Forum: Politik
Britische EU-Simulation: "Wie das Römische Reich in seinen letzten Tagen"
REUTERS

Es ist ein Experiment der besonderen Art. In London simulieren Politiker und Forscher einen EU-Gipfel. Das Thema: Großbritannien will Brüssels Macht radikal beschränken. Das Projekt mit dem bezeichnenden Namen "War Game" lieferte überraschende Erkenntnisse - und deftige Zitate.

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maxderzweite 12.12.2013, 12:17
80. Naja,

die Briten wollten schon immer eine Sonderrolle, aber wenn sie sich so wie in China verhalten, dann sind sie schneller weg als wir schauen können...

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HankTheVoice 12.12.2013, 12:23
81. Zu viel Regulierung, zu wenig Wettbewerbsfähigkeit und zu wenig Demokratie.

Zu viel Regulierung, zu wenig Wettbewerbsfähigkeit und zu wenig Demokratie. Das sind leider die Kerpunkte der EU, zumindest wird sie so von den Bürgern wahrgenommen.

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derweise 12.12.2013, 12:27
82. Wie sagt doch Merkel?

Zitat von RührDich
ohne einen Austritt von GB am Ende.
Wie sagt doch Merkel?: Die EU in ihrem Lauf, hält weder Ochs´noch Esel auf! ...

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LondoMollari 12.12.2013, 12:30
83. Beim klaren Blick für die realen Verhältnisse hätte ich ja gedacht ...

Zitat von RührDich
Fall nicht zu übersehen: Je mehr Europa wir haben, und je mehr "Eurorettung" - um so mieser geht es dem Kontinent. Die einzigen Länder, die ziemlich gut da stehen, sind Norwegen und die Schweiz. Exakt jene Länder, die weder in der EU sind - noch den Euro haben. Kein Zufall, sondern geschickte Politik mit einem klaren Blick für die realen Verhältnisse !
.. .das der Wohlsztand daran liegt das Norwegen bei minimalistishcer Bevölkerung auf gigantomanischen Öl und Gasvorkommen sitzt. was Norwegen großen Wohlstand garantiert.

Und beim State Hehler-Vetia könnte es daran liegen das jener Staat mit dne verschwiegenen Banktresoren von eben jenen profitiert. So als Geldwäsche- und Schwarzgeldparadies das sich weder für NaziGold, Geld aus Blutdiamanten, internationalem Menschen-, Drogen- und Waffenhandelhandel, Privatvermögensparkplatz diverser Dikatatoren aller Choleur und als Steuerkriminellenversteckerparadies zu schade ist.

Aber nein - all da sspielt keine Rolle! Es ist die Nicht-EU-Mitgliedschaft die Norwegern und SChweizern ihren Wohlstand verschafft! Jetzt weiß ich auch warum man in Saudi-Arabien und Katar so viel Geld hat .... !

Da lobe ich mir dooch *ihren* klaren Blick auf die Realität.

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wibo2 12.12.2013, 12:32
84. War der deutsche Vertreter beim "EU-war game" ein perfekter Merkelist?

Zitat von
Zitat von firmentrottel
"Der deutsche Vertreter Ulrich Speck blieb meist vage. Er zeigte sich grundsätzlich offen für Reformen, unterstrich aber, dass für Deutschland die Stärkung der Euro-Zone absolute Priorität habe." Die Merkel könnte das nicht besser gesagt haben.
Der Politikstil der Kanzlerin ist das System M. , das
bedeutet die Relativierung der Werte. Die Werte der anderen haben
für die deutsche Chefin wenig Verbindlichkeit.

In ihrer Europapolitik sei sie Protagonistin in einem dämonischen
Spiel, das die "Rettung Europas" zu einem absurden Preis auslobe:
alle Spielregeln zu brechen, die den Geist von Europa garantierten.
Die Stabilität des Kontinents werde nur noch über Geldwerte
definiert. Der Irrtum am Start der Währungsunion werde damit
wieder handlungsleitend; das geheime Motto laute:
Wir kaufen Europa!

Die deutsche Wirtschaft versucht derweil, andere fertig zu machen.
Auch die Wirtschaft kennt eher nur Geldwerte. Bei Normen und
Werten hingegen sowie bei Verträgen werden mit Rechtsbruch die
Grenzen stets gerne überschritten. So handeln Falschspieler.
So ist das weströmische Reich 1000 Jahre vor dem oströmischen
Reich untergegangen. Die geschichtlichen Parallelen sind ins Auge
springend und auffallend.

siehe
http://www.faz.net/aktuell/feuilleto...-11841711.html

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csmart48 12.12.2013, 12:33
85.

Mal ehrlich. Wenn ich in einem Land leben würde wo ich keine Arbeit fände und vielleicht noch nicht mal lesen und schreiben könnte, dann würde ich auch in ein EU Land reisen. Was bin ich dann ? Richtig. Armutsflüchtling. Nicht verfolgt und nicht denunziert. Und mal ehrlich. Wer würde so ein Angebot ausschlagen ?

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kufu 12.12.2013, 12:38
86.

Zitat von tw.adorno
Und von dem übergroßen Reichtum auf "geschickte Politik und klaren Blick" zu schließen ist - gerade bei den sympatischen Norwegern - etwas verwegen. Die Saudis Europas haben Geld, extrem viel und extrem leicht verdientes Geld. Die scheinen geschickt damit umzugehen - aber das ist hier nicht das Thema. Also ich kann mich der Logik Ihre Europa-kritischen Betrags nicht anschließen.
Ist das so schwer zu verstehen? Der Vorposter will sagen, wir müssen nur aus der EU austreten, dann sprudeln in Deutschland die Ölquellen und sämtliche Diktatoren dieser Welt legen ihr Schwarzgeld bei uns an.

