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Bürgerkrieg gegen Assad: Die doppelte Rebellion der syrischen Kurden
AP / SNN

Sie könnten zu den Gewinnern des Bürgerkriegs gehören, wenn sie nicht so zerstritten wären. Doch einig sind sich Syriens Kurden nur über eines: Sie wollen mehr Autonomie für ihre Region. Dafür legen sie sich mit beiden Seiten an - mit Assads Regime und den Rebellen.

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mistikal99 06.11.2012, 08:13
1. Ein schönes märchen

Wieder ein schönes Märchen der Europäer, die von einem Kurdistan träumen. Dieser europäischer Traum könnte aber später ein kurdischer Alptraum werden, wenn die Kurden erfahren dass sie von ihren westlichen Unterstützern reingelegt wurden. Die Geschichte der Araber in den letzten 100 jahren sollte den Kurden eine lehre sein, sollte man meinen. Den Arabern hatte man damals auch die Unabhängigkeit versprochen, stattdessen wurden sie zur Sklaven des Westens.

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ein anderer 06.11.2012, 08:37
2. ...

Zitat von sysop
Sie könnten zu den Gewinnern des Bürgerkriegs gehören, wenn sie nicht so zerstritten wären. Doch einig sind sich Syriens Kurden nur über eines: Sie wollen mehr Autonomie für ihre Region. Dafür legen sie sich mit beiden Seiten an - mit Assads Regime und den Rebellen.
Leider kämpft in Syrien niemand für ein freies Syrien für freie Syrer. Als der bewaffnete Aufstand das Zepter der Revolution an sich riss war es vorbei mit der Einigkeit der Assadgegner. Die FSA und andere sunnitische Gruppen kämpfen nur für freie Sunniten, für eine sunnitische Machtübernahme. Es sind nicht die fehlende Waffen der Rebellen welche Assad an der Macht erhält sondern das unvermögen der Rebellen eine akzeptable Zukunft für alle Syrer in Aussicht zu stellen. Mit den Dämonisierungen aller Alawiten und der maginalisierung der Christen und Kurden haben die Muslimbrüder mit ihren unterstützer Saudi-Arabien und Katar eine Situation erschaffen die nur im Bürgerkrieg enden könnte. Sie haben damit das Assad Regime an der Macht zementiert und die Reihen innerhalb der Alawiten und zusammengeschweisst.
Der arabische Frühling wurde noch vor dem Erblühen von sunnitischen Eiferern überrannt.

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dghk_rmh 06.11.2012, 08:43
3. optional

um das hinzukriegen, müssten sie langfristig die USA, die Nato, Saudi-Arabien, Katar und die Türkei besiegen. Das werden sie kaum schaffen.

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konservativ24 06.11.2012, 08:44
4. Good Luck..

...den syrischen Kurden. das autonome Kurdengebiet im Irak ist - im Vergleich zu seinen Nachbarn - stabil und liberal. Hier werden keine Andersdenkende verfolgt. Vielleicht wird es ja in Zukunft eine gemeinsame Lösung mit den syrischen Kurden geben. Bei den geopolitischen Rahmenbedingungen sicherlich ein schwieriges Unterfangen, aber wer hätte vor 20 Jahren auch von der jetzigen Situation geträumt. Der Westen sollte die Kurden intensiv unterstützen, ohne seine weiteren Partner (Türken, Araber) zu vergessen und diese zu sehr zu isolieren.

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darthmax 06.11.2012, 08:55
5. Förderation

Das wird die Türkei auch zu verhindern suchen.
Es ist schon grenzwertig, dass ein übler Diktator mit säkularem Touch jetzt mit massiver Unterstützung von Diktatoren mit tief religiöser Ausrichtung gestürzt wird.
In deren Augen sind Alewiten Häretiker.
Es wird nie ein Kurdistan geben. Auch die Perser können dem nichts abgewinnen.

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biobanane 06.11.2012, 09:01
6.

Zitat von mistikal99
Wieder ein schönes Märchen der Europäer, die von einem Kurdistan träumen. Dieser europäischer Traum könnte aber später ein kurdischer Alptraum werden, wenn die Kurden erfahren dass sie von ihren westlichen Unterstützern reingelegt wurden. Die Geschichte der Araber in den letzten 100 jahren sollte den Kurden eine lehre sein, sollte man meinen. Den Arabern hatte man damals auch die Unabhängigkeit versprochen, stattdessen wurden sie zur Sklaven des Westens.
Welche Europäer träumen von einem Kurdistan? Es sind die Kurden selbst, die seit Jahrzehnten hierfür kämpfen.
Welchen Arabern hat man die Unabhängigkeit versprochen? Es waren die Araber selbst, die sich diese erkämpft haben.
Wer ist ein Sklave des Westens?

Man muss den westlichen Einfluss auf die meisten Länder der Welt kritisch sehen, aber für eine Diskussion sollten schon einige Fakten auf den Tisch und nicht Aussagen wie "Träume" "reingelegt" "Sklave" etc.

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sysiphus-neu 06.11.2012, 09:06
7. Hoffnung

Die regierungstreuen Kurden haben von Assad längst mehr Autonomie erhalten. Diese verteidigen sie auch gegen die Islamisten und Hasardeure der FSA, wie die jüngsten Gefechte in Aleppo zeigten. Dort vertrieben kurdische Milizen in Zusammenarbeit mit der regulären Armee eindringende Dschihadisten. Das ist ein kleines Hoffnungszeichen für das geplagte Land, vielleicht bildet sich ja allmählich eine säkulare Einheitsfront gegen die salafistischen Kopfabschneider?

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kurdesaar 06.11.2012, 09:24
8. Kurdistan

Früher oder später wird es ein Kurdistan geben ob es den Türken,Arabern und Persern gefällt oder nicht. Im übrigen sind die Kurden das einzige Volk im Nahen Osten die nach Demokratie streben. Man vergleiche den autonomen Nordirak mit dem Rest vom Irak. Die Türkei verliert durch ein Kurdisatn an bedeutung weil sie genau wissen dass Kurdisan auf Grund seiner Bodenschätze wirtschaftlich der Motor der Region wäre. Darüber hinaus würde die Türkei ihre Bedeutung als "strategisch" wichtiger Partner des Westen verlieren weil die amerikanischen Flughäfen und Basen in Kurdistan willkommen sind. In beidseitigem Interesse. PS: der amerikanische Nationaltag ist auch ein Feiertaag in Kurdistan und wird zusammen mit den GI in Kurdistan gefeiert.

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porkypork 06.11.2012, 09:24
9.

Zitat von sysiphus-neu
Die regierungstreuen Kurden haben von Assad längst mehr Autonomie erhalten. Diese verteidigen sie auch gegen die Islamisten und Hasardeure der FSA, wie die jüngsten Gefechte in Aleppo zeigten. Dort vertrieben kurdische Milizen in Zusammenarbeit mit der regulären Armee eindringende Dschihadisten. Das ist ein kleines Hoffnungszeichen für das geplagte Land, vielleicht bildet sich ja allmählich eine säkulare Einheitsfront gegen die salafistischen Kopfabschneider?
Ich sehe eher die Gefahr, dass es in Syrien zu afghanischen Verhältnissen kommt. Verschiedene Warlords, die sich mit ihren Milizen mal mit dem einen und mal mit dem anderen verbünden. Der Usbekengeneral Dostum ist ein klassisches Beispiel dafür.

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