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Britisches Parlament lehnt Brexit-Deal ab: Kollision mit der Realität
REUTERS

Der Brexit-Deal ist im britischen Parlament durchgefallen. Die EU sollte sich jetzt darauf konzentrieren, die Folgen eines Austritts ohne Abkommen abzufedern. Denn eine Einigung mit den Briten ist derzeit kaum vorstellbar.

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willibaldus 15.01.2019, 22:20
40.

Ich möchte dem Autor zustimmen. Weitere Fristverlängerungen und Zugeständnisse werden nach zwei Jahren Verhandlungen nicht weiterhelfen. Die Briten müssen sagen, was sie wollen und das bis zum Ende März, Punkt. Die EU Wahlen stehen an.
Es ist so traurig, was das House of Commons und all die dickheads da drin für ein Schauspiel bieten.

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hausfeen 15.01.2019, 22:21
41. Was heißt abfedern? Parkplätze, Zollsoftware, ausreichend Personal ...

... einweisen. Das zählt jetzt und nicht an Strohalmen ziehen.

Zudem fetten, meinetwegen auch subventionierten, Fährverkehr nach Irland. Und wie immer fordere ich die Iren auf, sich Rechtsverkehr anzulachen. Eine gute Gelegenheit ist das Jetzt.

Apropos: Die Produkte aus GB braucht die EU nicht. GB aber die Produkte aus der EU.

Bleibt Englisch eigentlich Amtssprache der EU?

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Watschn 15.01.2019, 22:23
42. Was Herr Becker qualitativ besser recherchieren sollte...

Labour ist genauso gespalten wie die Tories. In vielen bevölkerurngsreichen Labour-Hochburgen im Norden, rund um Machester, Sheffield, Liverpool wurde beim Referendum am meisten mit 'Leave' gestimmt. (Im Gegensatz zum mehr. Labour-Grossraum London mit 'Remain'). Und das sind Wahlkreise mit direkt gewählten Abgeordneten.

Dort kann man nicht -wie hier in Deutschland (Parteilisten)- seitens der Partei kommen u. sagen, 'Deine Meinung ist mehr o. weniger egal, ...jetzt hast Du für Remain zu stimmen.' Das würde der Wahlkreis nie u. nimmer (zu recht) goutieren, u. der Abgeordnete würde umgehend den Wahlkreis verlieren bzw. von anderen Direkt-Kandidaten ersetzt werden.

Das ist der massgebliche Grund, dass die Tories u. Labour so gespalten sind, nebst den Sonderfaktoren Schottland, Wales, u. Nordirland (DUP), London, Gibraltar...

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zynischereuropäer 15.01.2019, 22:25
43. @Zimbo

Würden Sie ihr Statement auch etwas untermauern oder belassen Sie es bei ihrem (völlig falschen) Pauschalstatement?

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pinguin1966 15.01.2019, 22:26
44. Redlichkeit wäre wohl tödlich gewesen

Ja, der Kommentator hat recht: Den Briten die Folgen und Kosten ihrer Entscheidung verdeutlichen und Boris Johnson in die Wüste zu schicken wäre geradlinig und ehrlich gewsen. Es wäre nur nie passiert. Die Briten und insbesondere die Tory-Wähler haben fest an die Versprechungen der Brexiteers geglaubt. Folglich hätte es sofort mit Unterstützung dieser Wähler eine Palastrevolte gegeben und May hätte zurücktreten müssen. Was dann? Hätte ein Hardliner die Karre schon viel früher gegen die Wand gefahren? Wahrscheinlich Ich fürchte, niemand kommt gegen die massive Realitätsverweigerung weiter Bevölkerungskreise an. Das haben wir auch während der Finanzkise in Griechenland gesehen: Niemand hat sich getraut den öffentlichen Dienst und das Steuersystem so zu reformieren, wie es nötig gewesen wäre. Stattfessen wurde eine Salamitaktik eingeschlagen und so wie es unvermeidlich war mal hier und mal dort gekürzt. Der ehrliche Regierungschef hätte hingegen sofort die Unterstützung verloren. Das kann man dem Wähler doch nicht zumuten! Anderer Zusammenhang, aber gleiches Prinzip ....

