Forum: Politik
Britischer Premier in Paris: Macron verlangt Klartext von Johnson - und schickt eine
Philippe Wojazer/ REUTERS

Boris Johnson reist nach Frankreich. Vor ihrem Treffen fand Präsident Emmanuel Macron klare Worte für das Verhalten des Briten. In Paris geht man mittlerweile von einem harten Brexit aus.

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kassandra21 22.08.2019, 08:26
40. Spielzeit ist rum

>Macron hätte schon die letzte Fristverlängerung fast blockiert. Die Europäische Union könne nicht dauerhaft "Geisel" einer politischen Krisenlösung in Großbritannien sein, erklärte er im Frühjahr.<

Und was hatte der Mann? Recht hatte der Mann.
Aber man hat ihn ja wieder nicht gelassen. Nein, man mußte die austretenden Briten noch die Europawahl in eine Farce verwandeln lassen.

Wenn es wieder zur Frage einer Verlängerung kommt, wird Frankreich hoffentlich nicht unter medialem Gewitter von jenseits des Rheins einknicken, sondern einfach mal das Richtige für Europa tun: die Briten ziehen lassen.

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Johann Dumont 22.08.2019, 08:26
41. Exportvorteile in die USA - via GB

Ein Freihandelsabkommen mit den USA tritt mit dem Brexit in Kraft - BMW Minis, Rolls Royces, Bentleys, Hondas, Toyotas usw. made in GB werden sich dann mit 0% Zoll in die USA Exportieren lassen. BMW beispielsweise Mini und Rolls Royce weiterhin in GB produzieren lassen für den wichtigsten Exportmarkt.
Macron, Sarkozy, G. Schröder, j. Fischer, Berlusconi, Putiin und noch einige haben alle ein ähnliches, vermeindliches Problem und dass führt zu Kompensationshandlungen - leider.

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dw_63 22.08.2019, 08:30
42. Vertrag

Zitat von claus7447
Kennen sie den Begriff "Moment of truth". Er steht bevor und sie sollten realisieren das mit Dummgeschwätz und herum labern noch nie ein Problem gelöst wurde. Sie sagen sie wollen das Problem an das irischen Grenze lösen, nur die EU müsse sich bewegen. Warum, wo ist die Lösung. Ein Blick in den Kalender sollte Ihnen klarmachen was die Uhr geschlagen hat. Und die Damen und Herren Foristen: kommen sie jetzt nicht wieder der bestehenden Vertrag sei Erpressung. Es ist ein Papier das ganz spezielle nur zwischen der EU und UK, die gekündigt haben, gemacht wurde. Sie hätten es ja auch anders haben können, wie Norwegen, wie die Schweiz. Nur man wollte definitiv die Personenfreizügigkeit weg haben. Aber Mr. Johnson erzählte gestern von dem Märchen, er mache keine Kontrolle an der irischen Grenze. Nun gut, die EU muss.
Schweiz oder Norwegen haben einen Handelsvertrag, der Austrittsvertrag zwischen der EU und GB ist das nicht.
Dieser Vertrag regelt nur die Übergangszeit, bis ein Handelsvertrag ausgehandelt und unterschrieben wurde.

Man kann keinen Handelsvertrag zwischen zwei EU Mitglieder aushandeln, Mitglied der EU ist aber GB bis zum vollzogenen Brexit.

Der Backstoo hat aus Sicht der Briten zwei Nachteile:

1. Er stärkt die Position der EU bei den anschließenden Verhandlungen, da die immer nein ohne Konsequenzen sagen können.

2. Er erschwert die Position GBs bei den Verhandlungen über Freihandelsverträge mit anderen Ländern, da faktisch GB bis zum neuen Vertrag mit der EU, ein Loch in ihren Grenzen zur EU hat.

May wollte die Kröte schlucken, um dann zügig einen neuen Handelsvertrag mit der EU abzuschließen, den Hardlinern geht das zu weit, weil sie damit die Souveränität GBs als von der EU unabhängig nicht sehen.

