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Britischer Ex-Premier: Blair startet Kampagne gegen Brexit
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Im März will Großbritanniens Premierministerin Theresa May den EU-Ausstieg beantragen. Einer ihrer Vorgänger ruft das Volk nun zum Widerstand gegen den Brexit auf: Tony Blair.

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moev 17.02.2017, 16:51
50.

Zitat von rainer_daeschler
Erzählen Sie das nicht in Baden-Württemberg! Dort sind die Grünen felsenfest davon überzeugt, dass die Mehrheit des Landes sich für ein .....
Besser den Gegnern, die es bis heute nicht überwunden haben, dass sich eine Mehrheit schlicht gegen sie ausgesprochen hat.

Ja, es war eine Mehrheit der Minderheit die überhaupt gewählt hat. Aber eben eine Mehrheit gegenüber der Minderheit die dagegen gestimmt hat

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moev 17.02.2017, 16:55
51.

Zitat von Pless1
Doch es ist genauso das Land von "supergrobi 123" wie von meiner Wenigkeit und eventuell auch von Ihnen
Und eben deshalb müssen akzeptieren wenn Er und die Seinen gegenüber Ihnen und den Ihren in der Überzahl sind und Entscheidungen fällen die nicht nach Ihrem Sinn sind.

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distar99 17.02.2017, 16:56
52. Selbstlüge?

Zitat von kuac
Die Menschen wüssten nichts über die Kosten des Brexits. Das wissen sie auch bis heute nicht. Die einzige Zahl die vorgelet wurde, war die 400 Millionen Euro, die jede Woche in die britische Gesundheitskasse fließen sollte. Es war eine Lüge.
Natürlich gab es in ganz GB keine einzige Stimme, die dieser Fake-Meldung widersprach...
Die armen Briten, wie konnte man sie nur so belügen... /Ironie off

Ob und inwieweit die Briten dauerhaft eher Schaden davon tragen werden, wird man vielleicht erst in drei bis 10 Jahren zuverlässig beantworten können. Insofern ist das Kontinentalgehäule hier auch nur auf "Fakes" begründet.

Ja, ich bin sehr traurig darüber, dass die Briten die EU verlassen haben, aber ich maße mir nicht an sie deswegen in irgendeiner Form zu verurteilen.

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moev 17.02.2017, 16:57
53.

Zitat von pirrip
Europa hat dem Land und den Menschen gut getan. Es gab hohe EU-Zuschüsse für die Verkehrsinfrastruktur, die Dorf- und Landschaftsentwicklung, die Bildung.
GB ist Nettozahler. Alle Zuschüsse wiegen nicht die Britischen Zahlungen an die EU aus. Britenrabatt hin oder her.
Es mögen keine 400 Mio. die Woche/Monat sein, aber unterm Strich ist und war GB immer Nettozahler

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kajoter 17.02.2017, 16:59
54.

Zitat von HighFrequency
Es ist aber weder "ihr" Land noch "ihr" Europa. Ich weiß, für viele ist diese Tatsache schwer zu akzeptieren, doch irgendwann sollte man damit mal anfangen - wann wenn nicht jetzt?
Nun, Ihres ist es glücklicherweise auch nicht. Und Deutschland besitzt - noch einmal glücklicherweise - ein Meinungsbild, das Pegida Lügen straft, wenn sie pöbeln, dass sie das Volk wären.
Der von Ihnen zitierte Autor hat natürlich Recht: Die Welt und damit auch die Politik sind derartig komplex geworden, dass Volksabstimmungen mehr als kontraproduktiv sind. Es bedarf Experten und "Profis", die bei den Wahlen generelle Marschrouten und politische Programme ausgeben und danach dementsprechend die Einzelheiten/Fachfragen behandeln und entscheiden. Wenn man alleine bedenkt, wie viele Wahlstimmen in vergangener Zeit ungültig waren, weil die Wähler nicht in der Lage waren, die Stimmzettel richtig auszufüllen, dann erübrigt sich eine Diskussion über eine direkte Demokratie.

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seyffensteyn 17.02.2017, 17:09
55. Volksabstimmungen sind ein gutes Mittel

Zitat von Opti Mist
das stimmt nicht. Das Ergebnis der Abstimmung ist kein bindendes Votum. Frau PM ist nicht verpflichtet, den Austritt zu vollziehen. Das ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, wohin "Volksabstimmungen" führen können.
den Regierenden zu zeigen,wie das Volk über das eine oder andere denkt.Da die Mehrheit der Briten den BREXIT wollen,sollen sie ihn doch durchführen.