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abudhabicfo 15.01.2019, 22:27
45. May, you can't "Rule Britannia"

Thatcher deregulierte Grossbritannien. Ihr Einfluss ist wahrscheinlich noch vorhanden, was sich aber jetzt abspielt, wäre bei ihr nicht passiert. Grossbritannien hat sich seit 2008 nie richtig erholt, was jetzt passieren kann, wird die EU und noch mehr GB viele Jahre beschäftigen. Es ist schon fast selbstzerstörerisch, was da auf der Insel passiert. Definitiver Untergang des Empires.

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kurosawa 15.01.2019, 22:30
46. Kollision mit der Realität

.. . und wessen Realität wird in Frage gestellt? Die Realität einer, mehr oder weniger, funktionierende EU, oder ......,.............

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zynischereuropäer 15.01.2019, 22:31
47. @linneker

Wie oft wird dieser, mit Verlaub, Bullshit denn noch wiedergekäut und in die Welt gek...?! Kein anderes Land will austreten und auch niemand ein Exempel statuieren! Das Chaos haben sich die Briten schon schön selbst eingebrockt. Wenn es tatsächlich Länder gäbe, die austreten wollen, warum haben die dann nicht die Verhandlungen in ihrem Sinne sabotiert? Möglichkeiten wo Einstimmigkeit gefordert ist gab und gibt es doch genug! Aber Nein, die EU schafft es 27 auf einen Nenner zu bringen, während in Großbritannien nicht einmal das eigene Kabinett mit May übereinstimmt...von Parlament, HoL, Bevölkerung, Wirtschaft, Akademia, etc. ganz zu schweigen. Die Errungenschaft kann sich GB ganz allein ans Revers tackern.

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matthiasdaun 15.01.2019, 22:33
48. Ständige Verdrehung der Tatsachen

Dieses Gefasel, die EU müsse ein Exemple statuieren oder GB wäre ein Gefangener. Die EU ist ein gemeinsamer Markt. Man kann nicht auf der einen Seite freien Zugang zum Markt verlangen, auf der anderen Seite aber seine Grenzen dicht machen im Namen der "Souveränität" oder Kontrolle. DIe EU wollte einen Deal, bei dem GB die Vorteile eines Mitglieds hat, dafür aber kein Mitglied ist, was ein ziemlich guter Deal ist. Das Problem ist nur, dass sich einige Deppen, warum auch immer, tatsächlich mehr ausgerechnet haben und jetzt sogar die böse EU als sturer Geliebte darstellen, die ihren Geliebten bestraft, weil dieser sie vor die Tür gesetzt hat. Die EU hat einfach die Bedingungen gestellt, die sie auch an andere europäische Wirtschaftspartner stellt. Anscheinend verstehen einige Foristen dies nicht und einige in GB ebenfalls nicht.

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Filsbachlerche 15.01.2019, 22:33
49. Vollkommen richtig gesehen!

Zitat von kain1
Man kann nicht mit einer Partei erfolgreich verhandeln, die nicht weiß was sie will. Hier wurden wirklich 2 Jahre verschwendet, anstatt die Debatte in UK zu führen was man denn wirklich will - dies kann jetzt in 2 oder 3 Monaten nicht nachgeholt werden....
Vielleicht muß das UK erst noch eine sehr bittere Periode überstehen, bis der Mehrheit klar wird, daß sie eine falsche Entscheidung getroffen hat.
Ein erneuter Aufschub hätte keinen Sinn, sondern würde die EU nur in unnötige neue Schwierigkeiten stürzen (EU-Wahlen!).
So, dear British, good bye and have a good time. We can go on without you.

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