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Britischer Außenminister: Johnson wirft Russland Destabilisierung Europas vor
DPA

Schwerwiegende Vorwürfe - oder einfach nur lächerlich? Vor seinem Besuch in Moskau hat der britische Außenminister Johnson harte Anschuldigungen gegen die russische Regierung erhoben.

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lesheinen 22.12.2017, 09:09
10.

Ob Russland destabilisierend irgendwo eingreift oder eingegriffen hat, ist letztendlich gleichgültig.
Es ist das gute Recht eines jeden Staates, destabilisierend auf andere Staaten oder Staatengemeinschaften, die zumindest als Konkurrent wenn nicht als potentieller Gegner eingeschätzt werden, einzuwirken. Das gilt auch für Russland. Ich wüsste nicht, dass jemals ein Staat auf dieses Instrument verzichtet hätte. Kalte Politik hat schon immer "hehre" Gefühle verdrängt. Da spielen Rücksichtnahme oder im täglich zu besichtigenden Extremfall Leichen keine Rolle.

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P. Kittsteiner 22.12.2017, 09:13
11.

Die Russen wollen Europa destabilisieren und tun das auch mit einigem Erfolg. So weit, so klar.
Und die Briten haben mit ihrem Brexit-Referendum Russland voll in die Karten gespielt. Das sollte Johnson besser mal nicht unerwähnt lassen.

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Atheist_Crusader 22.12.2017, 09:21
12.

Öhm... natürlich tun die das. Die Parteien der extremen Rechten und Linken sind sehr Russland-freundlich.

Und ein stabiles und geeintes Europa ist ein viel schwierigeres Gegenüber für Russland, sowohl am Verhandlungstisch als auch beim Austausch von Drohungen. Solange sie uns als Gegner betrachten, ist es nur logisch dass sie und konfus und gespalten halten wollen.
Leider ist es aber so, dass Russland eben jene Asympathien selbst erzeugt, die es beklagt. Es hatte schon seinen Grund, warum seine ganzen früheren Freunde, Verbündete und ex-sowjetische Teilrepubliken es gar nicht erwarten konnten, zum Westen überzulaufen. Keine fiese NATO-Expansion, sondern der freie Wille von Völkern die zu lange als Russlands Fußabtreter dienen mussten.
Aber so weit denkt man nicht. Man denkt nur: Wer mir verbietet zu tun was ich will, der ist mein Gegner.

Ich wünsche mir ja auch ein besseres Verhältnis zu Russland, aber unter diesem Präsidenten und mit diesem nationalen Selbstverständnis wird das wohl nichts.

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rgw_ch 22.12.2017, 09:26
13. Scheinheilig!

Dabei hat Putin doch gerade jetzt wieder in Katalonien den Separatisten zum Sieg verholfen, während er immer noch damit beschäftigt ist, in Deutschland die Regierungsbildung zu verunmöglichen und einer konstruktiven Lösung des Brexit im Weg zu stehen. Johnson hat schon recht, wenn er vor dem Leibhaftigen warnt. Nur, was soll man tun? Der Leibhaftige ist ja leider auch allmächtig.

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mickr 22.12.2017, 09:42
14. Versuchen die doch ehrlich zu sein:

Zitat von Atheist_Crusader
Öhm... natürlich tun die das. Die Parteien der extremen Rechten und Linken sind sehr Russland-freundlich. ...
Ihr besseres Verhältnis zu Russland ist doch nur dann erreicht, wenn es sich wie zu Jelzins Zeiten ausbeuten läßt und jedem vom Westen iniitierten Regimewechsel tatenlos zuschaut.

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bosemil 22.12.2017, 09:42
15. Hoffentlich sind die Russen gut vorbereitet auf Johnson

Jetzt fangen die Kremelmauern zu wackeln an. Ein britischer Au0enminister , mit Vornamen "Boris", gibt den Russen eine Lehrstunde in Sachen "Europa". Putin treten schon die Schweißperlen auf die Stirn.

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mhwse 22.12.2017, 10:06
16. haben nicht die Brexiters selbst gesagt

sie würden nicht ruhen bis Europa in de jetzigen Form zerstört wäre ..

Wenn der Herr Johnson einer wäre würde er für ein geeintes Europa, mit zumindest gemeinsamer Verteidigung plädieren .. (aber die Aussage kann das natürlich politisch vorbereiten.)

Man sieht beim Ausstieg die Felle weg schwimmen und sucht jetzt einen möglichst offensichtlichen Grund, das wieder schnell in der Schublade verschwinden zu lassen.
(Im besten Fall bekommen die Briten die Lösung "Norwegen" - was die anderen britischen Länder dann sagen? ) die bekommen dann lauter Kataloniens ..denn wenn England das darf und damit Erfolg hat, dürfen die anderen (britischen Länder) aus GB auch aussteigen .. man macht sich quasi selbst den Laden kaputt.

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kolybri 22.12.2017, 10:17
17. Johnson ist genau der Richtige

um Moskau Vorwürfe in Sachen Destabilisierung zu machen - siehe Brexit.. Der einzige Unterschied ist, dass sich England selbst destabilisiert. Das würde Russland nie einfallen, koste es leider was es wolle

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112211 22.12.2017, 10:19
18. Russland & ...

Mit seinen Vorwürfen Russland gegenüber mag er vielleicht recht haben. Was aber ist mit der Rolle seines eigenen Landes? Ohne Not die EU zu verlassen, auf der Basis windiger Argumente und gar nicht mal so stabiler Mehrheit für den Brexit, gefährdet die Stabilität mindestens ebenso wie die Politik Russlands.

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Politikübersetzer 22.12.2017, 10:26
19. wenn man sieht ...

wenn man sieht, dass natürlich Russland versucht Europa zu schwächen, Trump es auf seine halbstarke Art und Weise auch versucht, dann kann man aus dieser Interessenlage nur eines sinnvoll schließen: Die EU scheint deutlich besser zu sein, als viele uns versuchen glauben zu lassen. Und sie scheint uns doch mehr zu nutzen als zu schaden. Gut zu wissen.

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