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Britischer EU-Austritt: Harter Brexit wäre für May "kein Weltuntergang"
AP

Was passiert, wenn sich die Briten mit der EU nicht auf einen geordneten Brexit einigen können? Premierministerin May gibt sich in dieser Frage betont entspannt.

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hauser 28.08.2018, 13:55
50. Johnson hat Sündenbock schon benannt... EU

Boris Johnson hat die Linie ja schon vorgegeben, wenn bei einem 'No-Deal' die Preise steigen und die Reallöhne fallen. Dann ist die EU schuld, die einfach das UK bestrafen will (Punishment-Deal). Die Briten sind dann aufgefordert, in schweren Zeiten zusammen zu stehen (wie bei Churchill) und das hinzunehmen. Klar, dass Johnson und May ganz entspannt sind, ihnen wird es auch nicht schlechter gehen und wenn das Volk still hält ist alles gut!

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KaulQuappe 28.08.2018, 13:56
51.

Zitat von Zappapa
haben keine Nachteile durch den Brexit. Sie haben bloß die Vorteile der EU nicht mehr. ;-)
Das stimmt doch nicht. Der Brexit hat doch jetzt schon die Wirtschaft Milliarden gekostet und wird noch mehr kosten, wenn kein Vertragsbaustein mehr auf dem anderen steht, weil alles neu verhandelt werden muss.

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bstendig 28.08.2018, 13:58
52. Ach herrje, ich amüsiere mich köstlich ob

Zitat von jenny.walker
Wenn die Briten meinen in einer globalisierten Welt besser alleine zurecht zu kommen, bitteschön ….. obwohl die EU zugebenermaßen schon einiges an Blödsinn gegenüber dem mündigen Bürger verzapft hat: schadstoffreiche Energiesparlampen statt Glühbirnen (das könnte man zum Teil –bzgl. Energieersparnis -noch einsehen), leistungsgedrosselte ......
Ihrer "Energiebetrachtungen".
Erinnern Sie sich noch an die Zeiten der 2,5 kW-Monster Staubsauger, die gerade noch an einer Haushaltssicherung betrieben werden konnten?

Jetzt haben Sie etwa 1 kW weniger max. Energieaufnahme. Das sind dann bei sagen wir etwa 100 Millionen Haushalten in der EU
100 Mio. * 1kwh/Woche * 52 Wochen = 5.200 Millionen oder 5,2 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Nach deutschen Preisen sind das etwa 1,5 Milliarden Euro, die die Verbraucher dadurch einsparen.
Jaja, die EU macht schon viel Blödsinn, aber DAS gehört nicht dazu. Das war sinnvoll. Vielleicht waren Sie auch nur bei der Berechnung überfordert.

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Liberalitärer 28.08.2018, 14:01
53. Neue Partei

Zitat von KaulQuappe
Ihr Statement ist eine Ohrfeige für Ihren Finanzminister: es verschlechtert eher die Verhandlungsposition, wenn man bei der EU den Eindruck erweckt, dass man mit dem Rücken zur Wand steht. Diese Ohrfeige .....
Naja, angesichts der internen Labour Probleme ventilieren natürlich vormalige politische Größen (die Namen sind bekannt) die Idee einer Zentrumspartei. Das kann man ja auch tun - so ein bisschen LREM auf britisch.
Die Chancen stehen aber m.E. schlecht:
denn
es gibt die LibDems
Die Stimmung ist anders als in F unter Hollande
Alle wissen das bei den Tories und Labour
Fehlt ein Gesicht
Gibt es die Erfahrung mit der SDP
Alles andere wie auch Geld wird sich wohl regeln lassen, trotzdem wird sich das kaum jemand trauen.

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fischmops 28.08.2018, 14:05
54. Wo Sie Recht ham, ham Sie Recht

Zitat von kassadra
GB wird sich schon was einfallen lassen. Ich rechne da mal im Finanz- und Steuerbereich in Kombination mit Hochtechnologie oder Software. Die Briten sind ja nicht auf den Kopf gefallen.
Frau May hat ja schon angekündigt, das UK zum Steuerparadies und Niedriglohnland machen zu wollen.
Der Brexit ist und bleibt eine Veranstaltung für Reiche.

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cirus27 28.08.2018, 14:08
55. das ist bei uns doch ähnlich

wenn es um das geld anderer leute geht: ganz entspannt. ihre rentewird ihr sicherlich nicht weggepfändet, egal, was sie anrichtet. das warbei ihrem vorgänger auch nicht anders. und bei uns sowieso nicht.

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hamburghammer 28.08.2018, 14:08
56. Wie und wann soll UK vom Brexit profitieren ?