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rbn 12.12.2013, 12:40
87. Diese britische Scheinheiligkeit ist ebenfalls genial,

Zitat von Meinungsfreiheitskämpfer
Die Strategie der Briten ist einfach, wie genial. Die EU permanent behindern, um dann zu sagen, sie würde nicht funktionieren.
erst unterwerfen sie sich die halbe Welt mit ihrem Empire und dann behaupten sie, die Deutschen hätten in zwei Weltkriegen die Weltherrschaft angestrebt.

Ich glaube nicht, dass Indien sich freiwillig und ohne Blutvergiessen den Briten unterworfen hat.

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rbn 12.12.2013, 12:54
88. hat leider in Germanien nicht funktioniert, eine römische Strafaktion

Zitat von analysatorveritas
Wenn im römischen Reich eine Provinz aufbegehrte oder nach mehr Selbständigkeit strebte, kam das Militär und räumte gründlich auf. Oder die Aufrührer landeten im Amphitheater, wo sie sich bewähren konnten, sofern überhaupt noch möglich. Schöner Schein und viel Gloria mit einer äußerst dunklen Seite.
auch in unser Land kamen die Römer um aufzuräumen, als die Germanen aufmüpfig wurden. Sie wurden in der Varusschlacht 9 nach Christus ordentlich empfangen.Von da an war unser Land frei und hat über seine Angelegenheiten 2000 Jahre selbst entschieden.

Bis Kohl und Waigel die DM aufgaben. Seither ist sie perdu, die deutsche Freiheit und das Land geht mit der EU den Bach runter. Wir sollten die Briten bewundern und nicht verteufeln und es ihnen gleichtun.

Heissen nicht umsonst Römische Verträge, die Abkommen zur Gründung der EU. Das Römische Reich lässt grüssen.

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zyan 12.12.2013, 13:01
89. Geschichtlicher Vergleich: Römisches Reich zu Europäischer Union

"Wie das Römische Reich in seinen letzten Tagen," dieser geschichtliche Vergleich von britischer Seite ist gar nicht mal so schlecht und hat was für sich. Wenn man in die Geschichtsbücher hineinschaut, ähneln sich die politischen-, militärischen- und wirtschaftlichen Vorgänge im spätantiken Römischen Reich in gewisser Weise mit denen von heute in der Europäischen Union. Da war beispielsweise eine zunächst verwaltungstechnische Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395 n.Chr. in ein weströmisches- und ein oströmisches Reich. Dies geschah weil das römische Imperium einfach zu groß war und die Verwaltung immer schwieriger wurde. Ähnliches geschieht im übertragenen Sinne in der heutigen EU. Sie wurde zu schnell zu groß, und damit ist die Verwaltung äußerst kompliziert geworden. Nach der Aufteilung zerfiel das weströmische Reich innerhalb von 80 Jahren vollständig. Übrig blieb nur die oströmische Reichshälfte die sich politisch- und wirtschaftlich erholte, und noch rund 1.000 Jahre - umgewandelt als byzantinisches Reich - weiterexistierte. In der Tendenz ähnliches geschieht heute in der EU. Die EU droht sich zu spalten in die Gruppe der "starken bis mittelstarken Staaten" und in die Gruppe der "schwächeren bis ganz schwachen Staaten". Die einen prosperieren und die anderen zerfallen in ihrer Infrastruktur. Auch der Vorgang des Zerfallsprozeßes weist ähnliche Tendenzen auf. Der Zerfall des weströmische Reiches begann damit, dass um 405 bis 410 n.Chr. die Provinz Britannien am äußeren Rand des Westimperiums aufgegeben werden mußte. Die Legionen wurden einfach abgezogen, da ihre Versorgung in weiter Ferne zu kostspielig war. Und Westrom hatte einfach kein Geld mehr. Zudem wurden die Truppen am Limes und vor allem für die internen Bürgerkriegs- und Machtkämpfe benötigt. Der Zerfall begann also in einem der äußeren Randbezirke - in Britannien. In der EU von heute könnte, - wenn er nicht schon eingesetzt hat -, der Zerfallsprozeß an den Südrändern beginnen. Griechenland, Süditalien und Südspanien beispielsweise. Der Rest überlebt irgendwie. Das römische Reich zerfiel auch deswegen, weil sich der Kaiser, der Senat und das Volk von Rom ständig herumstritten. In gewissen Zyklen brachen ständig Bürgerkriege und Machtkämpfe aus. Dies schwächte die kaiserliche Zentralgewalt und damit das Reich. Außenpolitische Bedrohungen wurden nicht mehr so richtig wahrgenommen, weil die Kaiser ständig in irgendwelche Kämpfe mit ihren Rivalen verwickelt waren. Die Kämpfe wurden mit den Legionen ausgefochten. In der EU von heute werden die Kämpfe natürlich nicht mehr mit Truppen ausgefochten, sondern mit dem Finanzkapital - wir leben in einem turbokapitalistischen Zeitalter. Und in der EU wird heftig gestitten - vor allem ums Geld ... Außenpolitisch agiert die EU schwach, falls man überhaupt von einer gemeinsamen Außenpolitik reden kann. Auch das hat die EU mit dem vor 1.538 Jahren verblichenen weströmischen Reichshälfte gemeinsam ... Und doch bleibt keine Alternative übrig. Die EU darf nicht zerfallen - neue Mächte werden die Bühne betreten und den überlassenen politischen Spielraum übernehmen, - zu Lasten Europas -, versteht sich ...

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