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Britischer Premier: David Cameron kündigt wegen Brexit-Votum Rücktritt an
AFP

David Cameron hat für den Verbleib in der EU geworben, die Wähler stimmten dagegen. Nun zieht der britische Premier Konsequenzen.

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P.Delalande 24.06.2016, 10:51
60.

Zitat von Watchtower
Das kommt davon, wenn komplexe Entscheidungen am Parlament vorbei beim maßlos überforderten Volk abgeladen werden.
Ja ja, Demokratie ist doof. Wozu also Wahlen abhalten.

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jogola 24.06.2016, 10:52
61. Sie kennen den Wohnungsmarkt in London nicht ?

Zitat von mainstreet
Sicherlich darf man sich fragen was ein Rücktritt in einer halben Ewigkeit bewirken soll oder anders herum: Was muss David Cameron noch so dringend bewerkstelligen?
Er muss ja jetzt raus aus der Downing Street - was neues zu finden ist gar nicht so einfach. Und dann ist ja auch erstmal Sommerpause.

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Medienkritiker 24.06.2016, 10:54
62. Nicht erst ab diesen Zeitpunkt...

Zitat von paddler0
Herr Cameron ist damit nur konsequent. Hut ab. Er hat gekämpft und knapp verloren. Die EU hat auch verloren, aber nicht erst heute. Sie hat bereits da verloren, wo Merkel in der Flüchtlingsfrage ihr Ding gemacht hat ohne sich mit der EU abzustimmen. Sobald jemand bei solch wichtigen Fragen sein eigenes Ding abzieht und sich über andere hinwegsetzt, ist das Thema eigentlich tot und nur noch ein nutzloser Papiertiger. Ich sehe an der EU nicht mehr als eine Währungsunion mit Reisefreiheit und freiem Warenaustausch. Da steckt keine Freiheitsidee oder irgendein idealistisches Zeugs dahinter, es sind nur Abkommen, das wars. Den Frieden sichert der NATO-Beschluss und nicht eine EU-Idee.
Die EU hat bereits bei der Aufweichung ihrer Regeln verloren. Nobailout-Klausel gebrochen, die EU zur Transfergemeinschaft verkommen lassen, unverhältnismässige Entmachtung der nationalen Regierungen...Ich bin gespannt, wie lange Frankreich sich das noch anschaut?

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U.Koch 24.06.2016, 10:55
63. Geisterfahrer ...

David Cameron, der größte politische Geisterfahrer in England seit Chamberlain. Da wird sich Boris freuen wenn er nach Brüssel fahren darf und das ganze förmlich erklären darf... und in 2 Jahren darf er dann den Schotten erklären warum sie kein Referendum abhalten dürfen....er weiß ja wie das ausgehen wird. Vereinigtes Königreich - einsames Königreich!

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AundZwanzig 24.06.2016, 10:56
64. Ich schätze mal, dass in England jetzt schon viele...

Zitat von mimas101
jetzt darf ein Nachfolger die Kastanien aus dem Feuer holen und die Engländer (Schotten, Walliser, Nordiren, Briten von Gibraltar... ungewiß) in eine nicht gerade sichere Zukunft führen.
...Wetten auf zwei zukünftige Ereignisse abgegeben werden, deren Quote allerdings nicht so gut sein dürfte, da es relativ sicher sein wird: Schottland und Nordirland werden das vereinigte Königreich verlassen und als unabhängige Staaten der EU beitreten.

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Juvenalis 24.06.2016, 10:58
65. Lissabon

Zitat von hmutt
Die unverschämte Rosinenpickerei geht weiter. Jetzt wollen die Briten den Austritt auch noch so lange verzögern, wie es ihnen passt, um die anderen Mitglieder zu erpressen. Das Referendum ist eindeutig, AUSTRITT. Also kann man nicht einfach sagen, wir machen noch eine unbestimmte Zeit weiter, solange, bis wir Lust haben, den Antrag zu stellen. Auf gut deutsch, es soll schon mal verhandelt werden, den Antrag stellen wir aber erst dann, wenn uns das Ergebnis passt. Und solange werden wir in der EU alles blockieren, bis ihr uns gebt, was wir haben wollen.
Ihnen sei Artikel 50 des Lissaboner Vertrages empfohlen - das Verfahrern wird nicht von UK, sondern von der EU diktiert.