Das Ganze wird immer mehr zur Tragödie a la Shakespeare, ein Land fährt sich aus niederen Beweggründen, getäuscht und eingelullt von Populisten und Scharlatanen selbst gegen die Wand.
Sicherlich wird GB in irgendeiner Form überleben, die Frage ist nur, in welcher?
Falls wirklich NI, Schottland, vielleicht sogar Wales irgendwann abspringen, dann steht England allein - wird vielleicht die Nationalisten freuen, aber den Engländern an sich wird es deutlich schlechter gehen als vorher in der EU.
Die Konservativen werden, wenn das Volk erstmal merkt, was nach dem Brexit abgeht, auf Jahre hinaus unwählbar sein, wobei die politische Elite ihre Schäfchen eh im Trockenen hat.

Die Briten werden sich fragen, wie sie nur so blöd sein konnten.
Wieviele Milliarden Wirtschaftseinbußen ist es wert, dass weniger Polen in GB leben ?
Take control back ? Wonderful. Dann machen die großartigen britischen Politiker alle Regeln und Gesetze allein, da kann sich das Volk schon drauf freuen, denn ihre Kompetenz beweisen die Jungs und Mädels der Conservatives ja gerade zur Genüge.

Poor Britannia. You may never the slaves, but you also no longer rule. Not even the waves...

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nmare 28.08.2018, 14:15
57.

Zitat von maryrose
Frau May ganz entspannt ist, wenn dieses Land gegen die Wand gefahren wurde. Mit einem gut gefuellten Bankkonto und guten Verbindungen macht ihr der wirtschaftliche Niedergang sicherlich nichts aus. Genausowenig wie ihren Politikerkollegen. Wir normalen Leute interessieren keinen hier. Wir EU Buerger durften noch nicht mal an der Referendumswahl teilnehmen. Ich lebe nun seit 14 Jahren in England. Ich lebe gerne hier, ich mag die Leute und das Land. Die Politiker hier sind allerdings die schlechtesten, die ich in meinem Leben erlebt habe. Die Dummheit und Ignoranz ist nicht zu glauben. Die interessieren sich nicht fuer ihr.....
Bei mir sind es erst 4 Jahre in diesem Land. Die ersten 1 1/2 waren wunderbar, seitdem ist man nur noch von Wahnsinn und absoluter Unfaehigkeit umgeben.

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kelcht 28.08.2018, 14:16
58.

Zitat von j.vantast
Nun, nach den Ergebnissen der Brexit-Abstimmung wurde aber festgestellt dass die meisten jungen Wähler nicht von ihrem Wahlrecht gebrauch machten. Die jungen Briten hätten den Brexit verhindern können, hätten sie nur ihr Wahlrecht genutzt. Aber die Jugend sass faul rum, in der Hoffnung es würde schon nicht zu einem Brexit kommen.
Die oppositionelle Labour Party war nicht sehr interessiert am verbleib in der EU. Wenn Volksentscheide dazu dienen die Reisefreiheit einzuschränken und das Nettoeinkommen zu mindern ist das Problem der Volksentscheid an sich der kurz mal wirtschaftlich einen Arm abhackt. Auch bezweifle ich das übermäßig viele junge Briten zu hause geblieben sind vielleicht hatten die auch wichtigeres zu tun wie arbeiten?

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spmc-12355639674612 28.08.2018, 14:17
59. Die Briten werden die Summe so oder so zahlen

Zitat von rechtsanwalthh
May´s Ruhe ist nachvollziehbar. Im Falle einer Einigung wären mindestens 40 Milliarden Euro fällig zzgl. rechtliche Einschränkungen und Beachtung europarechtlicher Entscheidungen. Im Falle eines "harten" Brexits offenbar weniger als 80 Milliarden zzgl. gar nichts. Zudem darf May auf die üblichen Schwächen der EU hoffen: Wegen wirtschaftlicher Verflechtungen / finanzieller ......
Auch bei einem harten Brexit sind die 40 Mrd. Euro weg, denn dann wird es an anderer Stelle viel mehr Geld kosten. Aber was die britische Regierung an die EU überweisen soll oder nicht, ist eigentlich kaum ein Thema. Die wirklichen Probleme werden an ganz anderen Stellen auftreten, an denen GB nicht autark ist, z. B. bei der Lebensmittel- und Medikamentenversorgung. Draufzahlen werden, wie überall üblich, die "kleinen Leute", also diejenigen, die dem Brexit in voller Ahnungslosigkeit das Jawort gegeben haben und erst hinterher spüren werden, wie weh die Einschnitte tun. Solche Leute wie Herr Rees-Mogg werden zuletzt wirklich unter den neuen Bedingungen zu leiden haben.
Und denken Sie immer an den "ersten" Brexit im Jahre 409 n. Chr., als die Briten sich vom Römischen Reich lossagten. Das ist ihnen auf lange Sicht nicht gut bekommen.
Aber warum sollte die EU klein beigeben?

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