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Brief an Corbyn: May will sich jetzt sogar auf Zollunion einlassen
Nigel Roddis/PA Wire/DPA

Es sieht so aus, als hätte Premierministerin Theresa May die Nachricht der britischen Wähler verstanden. In einem offenen Brief bietet sie Oppositionschef Jeremy Corbyn einen Kompromiss beim Brexit an.

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nguelk 05.05.2019, 09:48
1. Immer nich nicht...

Von außen betrachtet sieht es so aus, als wären die Bürger in GB schon weiter als die Politiker. Letztlich geht es aber nicht um einen Deal, wie Frau May es wohl nennt, sondern um eine klare Betrachtung dessen, was die EU leistet und was die Nationalstaaten in und außerhalb der EU leisten können. Daraus kann man ableiten, wohin die EU sich entwickeln soll und wie die Nationalstaaten ( deren Sonn mir unklar ist) sich entwickeln wollen. Einfach nur Dogmen und Halbwahrheit en sind keine Lösung.
In dem Zusammenhang macht es auch mal Sinn, die Jugend einzubinden, die die Befindlichkeiten der absterbenden Generationen überhaupt nicht nachvollziehen kann.

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chrismuc2011 05.05.2019, 10:00
2.

Ich glaube May hat die Wähler nicht verstanden. Die Wähler wollen May nicht mehr haben.

Was ist eigentlich mit der EU? Ich habe vor lauter Wirrwar um den Brexit die Position der EU nicht mehr im Kopf. War eine Zollunion nicht an Arbeitnehmerfreizügigkeit gekoppelt? Wenn ja, geht ja die Rosinenpickerei weiter wie gehabt.

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xyzHero 05.05.2019, 10:01
3. Ohne harten Brexit...

... wird das Land langfristig gespalten bleiben. Die Regierung und die Brexitiers werden weiter viele unpopulären Entscheidungen mit der Zugehörigkeit zur EU begründen und so weiter die EU Verdrossenheit fördern (wie stellenweise auch bei uns). Das führt dann vermutlich in ein paar Jahren wieder zu einer ähnlichen Situation.
Ein Brexit würde klar aufzeigen wie es ohne EU aussieht und in einpaar Jahren kann man dann sehen ob man wieder unabhängig bleiben möchte oder wieder eintreten möchte.
Dabei würde es natürlich viele Kollateralschäden geben.

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rwinter77 05.05.2019, 10:04
4. Hilferuf?

Per offenem Brief wendet sich die Premierminister an den Oppositionschef. Nachdem beide von den Wählern einen Denkzettel erhalten haben. Das klingt nach Verzweiflung und ist ein Hilferuf. Hier blockieren sich die direkte und die representative Denokratie. Der einzige richtige Weg wäre, noch einmal den Weg der direkten Demokratie zu wagen und ein zweites Referendum abzuhalten.

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TOKH1 05.05.2019, 10:26
5. es geht in Richtung

zweites Referendum. Nur darf es momentan nicht so genannt werden. Aber der sanfte Weg fuhrt letztendlich doch dahin. Die Wahlergebnisse sind eindeutig. zirka 70 % wollen den Rücktritt vom Austritt.

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rosinenzuechterin 05.05.2019, 10:27
6. Das ist doch keine Demokratie mehr

Eine Regierungschefin, die jahrelang erst gar nicht mit der Opposition redet und dann, als sie muss, sagt, dass sie das eigentlich gar nicht wolle. Ein Haufen mit sich selbst beschäftigter Politiker, die sich weigern, den Souverän, der einer Lüge aufgesessen war, nochmal zu befragen, nachdem nun die Lüge aufgeflogen war. Und sowas nennt sich Demokratie?

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robbie.mcguire 05.05.2019, 10:34
7. xyzHero - das Land ist

bereits heute gespalten. Langfristig betrachtet ist ein mehr oder weniger deutliches Übergewicht (m. E. mehr) der Bürger in GB für eine Mitgliedschaft in der EU zu erwarten. Die junge Generation, und damit die Zukunft in GB, steht eindeutig für den Verbleib in der EU.

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Michael Collins 05.05.2019, 10:40
8. Auf Zollunion einlassen?

Als großer Kompromiss kann der Vorschlag einer befristete Teilnahme an der Zollunion bis 2022 ja nicht gerade angesehen werden. Sieht nicht das Austrittsabkommen mit der EU sowieso eine Zollunion für eine Übergangszeit vor? Was also bietet Frau May hier an außer der Alternative des ungeregelten Brexit? Die Planlosigkeit geht also weiter, die politischen Kräfte im Vereinigten Königreich haben den Schuss offensichtlich immer noch nicht gehört.

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taglöhner 05.05.2019, 10:42
9. Demographie heilt

Zitat von xyzHero
... wird das Land langfristig gespalten bleiben. Die Regierung und die Brexitiers werden weiter viele unpopulären Entscheidungen mit der Zugehörigkeit zur EU begründen und so weiter die EU Verdrossenheit fördern (wie stellenweise auch bei uns). Das führt dann vermutlich in ein paar Jahren wieder zu einer ähnlichen Situation. Ein Brexit würde klar aufzeigen wie es ohne EU aussieht und in einpaar Jahren kann man dann sehen ob man wieder unabhängig bleiben möchte oder wieder eintreten möchte. Dabei würde es natürlich viele Kollateralschäden geben.
Der Griff zu schwarzer Pädagogik ist angesichts des ganzen Theaters wirklich verlockend, aber auch sehr teuer.
Vielleicht geht es auch anders, schließlich sind die vergangenen Monate schon ein gewisser Denkzettel:
Kaum jemand hat doch für harten Brexit gestimmt. Das propagierte Szenario der Brexit-Propagandisten war doch "alle Vorzüge ohne Pflichten".
Die Spaltung löst sich von ganz allein auf. Verdunstet durch die Populationsdynamik sozusagen.
Schon heute würde das Referendum nach einigen Erhebungen allein deshalb anders ausgehen.

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