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Brief zur Kuba-US-Annäherung: Lebenszeichen von Fidel Castro
DPA

Wie geht es Fidel Castro? Zuletzt machten Gerüchte die Runde, der "Máximo Líder" sei tot. Jetzt aber äußert sich der 88-Jährige in einem Brief zu der Annäherung zwischen Kuba und den USA - und scheint ganz der Alte.

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janko01 27.01.2015, 10:08
10. Venezuela und Öl

Im Vertrag zwischen Cuba und Venezuela im Jahr 2004, der so ausgibieg gefeiert wurde, stand - so weit ich mich erinere ein Preis $27/barell. Aber heimlich wurde vereinbart, dass etwa 20% oder noch mehr von Medizin Personal nach Venezuela geht. So war auch dieser Vertrag "Marktgerecht".

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janko01 27.01.2015, 10:33
11. Guantanamo

1898, wenn die USA von den kubanischen Rebellen, den Sieg über Spanien geklaut haben, ist Kuba praktisch ihre Kolonie geworden. Für Guantanamo gibt es einen Pachtvertrag, dass sie $4.000 jährlich an Kuba bezahlen. Seit 1960 nehmen Kubaner dises Geld nich an. Der Vertrag galt 100 Jahre - bis 2002. So sind die USA seit dem illegal in Guantanamo.

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Xangod 27.01.2015, 10:41
12.

Zitat von JerryFletcher
Meinen größten Respekt hat dieser Mensch. Und im Vergleich zu Haiti, Jamaika, Dom Rep., die alle Freunde der USA sind, steht Kuba sogar besser da (auch subjektiv würde ich eher in Kuba leben wollen als in Haiti). Kuba ist arm, keine Frage. Aber die Grundbedürfnisse sind gedeckt; Ärzte, Schulen, Universitäten, Nahrungsmittel etc. stehen allen offen. Und das gegen den Willen der USA. Immer noch. Respekt! Die Annäherung sehe ich einerseits als Chance, andererseits könnte Kuba wieder zum Satellit der USA werden, zum Bordell der Amerikaner. Man wird es sehen...
Kein guter Vergleich! Das einstmals reichste Land Lateinamerikas mit Haiti zu vergleichen. Da geschichtlich passendere Vergleich wäre Puerto Rico. Und die Grundbedürfnisse - da ist viel Propaganda und schöner Schein dabei. Die Zeiten von gutem Bildung- und Gesundheitssystem sind schon lange vorbei und wer gerne morgens, mittags, abends Reis mit schwarzen Bohnen mag. Und Bordell - nun ja...die Sextouristen und gerade auch -touristinnen, inzwischen auch aus den USA, fahren gerade noch Kuba weil es nicht so bordellartig ist - sondern wie "Girl- oder Boyfriend-Sex".

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Pränki 27.01.2015, 10:44
13. Medizin

Ich bin für einen größeren Handel mit der größten Karibikinsel. So ganz nackig steht Kuba aber im Welthandel auch nicht da. Gerade der Ebola-Epidemie wirkte Kuba durch Entsendung von medizinischem Personal zu Leibe. Sicherlich kann auch den USA/in den USA medizinisch geholfen werden.

Ausgebildetes Personal gibt es auch im Bereich Musik: http://youtu.be/krqPc0puQZA

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Amadís 27.01.2015, 10:47
14.

Zitat von JerryFletcher
Meinen größten Respekt hat dieser Mensch. Und im Vergleich zu Haiti, Jamaika, Dom Rep., die alle Freunde der USA sind, steht Kuba sogar besser da (auch subjektiv würde ich eher in Kuba leben wollen als in Haiti). Kuba ist arm, keine Frage. Aber die Grundbedürfnisse sind gedeckt; Ärzte, Schulen, Universitäten, Nahrungsmittel etc. stehen allen offen. Und das gegen den Willen der USA. Immer noch. Respekt!
Sicher ist Kuba arm.
Aber anders als immer wieder behauptet wird, liegt das nicht am Sozialismus, sondern am Handelsembargo der USA, dass nach über 50 Jahren (mit der inzwischen wirklich fadenscheinigen Begründung "Menschenrechte" Haha!) immernoch in Kraft ist.

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mebschmw 27.01.2015, 10:48
15. falsch und tendenziös

Der letzte Absatz ist schlecht recherchiert oder einfach nur tendenziös. Als wenn Venezuela Kuba subventionieren würde. Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit mit zwei Gewinnern. Was gibt es daran auszusetzen? Ich dachte, so funktioniert ein fairer Handel?