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kassandra21 22.08.2019, 08:34
43.

Zitat von mickygold
Was soll man schon von einem ehemaligen Boulevard-Reporter erwarten, der nicht mal imstande ist sich die Haare zu kämmen? Schon die hauchdünne Mehrheit des Brexit-Refererndum müsste jedem vernünftigen Menschen zu denken geben. Hier offenbart sich eine Schwäche der Demokratie, wo Ahnungslose wählen dürfen und leider in der Mehrheit sind. ich hoffe inständig dass hier ein zweites Referendum im letzten Moment das Ruder herumreißt.
Hier offenbart sich die Vollidiotie von Regierungen, ganz besonders denjenigen, die ein einfaches Mehrheitswahlsystem pflegen und es gern für sich ausnutzen.
Ein derartig wichtiges Referendum hätte ein Quorum haben müssen. Sagen wir, 70% Wahlbeteiligung und 60% für einen Sieger.
Leider war Cameron dafür zu doof, aber der hat ja auch nicht einmal die Folgen seiner Antisozialpolitik verstanden.

Dann müßten wir über den ganzen Blödsinn hier nicht seit Jahren diskutieren. Die Spaltung der britischen Gesellschaft wäre dann ein internes Problem und keins, das ständig auf dem Brüssler Spielplatz abgeladen wird. Brexitannien benimmt sich wie ein plärrendes Blag in der Kassenschlange bei den Süßigkeiten.

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dirk.resuehr 22.08.2019, 08:35
44. Die Riege der Absurden

hat offenbar Freude daran, die Welt durcheinander zu bringen und hat gut ein halbes Dutzend Mitglieder, die um den Absurdistan-Oskar streiten. Da alle diese verirrten Menschen Anhänger haben, müssen wir davon ausgehen, dass wir auf eine größere Katastrophe zusteuern. Irgendwie ist Wahnwitz ansteckend und keine Lösung in Sicht.
In keinem Problem, die krudesten Ideen werden verbraten, ohne jedoch die Folgen zu bedenken und alle machen mit auf dem Narrenschiff.

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suplesse 22.08.2019, 08:35
45. Mag sein

dass es zu Beginn etwas chaotisch in GB zugeht. Mag sein, dass es einige Branchen hart trifft. Aber vor allem hat die EU Nachteile und Einbußen. Einen Vorteil hat das Ganze, wenn die EU geschwächt ist, werden die Beitrittsforderungen von Ländern wie Serbien leiser. Ich hoffe auf ein Ende der EU aber einen starken Zusammenhalt der europäischen Staaten auf absolut dauerhaft freiwilliger Ebene. WIe in einer guten Familie. Dieses Umverteillen von Geldern und Bevormunden souveräner Staaten in fast allen Fragen, die jeder seine kulturellen und systematischen EIgenheiten hat, die genauso systematisch ignoriert werden, muß aufhören.

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danubius 22.08.2019, 08:40
46. La partie est jouée

Mein Opa sagte immer: "Reisende soll man nicht aufhalten". Wenn GB die EU verlassen will, dann soll es doch gehen, egal ob mit oder ohne harten Brexit, egal ob mit Backstop oder ohne. Es ist die freie, demokratische Entscheidung der britischen Bürger, zu der sie niemand gezwungen hat. Mit den schon zu oft beschriebenen Folgen werden sie allerdings leben müssen. Danke für Ihre klare Ansage, M. le Président, in einer Deutlichkeit, die ich bei unseren Politikern vermisse.

