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Brisanter Diebstahl: So viele Waffen verschwinden bei der Bundeswehr
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Bei der Bundeswehr sind wesentlich mehr Waffen verschwunden als bisher bekannt. Nach SPIEGEL-Informationen wurden in den vergangenen Jahren 75 Gewehre und Pistolen sowie fast 57.000 Schuss Munition entwendet.

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isoprano 22.05.2018, 19:33
1.

Eigentlich ein Skandal. Das darf nicht passieren und sollte aufgeklärt werden ... ein Maschinengewehr kann dutzende Menschen innerhalb einer Minute verletzen/ töten. Die Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden!

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hup 22.05.2018, 19:37
2. wie geht das?

Waffen werden nur persönlich ausgegeben, Munition im scharfen Übungsschießen ist immer abgezählt. Ein Diebstahl müsste sofort nach einer Übung auffallen, weil dann ein Soldat ohne Gewehr oder mit zuwenig Munition ist, der selbige persönlcih ausgehändigt bekommen hat. Der Diebstahl ist so eigentlich nur möglich wenn mehrere Personen, bevorzugt direkt vorgesetzte Unteroffiziere und niedrige Offiziersgrade, kollaborieren und das Decken und Urkunden fälschen. Das erfüllt dann sehr schnell den Straftatbestand der Vorbereitung und Bildung einer terroristischen Vereinigung - die Waffen werden ja aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gestohlen um sich zu bereichern, sondern um illegale Gruppen quasi-militärisch zu bvewaffnen.
Da sollte die Bundeswehr mal alles bis zum Leutnant gründlich politisch und krminalisitsch durchleuchten.

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tomasl 22.05.2018, 19:39
3. Munition kann leicht gestohlen werden

Bei einem Schiessen wird Munition ausgegeben, aber nicht geprüft ob tatsächlich alles verschossen worden ist. Von der Ausgabestation zum Schießstand können leicht Patronen in die Hosentasche wandern.

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Pfaffenwinkel 22.05.2018, 19:40
4. Schwarze Schafe gibt es überall,

natürlich auch bei der Bundeswehr. Ganz vermeiden lassen sich solche Diebstähle wohl nicht. Wichtig ist jedoch, dass jeder Fall genau ermittelt und die Täter gefasst werden.

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Atheist_Crusader 22.05.2018, 19:41
5.

Also Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Bundeswehr hat wohl Niemand mehr. Die Bundesregierung wünscht offensichtlich keine funktionsfähige Bundeswehr, also warum sollte der Bürger also in irgendeiner Form darauf vertrauen? Ich meine, ist zwar hoffnungslos naiv, aber so sind leider zu viele Deutsche. Obwohl wir immer wieder im Nahen Osten und zuletzt auch in der Ukraine gesehen haben was mit denen passiert die sich nicht wehren können.
Ansonsten kann ich mich da Frau Mihailic nur anschließen: dass soetwas unter den Teppich gekehrt wird ist ein ebenso großes Problem wie die Vorfälle an sich.

Was mich allerdings noch interessieren würde ist, was mit den geklauten Waffen geschieht und ob und in welcher Form diese dann später auftauchen. Zumindest ein paar davon sollten das ja tun - und selbst wenn dann Seriennummern o.ä. entfernt wurden, kann man ja Rückschlüsse ziehen. Findet man die bei irgendwelchen Soldaten im Keller, in den Händen des organisierten Verbrechens, im Ausland oder wie?
Es ist durchaus vorstellbar, dass ein paar Schwachsinnige einfach privat gerne ein echtes Sturmgewehr besäßen und die Vorschriften (und ihre Kameraden) gut genug kennen um wissen dass sie damit durchkommen. Ebenso wäre es möglich, dass die Waffen schlicht verkauft wurden um sich zu bereichern. Oder dass ein paar Geisteskranke sie horten, nur für den Fall dass die Ordnung zusammenbricht, die Russen einfallen oder die örtliche Polizei ihnen einen Strafzettel zu viel schreibt.

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see_baer 22.05.2018, 19:44
6. Nichts neues

das war schon immer so. Deshalb macht die Story mit dem angeblich rechtsradikalen Leutnant auch keinen Sinn - bei ernsthaften Absichten in Richtung Anschlag hätte der ganz andere Möglichkeiten gehabt

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hansa_vor 22.05.2018, 19:45
7. Macht Sinn,

wenn sich "Aktivisten" nicht an Gesetze halten müssen, warum der Rest?

Die Waffenrestriktionen müssen endlich abgeschafft werden!

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lupo44 22.05.2018, 19:45
8. Dafür trägt nur einer die Verantwortung......

der Minister für Verteidigung.Ein Untersuchungsausschuß muß darüber befinden welche Maßnahmen zu ergreifen sind um diese Ungehäuerlichkeit sofort auf zu klären.
Diese Armee befindet sich in einen jämmerlichen Zustand von Ordnung und Disziplin keine Spur.
Wie der "Herr so das Geschirr" sagt man doch.Zur eigenen Verteidigung nicht zu gebrauchen und für die EU und NATO schon gar nicht.

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Leser1000 22.05.2018, 19:51
9. Kein Vertrauensverlust

Ich denke für kriminelles Verhalten muss sich die Bundeswehr grundsätzlich nicht schämen genausowenig wie die Polizei und andere Waffenträger. Die Waffen müssen sicher und ordnungsgemäß verwahrt werden. Nur wenn dieses nicht gewährleistet ist entsteht ein Vertrauensdefizit. Das sehe ich aber nicht. Es wird genauestens Buch geführt. Zu meiner Zeit - lange ist es her; es war noch die G3 Zeit- wurden vor einer Übung die Waffen ausgegeben; jeder unterschrieb für "seine Waffe" (kenntlich durch die Waffennummer) und am Ende musste die Waffe dann wieder abgegeben werden und wehe es war dann nicht das eigene G3 sondern das vom Kameraden. Konnte passieren z:B. beim Essen fassen. Dann musste es auf einmal schnell gehen (Alarm) und gedankenlos wurde das nächstgelegene G 3 gutgläubig aufgenommen - und schon trudelte zum Ende der Übung Meier mit Müllers Gewehr ein und Müller mit Meiers. Der deutliche "Anschiss" war gewiss. Heute dürfte Sicherheit und Buchführung mindestens so gewährleistet sein. Gegen finale Kriminalität kann sich aber niemand 100% ig schützen

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