Forum: Politik
Bürgerkrieg in Syrien: Assad ist das Problem, nicht die Lösung
AFP

Plötzlich sehnen sich auch im Westen viele nach einem einfachen Ausweg aus dem Syrienkonflikt. Doch wer auf den Massenmörder Assad setzt, bekämpft nicht den IS, sondern verlängert das Grauen.

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rainerheinrich 30.09.2015, 10:19
1. Verwechslung.

nicht Assad ist das Problem, sondern Putin ist das Problem.

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angste 30.09.2015, 10:21
2. Assad ist das Problem?

Ja, für die westlichen Wünsche


"Von Wikileaks wurden kürzlich geheime Unterlagen aus dem Jahr 2006 veröffentlicht, wonach die Vereinigten Staaten aufgrund einer Schwachstellenanalyse des Assad-Regimes Strategien zum Umsturz in Syrien entwickelte. Der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh hat 2007 die Allianz zwischen den drei Staaten ( mit Israel und Saudi-Arabien) zum Sturz der syrischen Machthaber aufgedeckt und nachgewiesen, dass hier Terrorkämpfer für einen Machtwechsel in Syrien ausgebildet wurden.

Die Destabilisierung der Herrschaft von Assad ist in dem Augenblick zum Tragen gekommen, als die ersten syrischen Proteste einsetzten.

Während westliche Medien nur von dem brutalen Vorgehen des Regimes gegen friedliche Demonstranten berichteten, sind inzwischen etliche Terroranschläge auf die Sicherheitskräfte belegt worden, bei denen Dutzende von Soldaten des Regimes getötet wurden."

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/guenter-meyer-im-interview-ueber-putin-und-syrien-konflikt-13827942.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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Banause_1971 30.09.2015, 10:21
3. Soweit ich mich erinnern kann,

begannen die Probleme mit dem Vorhaben der USA, die syrische Regierung zu putschen. Der Spiegel berichtet oft genug darüber, dass die USA Assad beseitigen wollen. Also ist nicht Assad das Problem, sondern das geopolitische Streben der USA.

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hador2 30.09.2015, 10:22
4. Was ist die Lösung?

Assad ist nicht die Lösung...ok. Aber was ist die Lösung?

Aktiv eingreifen wie in Lybien, Afghanistan und dem Irak war ja auch nicht erfolgreich. Weiter zuschauen und Waffen liefern bzw. ausbilden wie man es schon länger tut hilft auch nicht. Eine reine Verhandlungslösung OHNE Assad geht auch nicht...wer soll denn verhandeln? IS ja wohl nicht und wenn die FSA alleine am Tisch sitzt verhandelt es sich schlecht. Und freiwillig ohne Verhandlungen geht weder Assad noch IS.

Also bei aller berechtigten Kritik: Was ist die Alternative zu Gesprächen mit Assad?

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spontanistin 30.09.2015, 10:23
5. Gute Analyse

Endlich mal ein halbwegs differenzierter Beitrag zum Thema. Im Spiegelinterview konnten sich die Leser vor Jahren schon ein Bild vom Psychopathen Assad machen. Leider wird aber erneut die unselige Einmischung der ehemaligen Kolonialmächte und der folgenden Kalten Krieger ausgeblendet. Der Westen sollte nur säkulare und demokratische Kräfte und Länder unterstützen und sich nicht militärisch engagieren. Der Nahe Osten reift erst durch seinen eigenen 30 jährigem Krieg.

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mongolord 30.09.2015, 10:24
6. Assad muss besser früher als später weg

Assad ist erwiesenermaßen ein skrupelloser Diktator und Angehöriger einer Minderheit in Syrien. Dazu ist er für ein Großteil der aktuellen zivilen Opfer direkt verantwortlich. Nebenbei hat er es auch nichtmal ansatzweise geschafft IS zurückzudrängen oder das Land zu stabilisieren. Würde er nicht vom Ausland massiv unterstützt, wäre er schon längst weg vom Fenster.

Keine Ahnung was man ausgerechnet mit so einem Menschen produktiv erreichen will. Im Endeffekt wird man um ein Einsatz mit Bodentruppen eh nicht herumkommen und Assad wird da bestimmt nicht nennenswert hilfreich sein.

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SachDebattierer 30.09.2015, 10:25
7. Wenn Assad ein Massenmörder ist, dann GW Bush oder Obama schon lange

Es ist unerträglich und kennzeichnend für die Falschheit des Westens, immer und immer wieder unterschiedliche Maßstäbe anzusetzen, je nachdem ob Freunde oder Feinde "morden".

Wir wollen doch einmal festhalten: es war ausgerechnet der saudische König!!!! ... der vor der versammelten Presse als Sprecher der "Freunde Syriens" verkündet hat, dass in Syrien Freiheit und Menschenrechte wiederhergestellt werden müsse. Sein Nachfolger lässt gerade den Jemen in Schutt und Asche legen, ein Thema, was von der versammelten Gutmenschenpresse auch nur mal so am Rande erwähnt wird:

Schlussendlich:

1) Es gibt noch keinen einzigen Beweis für den Einsatz von Giftgas durch Assad.

2) Das Abwerfen der ach so bösen Splitterbomben (Fassbomben sind primitive Splitterbomben, die weniger effizient töten, als NATO Splitterbomben) auf in Wohngebieten verschanzte Terroristen ist gängige Praxis in allen Kriegen, einschließlich der von der "Achse der Guten" geführten "Präzisionsschläge".

SPON sollte sich nicht ständig zum Steigbügelhalter der Interessen der Golfstaaten machen, alles was Assad schadet, nützt letztlich genau diesen Machthabern, und darum geht es offensichtlich.

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viktor koss 30.09.2015, 10:25
8. Die Aussichtslose Lage

Lesend den Artikel kriegt man eine reale Schilderung und die Grundproblematik der gegenwärtigen Lage,

Was man vermisst ist die objektive Analyse der ausländischen Einmischung die diese aussichtslose erst ermöglicht hatte.

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tageskolumne 30.09.2015, 10:26
9. Es ist die Pflicht der Großmächte, Frieden zu sichern

Letztlich kann das keiner im Westen oder Osten abschließend klären, wer jetzt wie böse und verantwortlich für den mehrfachen Bürgerkrieg in Syrien ist. Und es ändert auch überhaupt nichts an der Situation: dass das Kämpfen und Morden endlich aufhören muß!
Wieso soll es eine "einfache Lösung" sein, nach der sich die Menschen sehnen, wenn sie fordern, dass die starken Nationen dieser Welt (und dazu gehören eben die USA sowie Rußland) gemeinsam dafür sorgen sollen, dass die Kämpfe aufhören? Syrien ist eigentlich ein kleines Land, und das Regime von Assad hat kaum militärische Stärke. Und auch der IS hat eigentlich kaum schwere Waffen. Wie kann es da sein, dass sich die Großmächte wieder lieber untereinander streiten als ihre Kraft einmal gemeinsam einzusetzen. Zumindest für das Etappenziel: Stop der Kämpfe. Es wäre eine Schande und der Offenbarungseid für die zivilsierte Welt, wenn es ihnen nicht gelänge!

Im übrigen (ohne eine Wertung für Assad abgeben zu wollen). Unter dessen Regime war syrien einst ein kultivertes Land mit hohem Bildungsstandard. genau da muß das Land wieder hinkommen, um Köpfe von Herrchern geht es dabei gar nicht.

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