Forum: Politik
Brüssel und der drohende Brexit: Alles nur Schein
DPA

Die EU will den Austritt Großbritanniens unbedingt verhindern - und inszeniert einen Schaukampf, dessen Gewinner bereits feststeht: David Cameron. Aber spielen die britischen Wähler das Theater mit?

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SeHerb 01.02.2016, 19:26
1.

Die Briten fordern und Europa knickt ein aus lauter Panik vor dem Brexit. Von Cameron kann man sich noch eine Scheibe abschneiden. SO geht Erpressung.

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kasam 01.02.2016, 19:42
2. Wenn die Briten raus wollen, dann soll man sie gehen lassen

Aber bitte nicht auf die Idee, unter allen umständen sollen sie doch drin bleiben. Das hat 1. keinen Wert und 2. muss man immer wieder nachgeben und wird am Ende zermürbt. Also bitte....ziehen lassen.....

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enzio 01.02.2016, 19:49
3. Zu früh gefreut

Die Mehrheit der britischen Wähler steht der EU skeptisch gegenüber und wird genau hinschauen, was ihr Premier denn tatsächlich erreicht hat. Denen passt die ganze Richtung nicht. Da wird ein Herumschnippeln an den Sozialleistungen für EU-Bürger nicht ausreichen. Der Passus in den EU-Vereinbarungen, der eine immer stärkere Integration für alle Partner in der EU vorsieht, dürfte u.a. zum Lackmustest nicht nur für die Briten sondern auch für die Polen, Ungarn, Tschechen, Slowaken etc. werden. Die Briten könnten also etwas angestoßen haben, was den Charakter der EU nachhaltig ändern würde.

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syracusa 01.02.2016, 19:57
4. Poxit

Am besten führt auch Polen noch dieses Jahr ein Referendum über den Verbleib in der EU durch, und verlässt dann gemeinsam mit UK die EU. Und Ungarn bitte auch ...

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GeorgMenz 01.02.2016, 20:13
5. Der englische Patient

gebärdet sich in guter Thatcher-Tradition als Erpresser auf der europäischen Bühne. England zahlt seit jeher nur 50% der obligatorischen Beiträge zur Finanzierung gemeinsamer Aufgaben. Deutschland den größten und dominanten ungekürzten Beitragssatz.

Kohls Zugeständnis sollte den Erfolg der europäischen Gemeinschaftsidee abrunden. Nach der Vergessens-Kurve ist ein derartiges Verhalten nur kurzfristig im Gedächtnis, nicht aber bei David Cameron. Dieser nutzt die Verhandlungsschwäche beim Beitritt als Signal, der schwachen europäischen Führung aus Angst vor einem BREXIT mit damit verbundener weiterer psychologischer Demontage die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen. Dabei ist die Kürzung von Sozial-Leistungen an der richtigen Stelle nicht von der Hand zu weisen. Die in die Flüchtlings-Politik einflißensden Ausgaben müssen ja an anderer Stelle wieder eingespart werden. Die Bürger der EU werden empfindlicher reagieren, wenn es an die eigenen Besitzstände geht.

Indem das UNVORSTELLBARE, der BREXIT, mit gebührendem Druck in das Bewusstsein der Partner gepflanzt wird, zeigt sich die fehlende Motivationsstärke der EU-Führungsriege. Es geht hauptsächlich um den grundsätzlichen Erhalt des EU-Vertragsrahmens.
Dabei ist man beim Freihandelsabkommen dabei, das vertraglich gewollte politische Zusammenwachsen über den Zwang zu wirtschaftlichen Konzessionen durch die Hintertür zu verstärken.
Die Therapie für den englischen Patienten ist demnach:
Härte vorzuspiegeln und die eigene Verhandlungsschwäche zu vertuschen.

Wenn dann auch noch protokolliert würde, England müsse dem weiteren Integrationsprozess nicht folgen, ist das der Offenbarungseid für rein wirtschaftliche
Ziele. Der COMEDIAN ALFONS hat einzigartig überzeugend auf den Frieden als den Schlüsselerfolg der europäischen Idee hingewiesen.

Schon bei den Warnungen vor Grenzkontrollen zeigt sich wiederum die einseitige Orientierung der EU. Letztlich aber müsste die Größe der europäischen Vision die EU-Staatsführer zu gemeinsamen Handeln bewegen. Transport-Fragen jedenfalls sollten die schutzwürdigen Belange der Bürger nicht infrage stellen können. Wozu ist die Politik bevollmächtigt: die Lebensverhältnisse für die STAATS-Bürger zu verbessern. Soziale Verantwortung findet seine Grenzen in der Verkraftbarkeit, ohne die christlichen Tugenden der Nächstenliebe und Hilfe in der Not aus dem Auge zu verlieren.

Die Diagnose: Ein Ausscheiden von England aus dem europäischen Verbund dürfte dem "englischen Patienten" massiv schaden.

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MarkInTosh 01.02.2016, 20:24
6. Nun ja...

Wenn Briten und ggf. auch die Polen die EU verlassen, kann das für diese nur gut sein. Keine ewigen Ausnahmen und Sonderregelungen für die Inselbewohner und keine finanzielle Unterstützung ohne jegliche Gegenleistung an unsere östlichen Nachbarn mehr. Vielleicht auch ein gangbarer Weg für Ungarn?

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lexus1234 01.02.2016, 20:28
7. EU-Endzeit, die Privilegierten kämpfen um den Erhalt ihrer Privilegien

Man kann nur hoffen, daß die Briten diese Farce durchschauen und für Austritt stimmen.

Die Brüsseler EU und Merkel: Das sind die Feinde eines geeinten Europa und Brüssel das kranke Abbild der Interessenvertreter der Großindustrie.

Wenn Europa eine Einheit bleiben will, muß dieses EU-Monster in Brüssel abgerissen und neu aufgebaut werden.

Es wird so kommen. Nur das wie ist noch offen.

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slade 01.02.2016, 20:46
8. Weiß man schon,

falls der Brexit kommt, ob dann Flug- u. Fährverbindungen aufgehoben werden?
Wegen gardiola habe ich mir ein Jahresticket bei ManCity gekauft und dann käme ich ja nicht mehr hin.

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event.staller 01.02.2016, 21:11
9. Die Briten haben es immer noch nicht verkraftet,

daß die Zeiten des "British Empire" vorbei sind. Aus dem Stolz, einmal die größte Kolonial-Macht der Welt gewesen zu sein, ist nun eine Europa-Abwehr geworden. Vor lauter Wahrung der Eigen-Interessen wird dabei übersehen, welchen Schaden die Europa-Idee auch für die Briten nimmt. Aber darin befinden sie sich ja in "guter" Gesellschaft.

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