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Brüchige Waffenruhe in der Ukraine: Separatisten melden Vormarsch in Debalzewe
REUTERS

Kämpfe statt Waffenruhe? In der ostukrainischen Stadt Debalzewe rücken die prorussischen Separatisten nach eigenen Angaben vor: "Der Vormarsch verläuft sehr aktiv."

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twistedtacco 17.02.2015, 12:17
1.

Wie wäre es, den Begriff langsam aber sicher nicht mehr zu gebrauchen? Beide Seiten feuern aufeinander. Das ist keine Waffenruhe, das ist keine brüchige Waffenruhe, das ist gar keine Waffenruhe.

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neu_im_forum 17.02.2015, 12:23
2. Vormarsch

Also wer vormaschiert greift an. Damit ist Minsk 2 gescheitert. Bin auf das Statement aus Moskau gespannt.
Lasst mich raten... Kiew ist schuld! Wie an allem!!!!

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dieschnalle 17.02.2015, 12:23
3. Der Eisenbahnknotenpunkt

wird für den Transport der Kohle benötigt - und die Kohle wird schon jetzt von Kiew gekauft (Südafrika und Polen lieferten ja nicht)

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static 17.02.2015, 12:26
4.

Zitat von ulli7
Wenn das Blutvergiessen in der Ostukraine nicht aufhört, dann liegt die Schuld nicht nur bei Russland, sondern auch bei der EU und den USA. Wenn man den Schotten erlaubte über den Verbleib in GB abzustimmen, warum wird dies den Russen und russisch sprechenden Bewohnern der Ostukraine nicht auch gestattet ? Schottland und Ostukraine liegen beide in Europa.
Weil es eben nicht um Recht, Menschenleben, Freiheit oder Demokratie geht. Es geht um Einflusszonen, Absatzmärkte und Rohstoffe. Die Menschen in der Ukraine interessieren niemanden.

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wgundlach 17.02.2015, 12:27
5. Welch ein Irrsinn!

Kiew bestreitet, daß es einen Kessel gibt! Und riskiert ein Massaker! Hoffentlich ergeben die armen jungen Männer sich undretten ihr Leben! Man müßte ihnen dafür einen Orden verleihen.
Wie herzlos und unmenschlich ist doch so ein Kampf um Territorium, wie sinnlos. Die Menschen, die darauf Leben werden dumgebracht. Welch ein Gewinn!

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stefanbodensee 17.02.2015, 12:30
6. Weiter wie bisher ....

Es wird weitergemacht wie bisher - und es wird auch keine Waffenruhe eingehalten werden, damit müssen wir uns jetzt einfach mal abfinden. Putin läßt sich nicht beeindrucken, er lügt wissentlich und macht so weiter, wie er es für richtig hält. Wieso unsere Diplomaten samt Mutti Merkel das einfach nicht verstehen können oder wollen ? Beide Seiten möchten es offensichtlich 'wissen' - und wegen der eigentlichen Übermacht der Separatisten durch die russische Unterstützung ( ohne die wäre sicher schon lange ruhe ) wird es faktisch auf eine Art Teilung der Ukraine hinauslaufen. Einmal in einen russisch-orientierten - und einmal in den westeuropäisch-orientierten Teil. Was mich dabei betroffen macht, ist die Kaltblütigkeit, mit der mittlerweile beide Seiten den Tod vieler unschuldiger Zivilisten, die Zerstörung der Infrastruktur und dazu den Vertrauensverlust im Rest der Welt hinnehmen - und das nur, um nicht ihr Gesicht zu verlieren ... oder was auch immer. Scheinheilige, verlogene und egoistische Welt ...

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ohminus 17.02.2015, 12:36
7.

Zitat von ulli7
Wenn das Blutvergiessen in der Ostukraine nicht aufhört, dann liegt die Schuld nicht nur bei Russland, sondern auch bei der EU und den USA. Wenn man den Schotten erlaubte über den Verbleib in GB abzustimmen, warum wird dies den Russen und russisch sprechenden Bewohnern der Ostukraine nicht auch gestattet ? Schottland und Ostukraine liegen beide in Europa.
Aber Schottland liegt im Vereinigten Königreich und die Ostukraine in der Ukraine. Damit gelten unterschiedliche verfassungsrechtliche Bestimmungen. Nicht "man" hat Schottland erlaubt, abzustimmen, sondern die britische Regierung im Rahmen der geltenden Gesetze.

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UweZ+ 17.02.2015, 12:48
8.

Scheint aber auch wirklich ausgesprochen schwierig zu sein, die causa "Kessel von Debalzewe".

Der Ort Debalzewe ist offensichtlich bereits kartographisch derart instabil, dass der auf dem heute (17.02.) von SPON präsentierten Kartenmaterial einfach ein gutes Stück über die Frontlinie des ersten Minsker Abkommens von September 2014 hinweg Richtung Westen, ins damalig von Kiew kontrollierte Gebiet gesprungen ist...

Während das SPON-Kartenmaterial ihn vergangenen Sonntag dem 15.02. eindeutig noch noch viel weiter östlicher, nämlich weit im September 2014 von Separatisten kontrollierten Gebiet verortete...
Siehe zum Vergleich: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-waffenruhe-scheint-zu-halten-a-1018535.html

Solange in der Ukraine Ortschaften und Landmarken derart willkürlich auf den Landkarten rumzuspringen belieben, sind Konflikte ja zwangsläufig vorprogrammiert...

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Niederbayer 17.02.2015, 12:49
9.

Zitat von ulli7
Wenn das Blutvergiessen in der Ostukraine nicht aufhört, dann liegt die Schuld nicht nur bei Russland, sondern auch bei der EU und den USA. Wenn man den Schotten erlaubte über den Verbleib in GB abzustimmen, warum wird dies den Russen und russisch sprechenden Bewohnern der Ostukraine nicht auch gestattet ? Schottland und Ostukraine liegen beide in Europa.
Das kann man sicherlich machen. Auf der Basis der jeweiligen Verfassung. Soweit ich weiß muß hierzu eine Mehrheit der ganzen Ukraine für die Abspaltung sein.
Das wird sich aber demokratisch nicht machen lassen.

Im Gegenteil zu den Schotten sind die Ostukrainer aber anscheinend nicht bereit sich demokratisch entsprechend den Gesetzen ihres Landes zu verhalten.

Die Schotten haben vorgemacht wie es geht. Offen diskutiert, demokratisch abgestimmt und das Ergebnis akzeptiert, obwohl es nicht jedem passt.

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