Forum: Politik
Britisches Parlament: Misstrauensantrag gegen May ist gescheitert
AFP

Die britische Premierministerin atmet auf: Theresa May hat - nach ihrer Brexit-Niederlage - das Misstrauensvotum im Parlament überstanden.

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danido 16.01.2019, 21:03
30.

Wenn die EU unbedingt einen harten Brexit verhindern will dann soll sie eben ein neues Angebot machen, wo ist das Problem? Vorführen können sie GB nicht, das wussten alle vorher, außer unsere weltfremde Gutmenschenfraktion

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porcellanato.scholz 16.01.2019, 21:04
31. Plan B?

Die Briten hatten Zeit genug! Spätestens nach dem 23. Juni 2016 wäre es an der Zeit gewesen, an Plan B zu arbeiten.
Anscheinend ist da nichts passiert. Absolutes Dummtheater und Versagen!

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architekt09 16.01.2019, 21:05
32. Ratifizieren und so?

Hieß es nicht im Sommer an dieser Stelle, ein wie auch immer gearteter Austrittsvertrag müsse noch durch die Landesparlamente der anderen EU Länder? Oder leide ich an Demenz? Es kann doch nur noch einen harten Brexit geben, wenn GB den Antrag nicht am 28.03. zurück ziehen wird.

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skeptikerjörg 16.01.2019, 21:08
33. Jeremy Corbin erstmal gescheitert

Das Gute daran, der machtgeile Altkommunist ist zunächst mal gescheitert. Das Schlechte, niemand hat einen Plan. Jeder spielt ein falsches Spiel! Die Torries brauchen Theresa May weiterhin als Sündenbock, Labour ist genau so gespalten, wie die gesamte englische Gesellschaft. Die Torries können sich aber auch keine Neuwahlen leisten, auf die Corbin hofft. Aber nicht um des UK oder des Volkes Willen, sondern weil der Zufall dem ehemaligen Hinterbänkler eine Chance auf die Macht zugespielt hat. Und den Brexiteers geht es um Gesichtswahrung. Am Ende gibt es nur Verlierer und im schlimmsten Falle fliegt das Vereinigte Königreich auseinander - den Cameron, Johnson, Farrel sei Dank.

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freigeist99 16.01.2019, 21:09
34. Weitere Abstimmungen könnten folgen

Ich bin mal optimistisch, obgleich es schwer fällt:
Das Parlament wird beschließen, dass es keinen harten Brexit geben darf. Dafür müsste es eigentlich eine Mehrheit geben. Dann blieben zwei Optionen: Norwegen-Modell oder zweites Referendum - vermutlich mit dem Ergebnis des Verbleibs in der EU. In beiden Fällen wäre auch das Nord-Irland Problem gelöst.
Darüber könnte dann anschließend abgestimmt werden.

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ruhuviko 16.01.2019, 21:11
35. Ja, es gab bereits ein Mißtrauensvotum,

Zitat von Atheist_Crusader
Aber mal nebenbei: Wurde nicht erst vor 1-2 Monaten schonmal ein Misstrauensvotum abgehalten? Sind da nicht normalerweise gewisse zeitliche Abstände vorgeschrieben?
aber das war von der eigenen Partei inszeniert. Da ging es darum, ob May weiterhin Vorsitzende der Konservativen bleiben könne oder von ihrer eigenen Fraktion abgewählt würde. Dieses Votum hatte sie überstanden, daraufhin hat ihre Partei nun für 12 Monate keine Möglichkeit mehr, sie als Parteivorsitzende abzuwählen.

Jetzt ging es im Parlament darum, ob sie ein Mißtrauensvotum übersteht oder nicht. Das Parlament hat - im Gegensatz zur Partei - nunmehr das Recht, ein solches Votum regelmäßig neu einzubringen (nach dem Motto: Gewählt wird so lange bis es paßt - dieses Motto gilt in den Augen der britischen Parteien aber nicht für ein Referendum).

Alles klar so weit?

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soldev 16.01.2019, 21:13
36. Problem ist...

...dass die Briten eigentlich nur die guten Seiten der EU behalten, aber keinerlei Verpflichtungen eingehen wollen. Also am Besten Zollfrei in die EU liefern, aber wenn was nach GB kommt, kostet es natürlich...
Ich weiss nicht, ob die Medien die Vorschläge der Briten verschwiegen haben, kann mich zumindest an keinen erinnern, der fair für beide Seiten wäre...

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derBob 16.01.2019, 21:14
37. Erpressung

Schon die Verschiebung der Abstimmung und damit die sinnlose Zeitverschwendung hat mich stutzig gemacht.
Jetzt bin ich überzeugt, dass die Strategie des UK pure Erpressung ist.
Nach dem Motto "Ihr könnt doch, nicht zulassen, dass wir uns ins Unglück stürze "
Welcher normal denke Mensch lehnt das Ergebnis, dass der Verhandlungsbevollmächtigte erzielt hat, in Bausch und Bogen ab und spricht ihm danach das Vertrauen für weitere Verhandlungen aus.

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Weltfinanzexperte 16.01.2019, 21:15
38. Liveübertragungen aus dem britischen Parlament

Zitat von Revisor
Haben Sie sich schon einmal Liveübertragungen aus dem britischen Parlament angehört, besonders die der letzten Tage? Ich glaube nicht, denn sonst würden Sie so abfällig nicht urteilen. Im übrigen ist die britische Premierministerin eine kluge, redegewandte, verantwortungsvolle und zudem sehr sympathische Frau. Nie käme sie auf die Idee, eine Raute zu machen.
Ich habe mir gestern tatsächlich die Liveübertragung zur Abstimmung angesehen. Das war ein sehenswertes Spektakel. Teilweise zwar etwas Muppet-Show-artig ("Mr. Speaker"), aber diese direkte Diskussionsart zieht einen schon in ihren Bann.

Und Ihre Einschätzung zu Frau May teile ich auch: So wie sie in ihrer Abschlussrede aufgetreten ist, habe ich unsere Kanzlerin in all den Jahren ihrer Regentschaft nie gesehen. Respekt dafür, wie viel Haltung und Würde sie an den Tag legt und trotzdem noch kämpferisch ist.

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Kamillo 16.01.2019, 21:15
39.

Was sind das denn für Idioten? Monthy Python hätte es nicht peinlicher darstellen können! Einerseits den von May ausgehandelten Vertrag abzulehnen, andererseits May nicht das Misstrauen auszusprechen, weil sie es ja angeblich verbockt hat! Mir scheint, die wissen nur was sie nicht wollen, die wissen aber nicht was sie wollen, und hauptsache keiner von denen mag die dazu nötige Drecksarbeit tun. Meine Hochachtung an May für dieses Stehvermögen! Unter anderen Umständen wäre die sicherlich eine großartige Politikerin. Dieses ganze Parlament gehört auf die Straße geworfen!

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