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Brüchige Waffenruhe in der Ukraine: Separatisten melden Vormarsch in Debalzewe
REUTERS

Kämpfe statt Waffenruhe? In der ostukrainischen Stadt Debalzewe rücken die prorussischen Separatisten nach eigenen Angaben vor: "Der Vormarsch verläuft sehr aktiv."

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nixkapital 17.02.2015, 14:40
50. Hm...

Zitat von kugelsicher
Putin mit Sanktionen versorgen bis es qualmt. Obwohl das Wort Sanktionen es nicht trifft. Man sollte als Westen, als USA, D, etc. einfach sagen: Wir kaufen von dir nichts mehr und verkaufen dir auch nichts mehr. Und auch sonst gibt es keine Unterstützung. Mehr nicht. Das ist IMO das ureigenste Recht was Staaten haben.
Ich finde es bemerkenswert, inwieweit dieser Konflikt auf die Person Putin reduziert wird. zeifelsohne ein großer Erfolg der westlichen Medien. Dagegen kaum ein Wort von der Einmischung der EU und USA in einem souveränen Staat Ukraine. Kein Wort zu den mysteriösen Vorgängen auf dem Maidan. Kein Wort zu dem skandalösen Sturz des damaligen Präsidenten. In der Wahl seiner Mittel, sich Staaten einzuverleiben oder unter seinen Einfluß zu bringen, ist der Westen nicht zimperlich. Um so größer dann der Aufschrei, wenn der erklärte Gegner dagegen hält.

Natürlich ist Putin kein Unschuldslamm, aber - Hand aufs Herz - ist er um so vieles schlimmer als ein G.W. Bush der immerhin den Tod hundertausender Afghanen und Iraker zu verantworten hat , oder als ein Obama, der per Drohne unzählige Verdächtige quasi remote hinrichtet? Sind wir da nicht ein wenig zu einseitig?

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MütterchenMüh 17.02.2015, 14:42
51.

Zitat von giwdul
warum schweigen frau merkel und ihre regierungs-angestellten dazu ? ich nenne das angsthasenpolitik - traurige veranstaltung dieser minsker playback - show ! die osze ist ein alibi papiertiger, die können noch weniger ausrichten als die uno. ein nutzloser zusammengewürfelter haufen in jeans und windjacke ohne kompetenz.
Wer etwas bewegen will müsste sich schon die "Hände schmutzig" machen.
Aber wer will das schon?
Wer das will kann ja in die Ukraine fahren und sich dort einem der vielen Freiwilligenbattallione anschließen.

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spon-facebook-10000012354 17.02.2015, 14:57
52. Der Kessel von Debalzewe

Zitat von MütterchenMüh
Wenn es tatsächlich einen Kessel geben sollte, dann wäre ja absolut unverständlich warum den Kiew nicht befreit. Oder ist es tatsächlich so, daß Kiew keine Kraft hat , gegen ein paar Separatisten anzustinken. Vor Tagen gab es eine Meldung, daß die jungen wehrfähigen Männer in Scharen die Ukraine verlassen. Das würde die schwache unfähige ukrainische Armee beweisen, und zum anderen Zweifel an der Kriegsrethorik aus Kiew aufwerfen.
In der Tat: eine merkwürdige Aktion der ukrainischen Armee, sich sozusagen vom Feind einschließen zu lassen. Selbst wenn die Eisenbahnlinie bzw. der Knotenpunkt dort strategisch sehr bedeutsam sind, so könnte man die Verbindungen der Eisenbahn dort dauerhaft zerstören und die Position dann räumen bzw. durch Beschuss aus der Distanz langfristig eine Nutzung behindern. Die Stationierung einer derartig großen Gruppe der ukrainischen Armee an dieser Stelle macht im Grunde keinen Sinn, es sei denn, die ukrainische Generalität will die eigene Niederlage erzwingen und politische Veränderungen auslösen. Die Aktion wirkt wie Sabotage durch die eigene Führung. Eine andere Motivation ist schwer vorstellbar. In den Medien wurden die Verhandlung in Minsk so dargestellt, dass Merkel Poroschenko über die Situation in Debalzewe aufklären musste, was gut zu der Vermutung passt, dass Poroschenko möglicherweise vorsätzlich über die Konsequenzen einer Einschließung getäuscht worden ist.