Venezuela liefert auf Basis eines Abkommens aus dem Jahre 2000 täglich 96.000 Barrel Öl zu Vorzugsbedingungen. Kuba entsendet dafür im Gegenzug vor allem Ärzte und Krankenschwestern, aber auch Trainer, Landwirte, Ingenieure und Armeeberater.

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m.ertl 27.01.2015, 10:54
16. Vertrauen ist gut,Kontrolle besser

Fidel Castro hat Recht...den USA kann man nicht trauen.
Alleine ihre zahlreichen Interventionen in der südamerikanischen Hemisphäre belegen das.
Und in Sachen Menschenrechte braucht sich Kuba ausgerechnet nicht von den US-Aerikanern belehren lassen,die nicht nur ein Konzentrationslager in guantanamo unterhalten,foltern,durch Drohnen ohne Urteil Menschen willkürlich ermorden,das größte Gefängnissystem der Welt haben und in der Rassismus noch immer hochvirulent ist.Außerdem haben die USA die blutrünstigsten Diktaturen in Südanmerika unterstützt(Pinochet in Chile,Duvalier in Haiti,Stroeesner in Paraguay,Somoza in Niceragua und zigMilitärregimes von El Salvador bis Argentinien ect.
Was übrigens die diffamierenden Titulierungen Castro 1+2anbelangt...die USA als Finanzoligarchisches System haben durch die Familien Kennedys u.Bush z.b. da auch so ihre Erbdynastien.Aber unsere atlantikbrückenjournalisten wollen ja alle diese Fakten lieber ignorieren.

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schnitteuk 27.01.2015, 10:54
17.

Zitat von CastroSempre
Warum sollte sie auch? Die kubanische Regierung lehnt immer noch vehement ab, daß das illegal annektierte Guantanamo Bay als Folter- und Gefangenenlager mißbraucht wird.
Guantanamo Bay is weder von den USA annektiert ("Annexion" bedeutet die förmliche Eingliederung eines Gebiets in einen anderen Staat und dessen Verwaltungsstrukturen, was bei Guanatanamo nie passiert ist), noch sind die USA illegal dort - die Präsenz amerikanischer Truppen dort beruht auf einem nach wie vor geltenden völkerrechtlichen Vertrag zwischen Kuba und den USA. Der stammt natürlich aus der Zeit vor Castro, aber völkerrechtliche Verträge werden durch einen Regierungswechsel nicht beendet.

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schnitteuk 27.01.2015, 11:01
18.

Zitat von Amadís
Sicher ist Kuba arm. Aber anders als immer wieder behauptet wird, liegt das nicht am Sozialismus, sondern am Handelsembargo der USA, dass nach über 50 Jahren (mit der inzwischen wirklich fadenscheinigen Begründung "Menschenrechte" Haha!) immernoch in Kraft ist.
Kuba behauptet stets, die Armut der Insel liege am Embargo. Nun ist es aber so, dass das Embargo tatsächlich nur von den USA verhängt wurde - kein anderer Staat der Welt hat sich angeschlossen, selbst die sonst mit den USA eng verbündeten Staaten Kanada und Großbritannien betreiben Handel mit Kuba. An Absatzmärkten für kubanische Produkte mangelt es also nicht. Die Armut Kubas ist ein Ergebnis sozialistischer Fehlwirtschaft, das Embargo ist lediglich ein bequemer Sündenbock des Regimes.

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fast_weise 27.01.2015, 11:36
19. in der Tat

ist die Annährung zum Erzfeind auch Reaktion auf die Lage Venezuelas, insofern wundert man sich schon, warum die Amis das überhaupt machen, anstatt einfach abzuwarten, bis sich alles selbst fügt. War vergangenes Jahr in Kuba und als ehem. DDR-Bürger war es eine Zeitreise nicht nur wegen der Parolen an den Wänden und sowj. Autos, sondern auch wegen der desaströsen Infrastruktur und beklagenswerten Bausubstanz selbst in den Vorzeigebezirken von Havanna und die Kubaner selbst haben jegliche Hemmung verloren, ihre Unzufriedenheit auch gegenüber Ausländern zu äußern, was vor 6 Jahren noch anders war.
Aber 2 Trümpfe haben die Castros ja noch, im vergangenem Juli gaben sich der Chin. MP und Putin die Klinke in die Hand, da kann ja nix mehr schief gehen...

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