Forum: Politik
Britisches Drama: Merkel will noch einen Brexit-Gipfel
STEPHANIE LECOCQ/EPA-EFE/REX

Sie will nicht spekulieren, sagt Angela Merkel - doch die Kanzlerin geht offenbar davon aus, dass das britische Parlament den Brexit-Deal ein weiteres Mal ablehnen wird. Merkel fordert deshalb schon das nächste Gipfeltreffen.

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witti 22.03.2019, 23:48
30. Ich glaube sie haben da etwas falsch verstanden

Zitat von Paul-Merlin
Immer wenn Merkel irgendwo mitmischt kommt für Deutschland nur negatives raus. Die Dame kann nur eines. Das Scheckbuch zücken und Deutschlands Steuerzahler belasten. Wenn die Engländer ihren Brexit wollen, dann sollen sie ihn halt bekommen und zwar möglichst schnell. Die EU und Deutschland dürfen sich nicht zum Sklaven der chaotischen englischen Innenpolitik machen lassen.
Man kann zu Merkels Politik stehen wie man will aber eines sollte klar sein: Ein Brexit kostet auch die deutschen (!) Steuerzahler eine Menge Geld, mit Deal etwas weniger, ohne Deal deutlich mehr.
Wenn sich Merkel jetzt immer noch auf Verhandlungen einlässt, dann vor allem deshalb, weil sie die Kosten für die Deutschen reduzieren will!

Um nicht mißverstanden zu werden: Ich bin auch ganz klar der Meinung, die Briten sollen raus aus der EU, mit oder ohne Deal, auch wenn die Deutschen dadurch wirtschaftliche Nachteile haben. Irgendjemand Schlaues hat mal ausgerechnet, dass der Brexit jeden Deutschen 102,- € kosten wird. Aber das Geld wäre es mir Wert, ich sehe die Briten künftig nicht mehr in der EU, trotz aller negativen wirtschaftlichen Folgen für alle (!) Beteiligten.
Nur kann man Merkel nicht vorwerfen, dass sie den deutschen Steuerzahler wieder belasten will - im Gegenteil!

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alternativlos 23.03.2019, 06:03
31. Ein Europa für alle

Sie studieren ihre Akten, sortieren ihre Fallbeispiele und bewerten ihre Risiken - ganz im Sinne einer eidetischen Reduktion - um dann im rhetorischen Bieterwettbewerb das bessere Argument auf den Basar der Narrative zu werfen, deren Wirkung sie bewusst verletzend kalkuliert haben.

Man kann dieses als ein intellektuelles spieltheoretisches Machtspiel sehen oder als eine Tragikomödie über die Symbolik von Todsünden.

Die Herzen der Bürger von Europa erreicht dieses Schauspiel nicht. Erst Recht nicht, wenn die Akten über sie manipuliert und missbraucht worden sind.

Weiterhin Alles Gute

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heiko.quant 23.03.2019, 06:48
32. Warum kommt in der SPON Infografik der No Deal Brexit nicht vor?

Denkt SPON das ein No Deal Brexit vom Tisch sei, weil sich das Britische Unterhaus dagegen ausgesprochen hat?! So ist das eine "Fehlinfografik" , da sollte die Redaktion noch mal ran...

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ichliebeeuchdochalle 23.03.2019, 07:26
33.

Zitat von Das dazu
1. Wer soll diesen Mist noch kapieren? 2. Können die nicht einmal Entscheidungen wie Führungskräfte treffen und GB vor die Wahl stellen, gehen oder bleiben? Mit Frist und nicht so ein rumgeeiere. Die schaden damit allen, am meisten sich selbst, weil die keiner mehr wählen wird. Wie man so blind sein kann, es ist mir unbegreiflich. 3. Ja oder Nein, das kann doch nicht so schwer sein. Wenn nein, dann ohne Deal Abmarsch.
1. Nun, etwa 80% der hier regelmäßig schreibenden Foristen kapieren das. Und wir helfen einem Teil der anderen gerne beim Verstehen. Alle erreichen wir dabei nicht. Da stecken einige in einem Parallel-Universum fest und wieder andere fliegen alle paar Sekunden immer und immer wieder gegen die Fensterscheibe.