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NauMax 24.06.2016, 10:59
66.

Zitat von Skipper PA
... eine Chance, verkrustete, komplett undemokratische und selbstherrliche Brüsseler Strukturen aufzubrechen! Die große Angst der Eurokraten ist doch nicht, dass es England schlechter, sondern besser gehen könnte. Die albernen Drohungen vom verschlossenen Binnenmarkt sind doch lächerlich - Deutschland exportiert 3x mehr nach England als umgekehrt, da werden wir uns doch nicht ins Knie schießen und englischen Produkten den Zugang zum Binnenmarkt verwehren. Das ganze EU-Konstrukt gehört umgebaut. Danke England!
Großbritannien wird es als finanzmarktorientierte Volkswirtschaft mit einer Hauptstadt, die schon traditionell bedingt Europas größter Handelsplatz ist definitiv nicht besser gehen, wenn es die EU verlässt. Maximal kann es seinen Standard halten, wenn es weiterhin Zugang zum EU-Binnenmarkt bekommt. Den lassen sich die Mitgliedsstaaten aber sehr gut bezahlen. Viele große internationale Banken werden ihre Europazentrale wohl von der Insel auf den Kontinent verlegen - Frankfurt wird es sicher freuen.

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mimas101 24.06.2016, 10:59
67.

Zitat von anaxi
Warum sollte das passieren? Aber wir werden sehen.
Nun Ja.
Firmen denken in zehntel Pfennigen Einsparpotential pro Einheit. Und verlagern daher auch schon mal ihre Produktionsstätten.
Wenn also GB erstmals Wirtschaftsverbindungen aufbauen muß dann bedeutet das für Firmen vermeidbarer Zeitverzung und/oder extra Kosten für die Produktion in GB.
Die einfachste Lösung: Umzug der Firma aufs EWG-Festland wo es solche Hemmnisse pp nicht gibt.

Aber ich bin mal gespannt: Cameron will nächste Woche in Brüssel (in seiner Ansprache heute genannt) den Wunsch der Briten auf Austritt präsentieren. Das ist die Voraussetzung für das Austritts-Verfahren.
Was aber wird in London passieren wenn die anderen Teilstaaten GBs Abstimmungen zum Austritt aus einem EWG-losen GB abhalten werden?
Das würde das Vereinigte Königreich sprengen und damit GB auflösen. Mal davon abgesehen das dann die Monarchie leidet (weil der Erstgeborene innerhalb von ein paar Tagen auf Grund einer alten Sage in Wales zum Prinzen gekürt werden muß und Visabearbeitungen gemeinhin länger als diese Frist andauern) stellt sich auch die Frage ob das Parlament solche Konsequenzen gutheißen wird.

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ThinkItOver 24.06.2016, 10:59
68. Bleibt abzuwarten, wie der Austritt tatsächlich stattfinden wird...

... denn geht es nach einigen Brexit-Befürwortern, wünscht man sich quasi ein "Schweizer"-Modell. Man erhofft sich quasi nur noch die Vorteile einer Zusammenarbeit mit der EU zu bekommen.

Allerdings scheint hier etwas Realitätsferne vorzuliegen, denn sollte es tatsächlich zu einem ähnlichen Modell kommen, blieben viele der "Nachteile" erhalten, wegen derer man eigentlich die EU verlassen wollte.

Es ist so bedauerlich, dass nicht Verstand, sondern Emotion gewonnen haben - vermutlich zum Nachteil aller Beteiligten.

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ThinkItOver 24.06.2016, 11:01
69. Nein ...

Zitat von Rossi84
Die EU hingegen MUSS es schaffen, die Idee "Europa" den Bürgern verständlicher zu machen.
... nicht verständlich machen, was eigentlich so nicht funktioniert, sondern reformieren muss sich die EU und dabei MÜSSEN die Bürger endlich beteiligt werden.

Gut meinende Bürokraten sind einfach keine Lösung ein multinationales zu gestalten, verwalten ja, aber eben nicht gestalten.

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