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niklot1147 17.02.2017, 17:16
56. Ausgerechnet Blair

"Er ruft das Volk zum Widerstand auf", so wie er das Volk mit Lügen zum Angriffskrieg gegen den Irak aufgefordert hat. Eine überzeugende Persönlichkeit. Das Volk wird sich erinnern.

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distar99 17.02.2017, 17:16
57. nicht nur Blair verwirrt?

Zitat von Nichtraucher
Blair ist seit nunmehr 10 Jahren kein MP von Großbritannien mehr. Manche Brexit-Befürworter braucht man nicht mal als dumm darzustellen. Sie manchen es von sich aus und lassen einfach mal was vom Stapel, obwohl sie gar nicht wissen, um was es denn geht.
Ich bin Brexit-Gegner, bzw. sehr traurig darüber, dass die Briten so abgestimmt haben. Aber ich verurteile sie nicht dafür, wie es hier viele für notwendig erachten, noch unterstelle ich ihnen Dummheit, weil sie angeblich nicht wußten was sie taten.

Für wen der Brexit tatsächlich ein Fluch ist, wird sich vermutlich frühestens in drei bis 10 Jahren halbwegs gesichert beantworten lassen.

und da lesen bildet, empfehle ich Ihnen zum Beispiel Wikipedia zu lesen, statt andere Menschen als dumm zu bezeichnen, Toni Blair versprach 1997 das Referendum:

https://de.wikipedia.org/wiki/EU-Austritt_des_Vereinigten_Königreichs

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Pless1 17.02.2017, 17:23
58.

Zitat von moev
Und eben deshalb müssen akzeptieren wenn Er und die Seinen gegenüber Ihnen und den Ihren in der Überzahl sind und Entscheidungen fällen die nicht nach Ihrem Sinn sind.
Dort, wo es direkte Demokratie gibt ist das richtig.

Aber weil es nicht immer zu den klügsten Ergebnissen führt, wenn einfach nur die Überzahl Entscheidungen fällt gibt es in den meisten funktionieren Demokratien das Prinzip der repräsentativen Demokratie: Alle Bürger wählen ein Parlament, die Abgeordneten befassen sich intensiv mit den Sachfragen und entscheiden dann auf einer wesentlich fundierteren Basis. Das ist bei uns in Deutschland der Fall und ich bin froh darüber, auch wenn es sicher Ausnahmen gibt, wo auch unter diesen Bedingungen keine fundierten Entscheidungen möglich sind - bei der durchgepeitschten Eurorettung beispielsweise.

Im Grunde ist das auch in Großbritannien der Fall und ich bin der festen Überzeugung, dass es im Ergebnis die schlechteste politische Entscheidung eines britischen Premierministers in den letzten Jahrzehnten war, mit diesem Referendum vom parlamentarischen Prinzip abzuweichen. Ich bin aber bei Ihnen, dass der Brexit nun wohl kommen muss. Wenn man solche ein Referendum ansetzt muss es auch gelten. Es ist nur ein weiterer Beweis für die Erkenntnis, dass man in einer immer komplexer werdenden Welt die Sachverhalte nicht auf ein einfaches "in or out" herunterbrechen kann.

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teijin 17.02.2017, 17:29
59. Reden Sie doch keinen Unfug

Zitat von rainer_daeschler
Erzählen Sie das nicht in Baden-Württemberg! Dort sind die Grünen felsenfest davon überzeugt, dass die Mehrheit des Landes sich für ein Bahnhofsprojekt entschieden hat, obwohl dies Frage nicht konkret der Inhalt der Abstimmung war und nicht mal ein Quorum erreicht wurde, damit es Gültigkeit hätte erlangen können.
Gegenstand der Abstimmung war die Rückgängigmachung eines Gesetzes - Mitfinanzierung des Bahnhofbaus durch das Land BW. Diejenigen, die dieses Gesetz rückgängig machen wollten haben weder die Mehrheit der abgegebenen Stimmen in BW - nicht mal in Stuttgart - erreicht und auch nicht das Quorum von 1/3 der Wahlberechtigten. Die Befürworter des Bahnhofsbaus mussten kein Quorum erreichen damit das Gesetz so blieb, wie es nun mal beschlossen war.

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_zu_Stuttgart_21

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