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Britischer Außenminister: Hunt warnt vor "versehentlichem" Brexit ohne Deal
DPA

Ein Brexit ohne Abkommen - für viele in London und in Brüssel ist das ein Horrorszenario. Wenn die EU sich nicht bewege, könne es jedoch so weit kommen, warnt Großbritanniens Außenminister Hunt.

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Direwolf 23.07.2018, 14:29
30. Kaum welche

Zitat von Johannes60
Dann hätten die britischen Brexiteers ja den "harten" Brexit, den sie wollten. Frage: was passiert denn eigentlich wenn GB die "Ausstiegsrechnung" von zig Milliarden einfach nicht bezahlt? Welche Druckmittel hat die EU die Zahlung zu erzwingen?
Allerdings ist damit zu rechnen, dass eine Zahlungsverweigerung auf den Anleihemärkten als Default bewertet werden würde, was die britischen Staatsanleihen auf Junk Status befördern würde.
Und das wäre mehr als nur teuer für das UK

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aleron 23.07.2018, 14:29
31. Hände verschränken und abwarten.

Das wäre das Beste was die EU jetzt tun könnte. Das UK wollte raus, nach meiner Meinung eine Selbstüberschätzung mit schwerwiegenden Folgen, aber für wen? Liebe Bürger von Großbritanien, eure Zeiten als Kolonialmacht sind vorbei, begreift das bitte. Schaut euch die Industrie von der EU an und dann eure, noch Fragen?

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andreasreiter 23.07.2018, 14:34
32. Brexiters sind wie Kleinkinder

So langsam fange ich zu denken, dass ein Hard Brexit wohl wohl unabwendbar sein wird. Denn die Brexiters sind wie ein Kleinkind, dem man zig mal erklärt hat, dass es nicht auf die heiße Herdplatte patschen soll, das es aber unbedingt erst einmal selber ausprobieren muss. Allerdings wird der Schaden auch für viele Leute und Betriebe außerhalb von UK enorm sein.
Und der Feigling jhonson wird später jedem erzählen, dass mit ihm als Premierminister natürlich alles viel besser gegangen wäre.

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januario 23.07.2018, 14:36
33. die EU muss hart bleiben

- dann würden die Briten auf einen harten Brexit zusteuern und hätten wahrscheinlich kurz vor dem 29.3.2019 soviel Angst vor den Folgen, dass sie rechtzeitig die Reißleine ziehen würden und den Austritt zurücknehmen würden.
-kein anderer EU-Mitgliedsstaat käme je wieder auf die Idee, so einen Unfug anzuzetteln wie einen Austritt aus der EU.

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lanzarot 23.07.2018, 14:36
34.

Jeder Vertrag besteht aus Rechten und Pflichten. Die Briten wollen nur die Rechte einheimsen, aber Pflichten lehnen sie ab.

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Mr Bounz 23.07.2018, 14:38
35.

Zitat: Wie kommen Sie denn darauf? Die rosa-rote EU-Brille auf? London hat nach wie vor Ireland als Faustpfand. Sehen Sie sich da mal den Aussenhandel an. "Backstop" ist durch die letzten Unterhaus - Entscheidungen ausgehebelt. Ich denke , da ist noch Luft in den Verhandlungen von Seiten der EU.
Da liegen sie falsch. Es sind die Briten die keine feste Grenze zwischen den Irland und Nordirland haben möchte. Für die. EU ist das Egal.

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theodtiger 23.07.2018, 14:44
36. Erpressung

Zitat von stadtmusikant123
Wie kommen Sie denn darauf? Die rosa-rote EU-Brille auf? London hat nach wie vor Ireland als Faustpfand. Sehen Sie sich da mal den Aussenhandel an. "Backstop" ist durch die letzten Unterhaus - Entscheidungen ausgehebelt. Ich denke , da ist noch Luft in den Verhandlungen von Seiten der EU.
Da fasst der "stadtmusikant" die Verhandlungstaktik der Briten gut zusammen. Nachdem GB das Ganze angezettelt hat, geht es jetzt Richtung Erpressung: "Ireland als Faustpfand". Dabei haben gerade die Brexit Werber vor der Volksbefragung immer wieder abgestritten, dass die Brexit Entscheidung zu einer harten Grenze zwischen Nordirland und der Republik führen müsse. Jetzt verbauen sich die Brexiteers jede Möglichkeit ihr Wahlversprechen einzulösen (Rückzug vom bereits zugesagten "backstop").

