmal mehr albern - es ist ärgerlich.
Das Bercow nun die rote Karte zeigt ist richtig.

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swandue 19.03.2019, 11:07
3.

Demnächst bedarf es eines Hinweises, dass auch nicht alle zwei Wochen ohne Wahlen eine neue Sitzungsperiode des Parlaments beginnen kann.

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isi-dor 19.03.2019, 11:07
4.

Jetzt rächt sich die Verzögerungstaktik bitter, denn nun läuft die Zeit davon. Das ist, als wären noch 3 Minunten nachzuspielen und eben hat der Gegner den Führungstreffer geschossen, der den eigenen Verein in den Abstieg trudeln lässt.
Es bleiben noch 2 Minuten nach Wiederanpfiff und jetzt muss mit aller Gewalt ein Tor her, oder das Spiel ist aus.
Es obliegt allein der britischen Regierung, nun den Antrag auf Brexit bei der EU zurückzuziehen und erst dann wieder zu stellen, wenn im eigenen Land die Dinge grundlegend geklärt wurden. Eine andere Lösung erscheint nicht mehr realistisch.

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cappi 19.03.2019, 11:07
5. Alles Show

May und Bercow sind Parteifreunde. Wenn man mal ausschließt, daß die sich hassen, gibt es nur einen sinnvollen Grund für diesen "Hakenschlag" - die Angst der Europäer vor einem ungeregelten Brexit zu steigern, so Druck auf die EU auszuüben und das Abkommen deutlich im Sinne der Briten nachzubessern. Alles Show, alles Theater.

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isi-dor 19.03.2019, 11:09
6. Keine Verfassung zu haben, ist nie gut.

Bei den Briten rächt sich jetzt mehr als bitter, dass sie nie eine eigene Verfassung ausgearbeitet haben. Mit einer Constitution wäre das Verfahren wenigstens rechtlich geklärt. Jetzt muss man sich mit einem Gesetz aus dem 17. Jahrhundert rumschlagen und das erstmal ändern, ehe es weiter gehen kann.

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dasbeau 19.03.2019, 11:09
7. Nur noch Kopfschütteln

Das Volk soll nicht ein zweites Mal abstimmen dürfen, dessen Votum sei zu akzeptieren, ab es einem nun gefalle oder nicht - so die bisherige Diktion der britischen Regierung. Wenn John Bercow nun den gleichen Grundsatz auf die Parlamentsabstimmung anwendet, macht das die Tories "total wütend".
In welcher Blase muss man leben, um diesen Widerspruch nicht als solchen zu erkennen?

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cgoise 19.03.2019, 11:11
8. Gray [...] "total wütend" auf [...] Bercow

Ist doch beunruhigend, wie Politiker immer wieder diejenigen zum Sündenbock machen, die bestehende Gesetze auch tatsächlich durchsetzen. Siehe zB auch die Kommentare von (deutschen) Politikern zum Komplex Dieselfahrverbot / Umsetzung bestehenden Rechts. Oder die oft gerade-noch-so GG-kompatible Gesetzgebung in den Bereichen Sicherheit/Überwachung/...

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thanatos666 19.03.2019, 11:11
9. John Bercow

scheint die einzige Person im britischen Parlament zu sein, der bei klarem Verstand ist. Gut, dass sie den haben.

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