Forum: Politik
Bürgerkrieg in Libyen: Waffen für den Frieden
AFP

In Libyen breitet sich der IS aus, Flüchtlinge setzen nach Europa über. EU und USA beraten über eine Stabilisierung des Landes - und sprechen sich für ein Ende des Waffenembargos aus.

Seite 1 von 7
joG 16.05.2016, 20:54
1. Über dieses Problem sprachen.....

.....wir als Deutschland sich weigerte effektiv weigerte mit anzupacken und schon gar nichts unternahm mit eigenen Mitteln dort zu stabilisieren. Damals handelte man nach dem verfestigten Glauben, den man sich sich uber Jahrzehnte zusammengelegt hatte in seine Trittbrettfahrerei zu gechtfertigen.

Beitrag melden
aufreger1970 16.05.2016, 20:57
2. Jetzt mal nur kurz nachgedacht!

Libyen unter Gaddafi hatte sich dem Westen geöffnet und Verhandlungen mit der Eu angefangen! Natürlich passte dies den Amerikanern nicht und sie haben dort einen Bürgerkrieg angefangen, ohne wie immer auch im Irak, in Afgahnistan oder dem Rest der Welt! Kurzfristige "Feuer" löschen, ohne Plan über den "Flächenbrand"!

Beitrag melden
joergalexander 16.05.2016, 20:58
3. Stabilisierung

Wie viele Länder wurden durch die "Stabiliserungspolitik" der USA eigentlich destabilisiert?
Also ein Oxymoron an sich - dieser Widerspruch kann leider nicht auch ohne Weiteres aufgelöst werden, ob man dabei nun Libyen, Irak, Syrien und Afghanistan betrachtet oder einen kritischen Blick auf das "US-Engagement" in der Ukraine, Venzuela, Brasilien, Argentinien, Nigeria, etc., aber auch in allen jetzigen und künftigen NATO-Ländern wirft.

Beitrag melden
amuego186 16.05.2016, 21:12
4. 180 Grad gedeht

Das wird spannend:

In Libyen eine Regierung mit Waffen und Geld gegen
Terrorrgruppen aufrüsten...... 1000 Km östlich die gleichen Terrorgruppen weiter mit Geld und Waffen aufrüsten, um gegen die Syrienregierung zu kämpfen.
Und sich in Europa über weitere neue Flüchtlinge aufregen.
Das ist ein fataler westlicher Dreisatz, der nie aufgehen wird.
Dazu die Tatsache, dass unter Gataffi Libyen regelmäßig Milliarden Dollar bekommen hatte, um die EU von Flüchtlingen frei zu halten.

Beitrag melden
räbbi 16.05.2016, 21:14
5.

Zitat von joG
.....wir als Deutschland sich weigerte effektiv weigerte mit anzupacken und schon gar nichts unternahm mit eigenen Mitteln dort zu stabilisieren. Damals handelte man nach dem verfestigten Glauben, den man sich sich uber Jahrzehnte zusammengelegt hatte in seine Trittbrettfahrerei zu gechtfertigen.
Nö, nö, diese Entwicklung war klar wie Klarsichtfolie.
Da mußte man kein Prophet sein.
Vor einem (Flüchtlings-)Chaos in Libyen, im Falle seines Sturzes, warnte schon Gaddifi selbst.

Dass es die deutsche Außenpolitik nicht verhindert hat...geschenkt. Hätte das irgendwer wirklich ernsthaft erwartet?

Beitrag melden
pevoraal 16.05.2016, 21:18
6. Wer hat es gemacht?

Der Ami war's - ergo wer muss es alleine richten? Kleiner Tipp - nicht wir! Gaddafi war ein Diktator und mit Sicherheit kein Verfechter der Menschenrechte aber wie dumm muss man sein zu glauben das Demokratie überall auf der Welt funktioniert? Kein zwangsdemokratisierter Staat funktioniert heute. Solange Supermächte ihr dreckiges Spiel durchziehen ohne das sie Konsequenzen fürchten müssen wird sich da auch in Zukunft nichts ändern. Ein starkes, einiges Europa ohne den Krüppel Brüssel am Bein mit militärischer Präsenz würde vielleicht mäßigend wirken. In dieser Welt funktioniert der erhobene Zeigefinger nur wenn
Gleichzeitig die Waffe im Hosenbund zu sehen ist.