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Beetulli 17.02.2015, 15:04
53. Zankapfel

Es wäre den Soldaten zu wünschen gewesen, dass sie sich aus dem Kessel von Debalzewo hätten zurückziehen können, eine unhaltbare Situation, fast vollständig von den Separatisten umzingelt. Aber das hat ihr oberster Kriegsherr nicht zugelassen, das hätte eine Niederlage für Kiew bedeutet. Die Aufständischen hätten gegen einen Abzug nichts gehabt.
Debalzewo liegt auf der wichtigsten Verbindung zwischen Lugansk und Donezk, ist für die Separatisten unverzichtbar. Für Kiew sind das ein paar qkm Land fern im Osten. Aber von da aus kann man dem ungeliebten Feind das Leben schön schwermachen.

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P. Kittsteiner 17.02.2015, 15:08
54.

Zitat von stonecold
Da wird den faktischen Umständen lediglich ein wenig nachgeholfen, es dient doch dem guten Zweck. Sonst verwirrt man nur die Leserschaft, am Ende zweifelt noch jemand daran, dass wir die "richtige" Seite unterstützen und alle deren "Verfehlungen" systematisch ausblenden.
Welche Rolle spielt denn die exakte Lage von Debalzewe für Sie, solange Debalzewe laut Minsker Abkommen auf jeden Fall im ukrainisch kontrollierten Teil der Pufferzone liegt?

Wollen Sie etwa hinreisen und wissen nicht wie? Warten Sie noch ein wenig, dann können mit Zwischenstopp in Moskau nach Donezk fliegen und von dort aus mit dem Linienbus weiterfahren. Sehr traurig, aber wohl leider realistisch.

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katzenheld1 17.02.2015, 15:40
55. Es ist tatsächlich so

Zitat von MütterchenMüh
Wenn es tatsächlich einen Kessel geben sollte, dann wäre ja absolut unverständlich warum den Kiew nicht befreit. Oder ist es tatsächlich so, daß Kiew keine Kraft hat , gegen ein paar Separatisten anzustinken. Vor Tagen gab es eine Meldung, daß die jungen wehrfähigen Männer in Scharen die Ukraine verlassen. Das würde die schwache unfähige ukrainische Armee beweisen, und zum anderen Zweifel an der Kriegsrethorik aus Kiew aufwerfen.
Dass die Ukrainer erstens nicht damit gerechnet haben, von einem Nachbarstaat militärisch angegriffen zu werden (ja, Putins russische Nichtsoldaten kämpfen dort mit russischen Waffen) und zweitens die ukrainische Armee in einem erbärmlichen Zustand war, ist unbestritten. Und im NATO-Beistandspakt ist die Ukraine leider auch nicht - sonst hätte dieser Feigling in Moskau diesen Krieg ja auch nicht riskiert.

Die ukrainische Regierung hat das Recht eines jeden souveränen Landes, sich gegen Separatisten im eigenen Land zu wehren. Bei separatistischen Bestrebungen in Russland bekommen die Separatisten ganz rasch „den Knüppel auf die Rübe“.

Mein Gott, wie mir dieses Agitprop-Gelabere der russischen Claqueure auf den Wecker geht …

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Derax 17.02.2015, 15:48
56.

Im krieg gibt es nie schwarz weiß aber hier sehr wohl dunkel grau und hell grau, das wollen die Putinisten hier scheinbar nicht verstehen ;) wen wollt ihr eigntlich überzeugen postes das doch lieber auf rt und nehmt euer "Lügenpresse" Argument gleich mit.

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robins3 17.02.2015, 15:49
57. Da stimmt was nicht!

Auf Ihrer Karte wurde aus dem weiter im Nordwesten liegenden Switlodars Debalzewo.

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h.zimt 17.02.2015, 15:53
58. Minsk war nur Theater

Der große Krieg, der in einen Atomkrieg münden wird, kommt. Die Amerikaner wollen ihn, die Ukraine ist das Zündhütchen. Alles andere ist Geschwätz. Nach diesem Krieg werden wir weitersehen, wenn wir dann noch sehen können. Und glaubt nicht, dass es irgendeinen Sieger gibt. B. Brecht sagte einst: "Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden." Brecht meint Deutschland, aber man kann auch Europa dafür setzen. Doch diesmal werden auch die USA ein Scherbenhaufen sein. Alles andere ist Pfeifen im Walde.

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Berliner42 17.02.2015, 16:09
59.

Zitat von MütterchenMüh
Wenn es tatsächlich einen Kessel geben sollte, dann wäre ja absolut unverständlich warum den Kiew nicht befreit. Oder ist es tatsächlich so, daß Kiew keine Kraft hat , gegen ein paar Separatisten anzustinken.
Wären es wirkliczh nur die Separatisten, wäre der Spuk schon lange zu Ende.
Aber Kiew "stinkt" nicht gegen "ein paar Separatisten" an, sondern gegen die russische Armee.

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