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Bürgerkrieg: Irans Revolutionswächter geben Syrien-Einsatz zu
AFP

Iranische Elitesoldaten sind in Syrien im Einsatz. Was lange Zeit vermutet wurde, hat die Regierung in Teheran nun offiziell bestätigt. Allerdings seien die Revolutionswächter nur als Berater und Finanzhelfer tätig - doch dabei müsse es nicht bleiben.

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porkypork 16.09.2012, 14:03
1.

Und jetzt bitte noch die Schlagzeilen “Saudis geben Syrien-Einsatz zu“, “Libyer geben Syrien-Einsatz zu“, “Türken gegen Syrien-Einsatz zu“, “Briten geben Syrien-Einsatz zu“ usw.
Und das nicht nur als Berater sondern mit der Waffe in der Hand.

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Casparian 16.09.2012, 14:06
2. Iran darf in Syrien sein!

Zitat von sysop
Iranische Elitesoldaten sind in Syrien im Einsatz. Was lange Zeit vermutet wurde, hat die Regierung in Teheran nun offiziell bestätigt. Allerdings seien die Revolutionswächter nur als Berater und Finanzhelfer tätig - doch dabei müsse es nicht bleiben.
Jeglicher Einsatz von iranischem Militär(personal) ist zu 100% legitim. Es existieren etliche Verteidigungsabkommen zwischen Iran und Syrien. Von einer "Einmischung", wie es im Artikel steht, kann nicht die Rede sein.

Ich wünsche den Syrern und Iranern viel Glück dabei die salafistisch-wahabitischen Terroristen in Syrien dingfest zu machen.

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rolandjulius 16.09.2012, 14:28
3. Säbelrasseln am Sonntag

Nun war es einige Tage still um die Perser, und Schwupps,
kamen neue Geschichten aufs Tapet.
Wem dient denn diese dauernde Kriegshetze?
Ich meine ,dass durch unsere Einmischung in fremde Länder
schon viel zu viel Unheil angerichtet wurde.
Das Vorbild Obamas, sich aus den Krisenländern zurückzuziehen, sollten von allen westlichen Nationen
befolgt werden , gekoppelt mit einem globalen Waffenembargo für alle im Streit befindlichen Nationen.
Oppositionelle zum Blutvergießen anzustacheln, ist mit
Beihilfe zum Mord gleichzusetzen, und sollte als solcher
bestraft werden.
Blutrünstige Politiker sollte man ohne Ausnahme auf ein
Dorf in Sibirien schicken, und womöglich mit Messern
ausstatten, damit sie ihren Leidenschaften nachgehen
können.

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UnitedEurope 16.09.2012, 14:30
4. Titellos

Zitat von porkypork
Und jetzt bitte noch die Schlagzeilen “Saudis geben Syrien-Einsatz zu“, “Libyer geben Syrien-Einsatz zu“, “Türken gegen Syrien-Einsatz zu“, “Briten geben Syrien-Einsatz zu“ usw. Und das nicht nur als Berater sondern mit der Waffe in der Hand.
Steht doch schon seit Wochen überall. Die Türkei bietet den Rebellen einen Geheimdienststützpunkt an, Katar und Saudi-Arabien schmuggeln Waffen und britische Spezialeinheiten sind als Berater aktiv.
Die USA liefern Satellitentelefone und Geheimdiensterkenntnisse.

Also wieso Ihre Aufregung? Alles seit Monaten bekannt.

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Lurchfreund 16.09.2012, 14:54
5. Na und?

Die Saudis pumpen jede Menge Geld nach Syrien. Katar, die VAE und Oman ebenfalls. Die syrische Opposition rennt mit Bargeldbündeln durch die Gegend, die selbst nen reichen Millionär beeindrucken würden. Woher kommen wohl die frischen Bündel Bargeld?

Von diversen Djihadisten aus anderen Ländern mal ganz abgesehen (Libyen, Sudan, Jemen usw.). Wenn man dann noch daran denkt, dass Teile der syrischen Opposition offen damit drohen, die christlichen, alawitischen und drusischen Minderheiten auszulöschen, dann erklärt sich durchaus ein verstärktes Interesse von Iran.