Dann auch noch der Erpressungsversuch von Hunt (laut Deutschlandfunk), die britischen Verpflichtungen einfach nicht zu begleichen, sollten die Briten nicht kriegen was sie wollen, in welchem Falle es kein Handelsabkommen gäbe. Geradezu vermessen ist es von Hunt, der EU dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben. GB hat bisher bei den Austrittsverhandlungen enorm viel Zeit verplempert und glaubt im letzen Moment noch sehr viel durchsetzen zu können. Dabei wird nach Artikel 50 EU Vertrag nur über die Modalitäten des Austritts verhandelt (wofür zwei Jahre Zeit ist). Dabei sind die zukünftigen Beziehungen nur zu "berücksichtigen"; es gibt keineswegs eine Verpflichtung sie bereits auszuverhandeln. Handelsverträge brauchen üblicherweise Jahre für die Verhandlungen.

Schon merkwürdig, dass es angesichts dieser Umstände noch Leute gibt, die meinen, "da ist noch Luft in den Verhandlungen von Seiten der EU". Die EU vertritt auch meine Interessen als deutscher Staatsbürger und ich hoffe, dass Herr Barnier dies mit Unterstützung alle Mitgliedstaaten weiterhin so kompetent machen wird.

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hansulrich47 23.07.2018, 14:48
37. Die armen Briten!

Wieso soll sich die EU bewegen? Solange das irisch/nordirische Problem von den Briten nicht klar gelöst ist, bleibt jede Diskussion immer wieder genau dort stecken! Es gibt dort eine offene Grenze, auf Wunsch der Nordiren. Deshalb muss die Aussengrenze der EU in die irische See verlagert werden. Das darf aber auf Wunsch der Briten auch nicht sein. Liebe Briten: Findet dafür doch mal 'ne Lösung! Brexit ohne Northern Ireland????

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aravis 23.07.2018, 14:50
38. Unerträglich!

Die Arroganz der britischen Regierung ist unerträglich! Ich hoffe, die EU bleibt bei ihrer Haltung, denn sonst hat das Solidaritäts-Modell der EU versagt. Alle Vorteile nutzen, ohne Verpflichtungen? Das geht einfach nicht!

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Referendumm 23.07.2018, 14:53
39.

Zitat von Johannes60
Dann hätten die britischen Brexiteers ja den "harten" Brexit, den sie wollten. Frage: was passiert denn eigentlich wenn GB die "Ausstiegsrechnung" von zig Milliarden einfach nicht bezahlt? Welche Druckmittel hat die EU die Zahlung zu erzwingen?
Staaten, die berechtigte Forderungen nicht begleichen, dürften mit Sicherheit große Schwierigkeiten bei weiteren Finanzierungen bekommen. Vor allem die Ratingargenturen wie Moody’s, S&P, Fitch und/oder DBRS dürften solche Staaten dann im Rating herunterstufen, so dass dann die Briten mit höheren Zinsen bei ihren weiteren Finanzierungen zu kämpfen haben.

Darüber hinaus könnte die EU die Handelsschrauben mit GB weiter anziehen, bis die Forderungen beglichen sind. Nochmals: GB hat / bekommt sehr viel größere Probleme nach dem – vor allem harten - Brexit als die viel stärkere EU; aber das kapieren die auf der Insel anscheinend immer noch nicht.

Pluspunkte beim IWF und WTO dürfte man mit so einer Nummer sicherlich auch nicht bekommen.

Zu den Äußerungen des Britischen Außenministers Hunt wäre zu sagen: Interessant, dass an der Dolchstoßlegende á la ″die böse EU ist an allem schuld″ in GB schon massiv gearbeitet wird. Das ist allerdings so lächerlich, dass man auf solche dummen Äußerungen erst gar nicht eingehen sollte.

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