Forum: Politik
Brisantes Gutachten: Forscher fordern radikale Abkehr von Ost-Subventionen
dapd

Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.

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Mufflon 27.02.2012, 00:31
1.

Ist doch klar. Solange die Jungen dort weggehen, weils im Westen ein Zehntel besser laeuft (Zahl frei ausgedacht) kann man dort bauen was man will. Und ich kann ihnen nicht mal uebel nehmen. Ich wuerds auch so machen.

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AxelSchudak 27.02.2012, 00:32
2. Diskriminierung

Man sollte Strukturhilfen dort einsetzen, wo sie am dringensten benötigt oder am effektivsten genutzt werden können.

Egal, ob Ost- oder Westdeutschland.

Wie kann es je eine Gleichstellung geben, wenn hier immer unterschieden (diskriminiert) wird?

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Mr. Comment 27.02.2012, 00:40
3. ...

Zitat von sysop
Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.
Ein Angleich ist zweifelsohne möglich. Die Frage ist nur, was die Kriterien dafür sind und wie die Fördermittel eingesetzt werden, das Prinzip Gießkanne funktioniert jedenfalls nicht.
Zuerst müssen die regionalen Zentren gestärkt werden, man muss sich nur anschauen wie gut sich z.B. Dresden, Leipzig und Jena entwickelt haben. Je attraktiver diese sind, desto mehr wirkt sich das auch auf das Umland aus. Manche Regionen werden vielleicht noch mehr entvölkert werden, aber das muss man in einem gewissen Rahmen auch akzeptieren.
Wenn die von Politik und Wirtschaft festgeschriebene Ungleichheit bei Löhnen und Gehältern nicht aufgehoben wird, ist es allerdings korrekt, dass ein Angleich dann nicht möglich ist.

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Europa! 27.02.2012, 00:46
4. Also dieses Gutachten würde ich gern lesen

Zitat von sysop
Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.
Klingt, als stünden da eine Menge interessante Sachen drin. Aber ohne Details kann man das nicht beurteilen. Wieso kann das Ministerium die Veröffentlichung eigentlich einfach so verhindern? Ich knipse gleich mal rüber zur FAZ.

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sverris 27.02.2012, 00:48
5. falls

zurückgehalten, dann deshalb, weil es die koalition stimmen kosten wird im osten. und das, weil
a) die versprechungen noch weniger eingelöst wurden, als wir ohnehin schon wissen
und
b) eine veränderte subventionsverteilung noch mehr verluste im osten bedeuten könnte, da dort subventionen wegfallen

aber etwas mehr subvention in schwachen westregionen wird vermutlich nur wenig stimmen bringen...

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herr_kowalski 27.02.2012, 00:54
6. Nun ja, es können ja nicht alles wie IM Erika wie die Made im Speck

Zitat von sysop
Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.
sitzen und die Zukunft unserer Kinder verbraten.
Warum noch war die DDR pleite ?
Richtig: weil sie nicht mit Geld umgehen konnten.
Und morgen sind wir im Westen dran.

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LeToubib 27.02.2012, 01:24
7. 1,4 Billionen Euro!

1,4 Billionen Euro für die "Beitrittsländer"?

Und dann jammeren wir ob der Griechen? Peinlich ist das, peinlich und kleinkariert ...

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rodolfo-castala 27.02.2012, 05:57
8. Unzeitgemaesse Foerderung

Zitat von sysop
Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.
Endlich befasst sich eine Studie mit der unzeitgemaessen Foerderung der neuen Laender. Es wird Zeit, dass auch andere strukturschwache Regionen in den alten Laendern gefoerdert werden.
Wenn man sich den wirtschaftlichen Niedergang der letzten 40 Jahre von Oberfranken vor Augen fuehrt - Aufloesung der Textil-Maschinenbau- und Porzellanindustrie (Hutschreuther, Rosenthal usw)-, erkennt man, dass diese Region von den bayerischen Politikern in Muenchen straeflich vernachlaessigt wurde. Die Foerderung konzentrierte sich auf den Raum von Muenchen bis zur Donau.Wenn die Franken klug waeren, wuerden sie sich von Bayern loesen.

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Herr Hold 27.02.2012, 06:36
9. Nachvollziehbar

Zitat von sysop
Wirtschaftsforscher üben scharfe Kritik an der Förderung der neuen Bundesländer: Die Angleichung des Ostens an den Westen sei eine Illusion, die Milliardenhilfen nicht mehr zeitgemäß, heißt es. Das bislang unveröffentlichte Gutachten liegt dem Innenministerium laut "FAZ" seit einem Jahr vor.
DAs klappt bei den neuen Bundesländern "im Kleinen" nicht, das klappt in der EU "Im Grossen" nicht. Bliebe hier wie da die Frage, ob wir eine dauerhafte Transferunion brauchen/ wollen, bzw. Was die Alternativen und Konsequenzen sind.Aber noch scheint man sich das (öffentlich) eingestehen zu wollen.

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