Merke: mit Geld kann man sich die islamische Revolution bzw. die Errichtung eines Gottesstaats offensichtlich auch kaufen. Da freuen sich die Scheichs.

Kleine Denksportaufgabe: wer kann mit Assads Giftgasdepots verantwortungsvoller umgehen? Die teilweise wahabitische bzw. salafistische Opposition, die durchaus auch mit Al-Quadia sympathisiert und ethnische Säuberungen propagiert oder ein zugegeben boshaft machtgieriger aber säkularer Diktator?

Wenn die syrische Opposition gewinnt, wird es erst so richtig lustig. Dann muss Israel eingreifen, um durchgeknallten Djihadisten zuvor zu kommen, die vermutlich ohne großes Nachdenken die Giftgasbestände einsetzen würden und in jedem Fall versuchen würden, selbige zu erwerben. Auch der Iran müsste etwas tun, da Schiiten ebenso als legitimes Ziel für sunnitische Extremisten gelten wie Juden oder Christen.

Saudi-Arabien lehnt sich zurück und schaut sich dieses Schauspiel an. Wäre nicht der erste Flächenbrand, den die umtriebigen Scheichs gezündet hätten. 9/11 (Geld und Terroristen kamen aus Saudi-Arabien), Taliban (Geld und Ausrüstung kamen aus Saudi-Arabien), Irak ( indirekte aber durchaus erwünschte Folge von 9/11), Ägypten (direkter Nachbar im Streit um Vormachtstellung extrem geschwächt). Überall hat Saudi-Arabien seine Finger drin und wo deren Finger drin stecken sieht es bald ziemlich unschön aus.

Wie auch immer alles ausgehen wird, Saudi-Arabien hat strategisch in jedem Fall gewonnen. Gewinnt Assad, ist Syrien zumindest geschwächt und Saudi-Arabien unumstritten die Hegemonialmacht im nahen Osten.
Gewinnt die Opposition hat Saudi-Arabien seine Interessen ebenfalls durchgesetzt. Greifen Israel und/oder Iran aktiv ein, gibt es einen Flächenbrand, nach dessen Ende Saudi-Arabien ebenfalls der große Gewinner wäre.

Saudi-Arabien hat es also mit überschaubarem finanziellem Aufwand geschafft, seine Interessen durchzusetzen. Das sollte den hiesigen Planern mal zu denken geben. Wir für unseren Teil verkaufen dann unseren "guten Freunden" in Saudi-Arabien noch Panzer, Schusswaffen und trainieren sie auch noch. Irgendwann wird sich das rächen.

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stereopath 16.09.2012, 15:08
6.

Zitat von Casparian
Jeglicher Einsatz von iranischem Militär(personal) ist zu 100% legitim. Es existieren etliche Verteidigungsabkommen zwischen Iran und Syrien. Von einer "Einmischung", wie es im Artikel steht, kann nicht die Rede sein. Ich wünsche den Syrern und Iranern viel Glück dabei die salafistisch-wahabitischen Terroristen in Syrien dingfest zu machen.
Waren die tausenden Demonstranten, die vor über einem zu Beginn des Aufstandes monatelang friedlich demonstrierten und von Assad blutigst niedergeschlagen wurden, auch Terroristen? Du machst es dir an deinem Laptop sehr einfach, über die Dinge zu richten. Was in Syrien passiert, kann man nicht in schwarz und weiß aufteilen. Assad hat jegliche Legitimation schon vor Monaten verloren. Seine Zeit läuft ab.

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eonyx81 16.09.2012, 15:16
7. optional

Ich heiße es sogar gut, dass der Iran Syrien zur Seite steht.
Dieser beiden Länder haben unzählige Abkommen, nicht nur militärischer Natur. Iran ist Syriens wichtigster Verbündeter und andersrum.

Es ist schon sehr offensichtlich, wie von den westlichen Medien versucht die Bevölkerung aufzustacheln und zu manipulieren.

Denn: Von Saudi-Arabien, oder Katar oder dem Oman, oder den USA hört und liest man relativ wenig wenn es um Einmischung von außen geht. Zumal diese Länder keine völkerrechtlichen Abkommen mit den Terroristen die sich "FSA" nennen abgeschlossen haben. Noch dazu wird es früher oder später so sein, dass sich die FSA noch gegen die ehemaligen westlichen Verbündeten kehren.