Beitrag melden
helios 2,0 16.05.2016, 21:21
7. USA-Bashing

Zitat von aufreger1970
Libyen unter Gaddafi hatte sich dem Westen geöffnet und Verhandlungen mit der Eu angefangen! Natürlich passte dies den Amerikanern nicht und sie haben dort einen Bürgerkrieg angefangen, ohne wie immer auch im Irak, in Afgahnistan oder dem Rest der Welt! Kurzfristige "Feuer" löschen, ohne Plan über den "Flächenbrand"!
Die einstimmig verabschiedete Resolution S/RES/1970 des UNO Sicherheitsrates macht eindeutig Gaddafi für den Bürgerkrieg in Libyen sowie für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich. Die Resolution S/RES/1973 ermächtigte die Mitgliedstaaten der UNO zur Einrichtung einer Flugverbotszone, zum Schutz der Zivilbevölkerung. Der internationale Militäreinsatz in Libyen 2011 erfolgte somit in Übereinstimmung mit der UN-Charta und dem Völkerrecht.

http://www.un.org/press/en/2011/sc10200.doc.htm

Beitrag melden
Androupolis 16.05.2016, 21:48
8. Blöde Frage

Zitat von aufreger1970
Libyen unter Gaddafi hatte sich dem Westen geöffnet und Verhandlungen mit der Eu angefangen! Natürlich passte dies den Amerikanern nicht und sie haben dort einen Bürgerkrieg angefangen, ohne wie immer auch im Irak, in Afgahnistan oder dem Rest der Welt! Kurzfristige "Feuer" löschen, ohne Plan über den "Flächenbrand"!
Also mir wäre neu das sich Libyen ernsthaft dem West geöffnet hätte. Ist ja nicht so das Libyen hinter den Anschlägen in Berlin und Lockerbie steckte. Das einzige was Gaddafi gemacht hat, war das er sein Atomprogramm einstellte. Das ist auch schon alles. Und blöde Frage: Wieso sollte Amerika, wie Sie behaupteten, ein Problem damit haben, wenn sich Libyen dem Westen annähert?

Beitrag melden
rudir 16.05.2016, 22:19
9. Oh mein Gott

Zitat von helios 2,0
Die einstimmig verabschiedete Resolution S/RES/1970 des UNO Sicherheitsrates macht eindeutig Gaddafi für den Bürgerkrieg in Libyen sowie für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich. Die Resolution S/RES/1973 ermächtigte die Mitgliedstaaten der UNO zur Einrichtung einer Flugverbotszone, zum Schutz der Zivilbevölkerung. Der internationale Militäreinsatz in Libyen 2011 erfolgte somit in Übereinstimmung mit der UN-Charta und dem Völkerrecht. http://www.un.org/press/en/2011/sc10200.doc.htm
Mark Toner, sind sie das?? Ich wusste gar nicht, dass sie so gut Deutsch können. Zumindest hören sie sich so an. :)
Im übrigen hat das nichts mit "USA Bashing" zu tun. Das Beliefern von Terroristen und Warlords mit Waffen war auch in Übereinstimmung mit der UN Charta und dem Völkerrecht? Vor allem muss man den westlichen Ländern und vor allem der USA vorhalten, Libyen nach dem Sturz von Gadaffi einfach seinem Schicksal überlassen zu haben. Alles natürlich in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht. Es ist also durchaus berechtigte Kritik an dem Handeln der Nato-Länder, allen voran GB, Frankreich und USA als Strippenzieher, die sich ja in diesem Fall nicht die Hände schmutzig machen wollten. Erzählen sie so einen Müll mal den armen Schweinen die im Mittelmeer absaufen...

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!