Forum: Politik
Britisches Oberhaus zur Ukraine: "Die EU schlafwandelte in die Krise"
Getty Images

In einem Bericht zur Ukraine-Krise kommen Europa-Politiker des britischen Oberhauses zu einem harschen Urteil: Von "einer katastrophalen Missdeutung der Stimmung" ist die Rede - und von einem naiven Umgang mit Russland.

Seite 1 von 11
christian.neiman.7 20.02.2015, 09:28
1. Wie wahr

schon vor zehn Jahren war es verständigen Beobachtern klar, daß sich Russland in einen Mafiastaat verwandelt hat , und mangels Softpower seine Nachbarn nur mit Druck und Gewalt an sich binden kann.

Beitrag melden
simon.meister6 20.02.2015, 09:31
2. Harmonie

Die friedliche Ukraine und der harmoniebedürftige Westen, die vom bösen Putin überrascht wurden. Die Sicht der Britten ist haarsträubend. Die ehemalige Weltmacht ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber jede Gelegenheit Grossmacht zu spielen wird in London gierig aufgenommen.

Beitrag melden
ihatezensur 20.02.2015, 09:33
3. Späte Stimme der Vernunft

zeigt einmal mehr, wie essentiell GB für Europa ist, oder besser sein könnte. Denn gerade in Krisenzeiten sind klare Werthaltungen die bessere Wahl gegenüber deutschem Pragmatismus- und Weltverbesserergewusel.

Beitrag melden
w.moritz 20.02.2015, 09:36
4. Die britischen Abgeordneten

die wie immer den Bullterrier geben, sollten doch erst
einmal dafür sorgen, daß die europäische Menschenrechtskonvention unterschrieben wird, bevor
sie wieder lauthals Bomberangriffe fordern.
W.Moritz, Worms

Beitrag melden
kaischek 20.02.2015, 09:43
5. Als die Ukraine...

...das Assoziierungsabkommen mit der EU zurückgewiesen hat und ein Herr Steinmeier den großen Diplomaten zu spielen versuchte, hätte ein simples "Schade Ukraine, aber viel Glück auf Eurem weiteren Weg ohne EU" genügt, ein solches Drama gar nicht erst entstehen zu lassen. Es war der naive Aktionsdrang eines frischgewählten, deutschen Außenministers, das unnötige Festhalten der EU an der Ukraine (wer braucht die, wir haben doch Griechenland) und das Einmischen in innerukrainische Angelegenheiten, die den russischen Bären gereizt und den Konflikt haben eskalieren lassen. Naive Außenpolitik von einem netten Kerl auf dem Posten des deutschen Außenministers ha Deutschland da unnötig hereingezogen. Dass ein russisches Putin-Reich ruchlos handeln würde, wie der englische König in "Braveheart", wusste doch vorher jeder, der die Russen kennt. Jetzt zeigt mal schön kompromisslose Stärke, sonst findet Herr Putin noch Geschmack an seinem Vorgehen.

Beitrag melden
jens.kramer 20.02.2015, 09:45
6. Lagebeurteilung

Hat man denn nicht gesehen, dass die Bürger der Ostukraine die Soldaten aus Kiew als Gegner betrachten? Es gab doch genug TV-Berichte in denen sich Ost-Ukrainer gegen Panzer gewehrt haben.

Teilweise haben die Militärs sogar die Fronten gewechselt.

Anstatt Soldaten zu schicken, hätte man mit den Bürgern sprechen müssen und Autonomie anbieten können.

"Territoriale Integrität über alles" und per Militär ist doch im Fall Russland öfters fehlgeschlagen, siehe auch Georgien. Wusste man das denn nicht? War man blind?

Beitrag melden
Pavel Prawda 20.02.2015, 09:48
7. Schau mal einer an...

...bislang hatte man dann doch das Gefühl, das GB gar nicht mehr Teil der EU ist. Man hörte immer nur von Merkel und Hollande, Cameron fand praktisch gar nicht statt zum Thema Ukraine. Oder hängt das vielleicht damit zusammen, dass die russischen Oligarchen in London zu stark angagiert sind... und man schlichtweg die Konsequenzen fürchtet und dann mal lieber die anderen vorschickt.

Beitrag melden
rwinter77 20.02.2015, 09:51
8. Keine Vision

Die BBC berichtet auch über den Bericht:
http://www.bbc.com/news/uk-31545744

Zitat: "Neither Britain nor the EU had a strategic response on how to handle Russia for the long term, it added." Und hier liegt sicher einer der Hauptgründe für das Versagen der EU-Diplomatie im Vorlauf der Ukraine-Krise. Gehört Russland zu Europa und müsste ähnlich wie die Ukraine näher an die EU gebunden werden oder ist Russland eine eher asiatische Großmacht, die man aus Europa heraushalten will? Vieles spricht dafür, dass sich eher die letztere Sichtweise durchgesetzt hatte und man keine ernsthaften Versuche unternahm, einen Interessen-Ausgleich mit Russland zu versuchen!

Beitrag melden
Pavel Prawda 20.02.2015, 09:51
9. Schau mal einer an...

...bislang hatte man dann doch das Gefühl, das GB gar nicht mehr Teil der EU ist. Man hörte immer nur von Merkel und Hollande, Cameron fand praktisch gar nicht statt zum Thema Ukraine. Oder hängt das vielleicht damit zusammen, dass die russischen Oligarchen in London zu stark angagiert sind... und man schlichtweg die Konsequenzen fürchtet und dann mal lieber die anderen vorschickt.

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!