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Brisante E-Mail: Österreichs Innenministerium will Info-Sperre für kritische Medien
FLORIAN WIESER/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Eine E-Mail des österreichischen Innenministeriums sorgt für Wirbel: Die Polizei wird angeregt, missliebigen Journalisten den Zugang zu Informationen einzuschränken. Gravierend sind auch Anweisungen zur Auskunft über Straftaten.

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bebreun 24.09.2018, 22:13
1. dumm gelaufen

Der wahre Demokratie-Charakter der Politik offenbart sich vor allem darin, wie mit der 4. Gewalt umgegangen wird. Von Polen über Ungarn bis in die Türkei sind kurzfristig nicht reparable Demokratieschäden geschaffen worden. Es scheint, als ob so etwas auch über Grenzen schwappt. Und das Volk hat hier überall solche Richtungen gewählt. Es bleibt zu hoffen, dass die nicht betroffenen Journalisten ehrlich und fair Informationen aus dem blockierenden Minusterium an das Publikum weitergeben.

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In Kognito 24.09.2018, 22:15
2. Wo ist DAS Problem?

Die Dienststellen sollen sich ans Gesetz halten, Dienstgeheimnisse waren und kein Geld für "Betreuung" verschwenden. Also keine Sonderbehandlung für Journalisten, sondern wie jeden Normalbürger auch.

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artep 24.09.2018, 22:15
3. So , so :

"Orbanisierung des Landes", da muss ja die gesamte Presse aufschreien. Und war da früher nicht was mit Österreich und Ungarn ? Das muss untersucht und angeprangert werden ! Dass Kanzler Kurz der vernünftigste und effektivste und auch realistischste Politiker in der EU ist muss ein Ende haben ! Schließlich wollen wir nicht mit dem ausländerfeindlichen Osten kollaborieren, sondern lieber mit dem ebenso ausländerfeindlichen Westen.

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lattenkracher11 24.09.2018, 22:17
4. Ethnie des Täters

Sowas gehört natürlich nicht veröffentlicht, sonst wacht ja das Volk auf und merkt, dass die offiziellen Statistiken irgendwie doch nicht stimmen können. wenn es sich vielleicht um einen Rechtsradikalen oder Reichsbürger (gibt’s die noch, lange nichts mehr von Ihnen gehört) handeln könnte, muss das dagegen öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet werden.

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Sotnik 24.09.2018, 22:19
5. Soll er gern versuchen...

...der Herr Obenzensor!

Hat noch nie geklappt und wird auch nie klappen! Solange es Journalisten gibt, die einigermaßen "frei" arbeiten können, solange er nicht das Internet einfach abschließen und den Schlüsel wegwerfen kann, kommt alles irgendwann irgendwie heraus!

Wenn es eines Beweises hierfür bedurft hätte, dann ist es diese "Anregung", in der Herr Kickl seine feuchten Träume zu Papier gebarcht hat - und die nun jedermann bekannt ist!

Selbst bei Putin, Erdogan und Kim Jong-Un werden Dinge ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt, die diese lieber verborgen hätten.

Und dieses kleine Alpen-Ministerchen hat bei weitem nicht deren autokratisches "Format", wenn ich es mal so formulieren darf...

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hasselblad 24.09.2018, 22:21
6.

Der Ausschluss bestimmter liberaler Medien wird hierzulande ja auch gern mal von einer gewissen Partei, einer parteinahen Dresdner Straßenbande und ihren Wutwählern gefordert und praktiziert, gemeinhin subsumiert als "Lügenpresse" und "Mainstream-" oder "System-Medien". Kritik am Apparat ist unerwünscht, könnte ja zu freiem Denken führen (schlecht, wenn man auf Mitläufer angewiesen ist). Die Praxis kennen einige ältere oder ostgeborene Mitbürger vielleicht noch von früher, hieß mal "Gleichschaltung". Das waren in beiden Fällen eher ungute Zeiten, man hat daraus gelernt, deswegen genießt die Pressefreiheit sowohl in Deutschland als auch in Österreich Verfassungsrang. Wenn die Exekutive ihren Job nicht anständig macht muss das öffentlich kritisiert werden, auch wenn es das positive Image beschädigen kann. Ebenso wie für den Hutbürger gilt: Wer "Asylindustrie" in eine Kamera pöbeln kann muss ertragen können, dass ein "Nazis raus" zurück kommt. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: sei kein Idiot und deinem Image geht es gut. Gilt auch für Innenminister.

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Trollflüsterer 24.09.2018, 22:23
7. ungeheuerliches Verhalten

Was soll man auch anderes erwarten von einer Partei wie der FPÖ, die mit Putins Partei sogar einen 5 Jahres Vertrag geschlossen hat.
AFD, ik hör dir trampsen.
Wenn ich das mit dem "vorher absegnen" einer Sendung lese,
werde ich doch stark an die DDR erinnert.
Unter welchem Joch standen die nochmal?! Stimmt, dem Kreml. So schließt sich der Kreis.
Freier Journalismus und Ostblock, das hat noch nie zusammen gepasst.

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GünterLichtner 24.09.2018, 22:29
8. Ängste schüren - durch Anweisungen für den Notfall?

Zitat: "Am Sonntag erregte das Innenministerium die Gemüter, weil es eine Anzeige in mehreren Zeitungen schaltete mit Tipps, wie die Bevölkerung sich im Falle eines Terroranschlags oder eines Amoklaufs verhalten solle. Kritiker sehen darin den Versuch, Ängste zu schüren."

Was sind denn das für seltsame Kritiker? Warum identifizieren sie Verhaltens-Anweisungen für den Fall einer durchaus möglichen kritischen Situation mit dem Schüren von Ängsten? Im Satz zuvor war von "rechtsextremistischen Blättern" die Rede. Offenbar haben diese Kritiker eine ideologische Sicht der Dinge.

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neanderspezi 24.09.2018, 22:31
9. Ein hellwacher Kickl, scharf auf unerwünschte Berichterstattung

Wer eine paranoide Person in bedeutsamer Position betrachten möchte, begebe sich nach Österreich, dort wird er aller Wahrscheinlichkeit nach fündig. In Österreich muss das etwas mit freiheitlich zu tun haben und gewisse leicht beeinflussbare Leute, die eine zu große freiheitliche Dosis abbekommen haben, schauen wie gestochen aus ihrem Anzug, um etwas zu entdecken, was sonst womöglich unbeachtet bleiben würde und woran ihre Paranoia verhältnismäßig leicht zu erkennen ist.

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