2. Die Staatschefs machen das, was sie tun aus mehreren guten Gründen. Im Gegensatz zu Ihnen wiegen sie das Plus und Minus einer Entscheidung ab. Jeder aus seiner Staats-Sucht. Und die Physikerin und ein paar andere können sich sogar in die Situation anderer EU-Mitgliedsstaaten hinein denken. Das beste: Das führt dazu, daß der Schaden für alle so klein wie möglich und so groß wie nötig gehalten wird.

3. Ja, wenn man nix hat, trifft es einen nicht, und die anderen sind dem Nix-Habenden ja egal. Pssst ... Hinterm Horizont geht es noch viel weiter, als Sie sich vorstellen ... können.

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ichliebeeuchdochalle 23.03.2019, 07:32
34.

Zitat von kuac
Ein no deal harter Brexit ist schlecht für die Deutsche Wirtschaft. Das versucht Merkel zu verhindern. Was ist Ihr Prroblem dabei?
Er kann das nicht erfassen. Analogie: Ein PC von 1985 ist mit dem Abspielen heutiger Videodateien ja auch überfordert ...

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ichliebeeuchdochalle 23.03.2019, 07:42
35.

Zitat von andtimestoodstill1
Das war klar. Am Schluss wird May alles bekommen was sie will. Kein Problem mit einer völlig prinzipienlosen Kanzlerin.
Huch, da ist sie aber ein paar Milliarden Lichtjahre davon entfernt. Die Kanzlerin? Bestimmt mit ein Siebenundzwanzigstel ... also 3,7 Prozent. Ich verrate Ihnen was: Da Einstimmigkeit nötig ist, fehlt da noch "etwas". Können wir ansonsten beim Verstehen helfen?

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WoRiDD 23.03.2019, 12:30
36. unerträglich

Man hat seiner Zeit beim Brexit-Referendum die Frage über den Verbleib oder das Ausscheiden aus der EU völlig verwaschen gestellt. Und auch Merkel ist nicht ganz unschuldig an der jetzigen Situation. Was da aber bei den Briten abgeht, ist nur noch lächerlich.

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toledo 23.03.2019, 13:38
37. Steht im Artikel 50

irgendwas über Verlängerungen..? Da steht, dass die Mitgliedschaft zwei Jahre nach Austrittserklärung endet. Basta.
Allein diese Verlängerungen sind grundlagenlose Stammtisch Aktionen der 27 RestEU Staaten nach Gutsherrrenart.
Woher stammt die Legitimation der 27 Staatschefs, Verlängerungen zu genehmigen?

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pepe1955 23.03.2019, 15:25
38. Jetzt haben Sie den Salat

Das hat man davon, wenn man maximal komplexe Dinge auf ein einfältiges remain-or-leave-Referendum plebiszitär reduziert. Wenn Großbritannien die zu befürchtenden Folgen über sich ergehen lassen muss, dann hat das für den Rest der Welt etwas Gutes: die Erkenntnis, dass Volksentscheide keine Alternative zur repräsentativen Demokratie sind. Ein teurer Preis, wenigstens für die 4 Millionen Briten, die jetzt eine online-Petition unterstützen. sorry folks! Aber Ihr seid vielleicht ein bisschen spät wach geworden.

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ichliebeeuchdochalle 23.03.2019, 16:59
39.

Zitat von toledo
Steht im Artikel 50 irgendwas über Verlängerungen..? Da steht, dass die Mitgliedschaft zwei Jahre nach Austrittserklärung endet. Basta. ... Woher stammt die Legitimation der 27 Staatschefs, Verlängerungen zu genehmigen?
Einschätzung: Sie haben mitbekommen, daß der Europäische Gerichtshof im Dezember 2018 geurteilt hat, daß das U.K. einseitig das Begehren nach Art. 50 zurückziehen kann? Warum ging das? Vereinfacht: Alles was nicht "verboten" ist, ist erlaubt. Da in Art. 50 nichts davon steht, daß die Möglichkeit des Widerrufs ausgeschlossen ist, ist es erlaubt.

Analog gilt: Da im EU-Vertrag nichts davon steht, daß ein Aussetzen/Verlängern ausgeschlossen ist, können die EU-27-Staaten genau das beschließen. Das muß dann einstimmig geschehen.

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