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HH-Hamburger-HH 22.08.2019, 08:43
47. Ich stimme Ihnen zu

Zitat von 123rumpel123
Was für Kosten Herr Macron meint müssen wir wohl abwarten. Für die Briten stellt sich das in etwa so dar. Importzölle zum Schutz der heimischen Produktion - sichern Arbeitsplätze und bringen Einnahmen Importzölle werden auch die britischen Landwirte schützen , plus Zolleinnahmen Das was man nicht selber herstellen kann, besorgt man sich auf dem Weltmarkt zu den günstigeren Weltmarktpreisen Positve Auswirkungen hinsichtlich der Transformationskosten Was die Kilometerlangen Staus betrifft , gilt immer noch: "..........nicht alle Kamele müssen durch das gleiche Nadelöhr..........". Wird abgemildert durch das "Vereinfachte Importverfahren für EU-Waren", und Ausbau alternativer Strecken, wie z.B. die geplante Whiskey-Fähre Schottland-Groninen. Wird sicher nicht die einzige dieser Art bleiben. Und bezüglich der Produktion ist noch wichtig anzumerken, dass sich die Briten mit dem Brexit gegen das für sie ruinöse Lohnstückkostengefälle der EU abschirmen können. Gerade heute melden sich die deutschen Arbeitgeber diesbezüglich an die Politik und fordern Entlastung , da das nicht mehr zu stemmen ist. Die EU ist halt nicht für jeden etwas.
Nur weil deutsche Politiker den Verlust des Nettozahlers UK fürchten, deutsche Unternehmen um ihre Absatzmärkte auf der Insel fürchten und die regierungstreuen deutschen Medien kräftig in das selbe Horn blasen, muss eine Mitgliedschaft in der EU nicht auch für das UK und seine Bürger das Beste sein. Es findet ja bereits jetzt in alle Richtungen ein reger Handelsverkehr über die Außengrenzen der EU hinweg, meine persönliche Reisefreiheit endet dort nicht und auch Genehmigungen für einen dauerhaften Aufenthalt und/oder eine Berufstätigkeit können von der Regierung jedes Landes ohne Ansehen eines bestimmten Passes erteilt werden. Die Welt geht also durch einen Brexit nicht unter und auch das UK wird weiter bestehen ...

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wokri 22.08.2019, 08:45
48. Sauberes Zusammenspiel

Frankreich und D als Doppelspitze. Während die eine den Ball durch eine 30 die Tagesfrist locker in die Hälfte von BOJo spielt und somit das Blaming verhindert, sticht die andere Spitze eiskalt zu. Kann mir doch keiner sagen das, dieser Spielzug nicht eintrainiert war.

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kassandra21 22.08.2019, 08:46
49.

Zitat von 123rumpel123
Was für Kosten Herr Macron meint müssen wir wohl abwarten. Für die Briten stellt sich das in etwa so dar. Importzölle zum Schutz der heimischen Produktion - sichern Arbeitsplätze und bringen Einnahmen Importzölle werden auch die britischen Landwirte schützen , plus Zolleinnahmen Das was man nicht selber herstellen kann, besorgt man sich auf dem Weltmarkt zu den günstigeren Weltmarktpreisen Positve Auswirkungen hinsichtlich der Transformationskosten Was die Kilometerlangen Staus betrifft , gilt immer noch: "..........nicht alle Kamele müssen durch das gleiche Nadelöhr..........". Wird abgemildert durch das "Vereinfachte Importverfahren für EU-Waren", und Ausbau alternativer Strecken, wie z.B. die geplante Whiskey-Fähre Schottland-Groninen. Wird sicher nicht die einzige dieser Art bleiben. Und bezüglich der Produktion ist noch wichtig anzumerken, dass sich die Briten mit dem Brexit gegen das für sie ruinöse Lohnstückkostengefälle der EU abschirmen können. Gerade heute melden sich die deutschen Arbeitgeber diesbezüglich an die Politik und fordern Entlastung , da das nicht mehr zu stemmen ist. Die EU ist halt nicht für jeden etwas.
Dafür wollen die Briten aber ziemlich entschlossen nicht austreten.
Ganz schön faktenfrei, ihr Beitrag.

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