Forum: Politik
Bürgerkrieg: Saudi-Arabien will Flugabwehrraketen an Syriens Rebellen liefern
DPA

Saudi-Arabien will der syrischen Opposition nach SPIEGEL-Informationen Flugabwehrraketen zur Verfügung stellen. Damit könnten die Aufständischen der Assads Luftwaffe die Stirn bieten, so die Hoffnung. Es gibt ein Vorbild: den Afghanistan-Krieg in den achtziger Jahren.

Seite 12 von 16
zukunft007 16.06.2013, 22:58
110. moderate

Zitat von kannmanauchsosehen
Erstens glaube ich das nicht, zweitens, .... Waffen aus fremden Ländern in ein Land zu bringen, widerspricht immer dem Völkerrecht, auch wenn es sich um "moderate" Rebellen handelt.
ob GB da auch zwischen moderaten und anderen Rebellen unterschieden hat?
Frankreich ehemaliger Außenminister Dumas: “Krieg gegen Syrien von langer Hand geplant” | CO-OP NEWS
In einem Interview mit dem Fernsehsender LCP sagte der ehemalige Außenminister Roland Dumas jetzt:

”Ich werde Ihnen etwas sagen. Ich war zwei Jahre vor dem Beginn der Gewaltausbrüche in Syrien wegen anderer Unterredungen in England. Während meines Aufenthaltes dort traf ich mich mit britischen Spitzenbeamten, die mir gegenüber äusserten, dass man sich darauf vorbereite, etwas in Syrien zu unternehmen.”

“Dies war in Großbritannien und nicht in den USA. Großbritannien bereitete die Organisation einer Invasion von Rebellen in Syrien vor. Sie fragten mich sogar, obwohl ich nicht mehr Außenminister war, ob ich mich an den Vorbereitungen beteiligen wolle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gr89 16.06.2013, 23:06
111.

Zitat von pontypool
....das Russische Waffenarsenal ist bestimmt um einiges reichhaltiger als das Saudische. Jetzt nachdem die Amis ihre Hunde loslassen, braucht Assad auch keine Angst mehr vor schlechter Presse haben. Wenn die SAA erst einmal die richtig schweren Waffen auspacken und dabei keinerlei Rücksicht mehr nehmen muss, können die FSAAlnusra Banden einpacken. Durch die Blödsinn der Amis wird Assad nun keine Wohnviertel mit verschanzten Terroristen mehr freikämpfen lassen, er wir sie einfach völlig plattmachen. Bedanken kann sich die Bevölkerung dann bei den Freunden Syriens.
Vielleicht ist das ja der Plan, man sendet Assad das Signal "dich töten wir sowieso" in der Hoffnung das die syrische Armee endlich die Samthandschuhe auszieht und wirklich Giftgas auf die Art und Weise einsetzt für die es gemacht ist: um Flächendeckend alles Leben auszulöschen, dann wartet man bis nahezu alle Terroristen tot sind und muss nur noch die syrische Armeeführung beseitigen, schwupps ne Marionettenregierung auf dem Thron und gut is.
Vorteil für den Westen: die meisten gewaltbereiten Terroristen in der Region wurden nach Syrien gelockt und dort auf die einzige Art und Weise vernichtet wie man solch einer Truppe habhaft werden kann. Man macht sich nicht die Hände schmutzig und kann nachher bequem den Schuldigen (das wird dann natürlich der bluttriefende Diktator sein) hängen.
Das würde auch die plötzliche Lieferung solcher Waffen erklären, gerade jetzt wo bereits einige Terroristen wierder aus Syrien fliehen, und das möchte man hier ja verhindern. Nur was ist wenn Assad nicht darauf hineinfällt und auch weiter kein Giftgas gegen die Terroristen einsetzt? Dann werden enorm viele von denen Überleben und hier Ärger anzetteln, vor allem wenn die jetzt mit noch mehr Spielzeug ausgestattet werden.
Und alleine die ganzen Handfeuerwaffen sind nach dem Krieg dann Bargeld für die arbeitslosen Jihadisten, verkauft sich fast so gut wie Drogen, und findet sich dann auch irgendwann auf dem europäischen Schwarzmarkt wieder (überfälle mit panzerbrechenden Waffen auf Geldtransporter gab es in Europa ja in der Vergangenheit auch schon).

Egal wer unsere Politiker in Sicherheitsfragen berät, man sollte die Person feuern, sie ist ihr Geld nicht wert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eichenbohle 16.06.2013, 23:15
112. Quatsch.

Zitat von Jean P. v. Freyhein
Wenn Assads Jets nicht mehr aufsteigen können, war's das wohl für ihn, seine Söldnertruppe und seine Terroristen.
Nicht mehr auf steigen können?
Die können nur "manngestützte" Flugabwehrraketen schicken, wie Strela-2 oder 3 oder FIM-43 Redeye, FIM-92 Stinger oder ähnlichem. Größeres ist aus dem Häuser- und Straßenkampf heraus nicht beweglich genug. Und die erreichbare Höhe ist auch nur begrenzt. Helfen nur gegen tieffliegende Ziele, denn die schaffen nur 3 - 4000 m Höhe.
Was die tatsächlich haben und was sie damit anfangen können wird man ja dann sehen.

Wenn ich mich erinnere, haben Sie über die Bombardierung der Wohngebiete gejammert und gezetert. Ich habe Ihnen gesagt, dass ist nun mal so, wenn sich die Terroristen in den Häusern, den Straßen und auf den Dächern verstecken, aus dem Hinterhalt operieren.
Die Kampf-Jets können aus 5000 + X Meter Höhe die Bomben auf die echten oder vermeintlichen Verstecke der Terroristen werfen. Das wird die Situation nicht verbessern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kanadische Bestie 16.06.2013, 23:53
113. Spannend wird es ja schon...