Und was mich am meisten wundert:
Wir Deutschen sind aufgrund von Al-Qaida in Afghanistan. Erinnert sich noch irgendwer an die Kriegsgründe?

Und GENAU DIESSELBEN werden jetzt in Syrien unterstützt? Das ist schon Orwellsches Doppeldenk: Gut ist schlecht und schlecht ist gut.

Abgesehen davon ist es Irans gutes Recht sich zu verteidigen. Was die meisten Leute gar nicht begreifen: Wenn wir jetzt schon eine Wirtschaftskrise (die eigentlich eine künstliche Finanzkrise ist), was denkt ihr denn erst, was passiert wenn der nahe und mittlere Osten brennt?

Iran wird im Falle eines Angriffs sämtliche Verbündete, alle Optionen und jegliche Mittel auf den Tisch legen und um sich schlagen. Nicht zu vergleichen mit dem Einmarsch in einen gebrochenen Irak oder einem rückständigen Afghanistan.

Und das Israel sich dann warm anziehen muss, ist auch klar. Sie mögen zwar Atomwaffen haben, aber ich denke es kann nicht im Interesse Israels sein, wenn ganze Landstriche atomar verwüstet sind und der Fallout auch nach Israel hineinzieht wo er er dann ebenfalls ganze Landstriche für jahrhunderte verseucht.

Sieht so tatsächlich der Plan aus? Ist das die beste Option die der Westen hat? Darauf läuft es nämlich hinaus wenn der Iran tatsächlich angegriffen wird. Da sollte mal besser jedem ganz schnell klar werden.

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Why-not? 16.09.2012, 15:31
8. Unfassbarer Hass auf den

Es ist unfassbar, wie hier vergessen wird, wie das Ganze angefangen hat. Die Syrer haben am Anfang friedlich demonstriert. Sie wollten nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen. Assad hat dabei von Anfang an auf Eskalation und brutale militärische Unterdrückung gesetzt. Selbst in Moscheen, in die die Menschen geflüchtet sind, liess er morden und abschlachten.

Assad ist zu allem bereit, lässt foltern, schießen und die eigene Bevölkerung weiter abschlachten, nur um mit aller Gewalt (im wahrsten Sinne des Wortes) an der Macht zu bleiben. Das iranische Militär hat natürlich als Unterdrückerstaat par excellence selbst die Hosen, voll, dass sich der "syrische Virus" auch auf Iran ausdehen könnte. Damit das nicht passiert, helfen sie gerne beim morden und abschlachten der syrischen Bevölkerung.

Dann gibt es einige todesmutige Menschen in der Bevölkerung Syriens, die sich gegen Assad stellen und dafür ihr Leben riskieren. Die werden hier zum Dank von Foristen angegriffen und verhöhnt.
Ekelhaft!
Und hier gibt es auch Foristen, die das Morden des Assad Regimes relativieren, abschwächen, verdrängen, leugnen etc.
Unfassbar!

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porkypork 16.09.2012, 15:33
9.

Zitat von UnitedEurope
Steht doch schon seit Wochen überall. Die Türkei bietet den Rebellen einen Geheimdienststützpunkt an, Katar und Saudi-Arabien schmuggeln Waffen und britische Spezialeinheiten sind als Berater aktiv. Die USA liefern Satellitentelefone und Geheimdiensterkenntnisse. Also wieso Ihre Aufregung? Alles seit Monaten bekannt.
Woraus schließen Sie, dass ich aufgeregt bin? Ich bin doch ganz ruhig :o)
Vor zwei Tagen wurde ein libyscher Scharfschütze in Syrien getötet (der genaue Ort ist mir jetzt entfallen), vor einigen Wochen wurde in Aleppo dieser türkische Salafisten-Anwalt getötet, ein britischer Reporter berichtete, dass die Rebellen - die ihn in Syrien bewachten - mit Londoner Akzent sprachen, der Independet zitierte Einwohner Aleppos, welche sich darüber beschwerten, dass Saudis ihre Wohnungen in Beschlag genommen hatten usw. Aber das ist natürlich alles keine Schlagzeile wert im Vergleich zu iranischen Beratern.

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