... aber nur politisch. Die Saudis werden sich nie in eine einseitige Aktion wagen. Da muss man schon auf Amerika's 'advice' warten. Weiss man den ob die Flugabwehrraketen alle Made in USA sind? Oder gibt es auch Made in Deutschland? Und das Volk muss sich weiterhin um sich selbst kümmern :(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Emil Peisker 17.06.2013, 00:17
114. Es ist die weltweite Re-Islamisierung

Zitat von JBK_2
Afghanistan ist ein sehr interessantes Beispiel. Denn vor der „Befreiung“ des Landes von den Kommunisten hatte man als Andersgläubiger im Lande nicht so viel zu fürchten als jetzt. Afghanistan konnte man vielleicht irgendwie mit einem nordafrikanischen Land vergleichen (obwohl es natürlich anders ist). Es gab vor wenigen Monaten einen Bericht, wie eine Touristin in den 60er da in kurzer Hose spazieren ging – ohne Angst. Mittlerweile sind die Verhältnisse wie auf dem Arabischen Halbinsel im Mittelalter. Man kann auch einen Vergleich ziehen mit den islamischen Republiken, die bei den Sowjetunion geblieben sind.
Die extreme Islamisierung ist seit den 60ern nicht auf Afghanistan beschränkt. Pakistan, Iran, Algerien, überall sind Extremisten aufgetaucht, die die Sharia einführen wollen.

Kenia ist ein gutes Beispiel, was extremistische Islamisten anrichten. Sie haben den Christen in Kenia den Kampf angesagt, und der Terror hat schon tausende Opfer gekostet.

Es ist die weltweite Re-Islamisierung, die auch moderaten islamischen Staaten auftritt. Selbst die Türkei und damit auch die Türken in europäischen Ländern sind auf diesem Weg.

Eine simple Lösung gibt es für dieses Problem nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nekromant 17.06.2013, 00:50
115.

Zitat von grenzenlosedummheit
Tun sie längst, von Beginn an. Erzählt mir was Neues.
Stimmt, die haben dass doch schon seit dem ersten Tag
gemacht. Ich seh da auch keine Veränderung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freischaerler 17.06.2013, 00:52
116. Toll...

Zitat von sysop
Saudi-Arabien will der syrischen Opposition nach SPIEGEL-Informationen Flugabwehrraketen zur Verfügung stellen. Damit könnten die Aufständischen der Assads Luftwaffe die Stirn bieten, so die Hoffnung. Es gibt ein Vorbild: den Afghanistan-Krieg in den achtziger Jahren.
...welche Freunde die Amis haben. Man fragt sich nur, wer einen mehr anekelt, die Amis oder die Saudis. Assad ist mir tausendmal lieber als jene beiden. Und die Baath-Idee steht eher für Freiheit, als das saudische Königshaus und seine Islam-Faschichsten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dunnhaupt 17.06.2013, 02:42
117. Wer hat noch Angst vor dem bösen Wolf?

Putin droht - Putin warnt - wir haben diese Überschrift in den letzten zehn Jahren Hunderte von Malen gelesen. Aber mit aller Warnerei und Droherei erreicht der russische Papiertiger nicht mehr viel. Selbst Ägypten und Saudiarabien wollen jetzt die syrischen Rebellen gegen Assad (und seine Verbündeten Iran u. Russland) unterstützen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JDR 17.06.2013, 03:08
118. ...

Zitat von Jean P. v. Freyhein
Wenn Assads Jets nicht mehr aufsteigen können, war's das wohl für ihn, seine Söldnertruppe und seine Terroristen.
Nun, da gibt es wohl verschiedene Optionen. Man wird sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joachim_m. 17.06.2013, 03:16
119. optional

Zitat aus dem Artikel: Im Interview mit dem SPIEGEL warnt der ehemalige saudi-arabische Geheimdienstchef Prinz Turki Bin Faisal davor, den Aufstand der bewaffneten Opposition in Syrien aufzugeben. In Europa wirbt er für die Bewaffnung der Opposition: "Man muss die moderaten Rebellen unterstützen, um das Regime zu zwingen, auf die Forderungen des Volkes einzugehen."

Ausgerechnet ein Saudi-Prinz, dessen despotische Monarchie vor kurzem noch in einem Nachbarland das Volk, dass Forderungen stellte, zusammenzuschießen half, labert jetzt von Forderungen des Volkes. Das ist ungefähr so, als wenn Adolf Hitler gleiche Rechte für Juden gefordert hätte: Dahinter steckt nur eine Schweinerei, aber garantiert nichts anderes.

Und da wir ja alle wissen, wie extrem wahabitisch=salafistisch Saudi-Arabien ist, sind die Forderungen des Volkes, dem es mit Raketen hilft, garantiert die Einführung der Scharia mit Köpfen von jedem und jeden, der nicht bei drei ein artiger Salafist ist. Man kennt das aus Afghanistan von den Taliban und aus Saudi-Arabien von den Saudis.

Ganz nebenbei: Gegenüber Saudiarabien ist der Iran fast noch eine Musterdemokratie, schlimmer als die Saudis ist nur einer: Der Bekloppte rote Monarch aus Nordkorea!

Und einer aus dieser mörderischen und räuberischen Familie Saud, die das Land als ihr Privateigentum ansieht, erzählt was von den Forderungen des Volkes? Ich würde mich totlachen, wenn es nicht so traurig wäre!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 16