Forum: Politik
Bürgerkrieg in Syrien: Assad ist das Problem, nicht die Lösung
AFP

Plötzlich sehnen sich auch im Westen viele nach einem einfachen Ausweg aus dem Syrienkonflikt. Doch wer auf den Massenmörder Assad setzt, bekämpft nicht den IS, sondern verlängert das Grauen.

Seite 16 von 32
Wittgenstein 30.09.2015, 12:29
150.

"Je tiefer man ein Problem durchdenkt,desto einfacher wird die Lösung." Adenauer. ...Vergesst den gutmenschlichen Quark.Unser Interesse ist,dass die Syrer alle dahin zurückkehren.-
Entweder Assad gibt glaubhafte -technisch abgesicherte- Garantien für gewisse Normen,die als Garantieen gegen politische Verfolgung anzusehen sind-dann kann man mit ihm-

oder er weigert sich,dann sollte man Frau Merkel zur Protektorin einer Gegenregierung wählen lassen.Die Syrer würden Merkel sicher wählen -und diese Gegenregierung müsste man dann militärisch unterstützen.

Beitrag melden
freespeech1 30.09.2015, 12:30
151.

Zitat von eternalchii
Als wäre eine Verhandlung möglich. Assad ermordet bzw. foltert jeden zu Tode, der es auch nur wagt, friedlich für mehr Demokratie zu demonstrieren.
Wo gibt es denn in Syrien Oppositionelle, die für Demokratie, Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit eintreten? Die islamistische Opposition? Von wem wird die denn unterstützt, finanziert und mit Waffen ausgerüstet?

Vergessen wir nicht, dass Assad hunderttausenden christlichen Flüchtlingen, die das Ergebnis der US-Politik waren, Asyl gewährt hat. Kein Demokrat, es gibt aber in der Regionen keine Demokraten, das ist Propaganda in unseren Medien. Aber ein Syrien, das auf dem Weg der Modernisierung von einem Dritte Welt Land zu einem Schwellenland war. Demokratie, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit ist mit einem islamistischen Regime nicht zu machen.

Beitrag melden
eternalchii 30.09.2015, 12:30
152.

Zitat von Over_the_Fence
Sehe ich ähnlich. In einem asymetrischen Krieg gibt es - leider, muss man sagen - keine offenen Feldschlachten mehr. Der IS geht ähnlich der Hamas in die Wohngebiete, und kämpft von dort aus. Insofern bombardiert Assad sicherlich nicht "einfach so", wie es in den Medien gerne dargestellt wird, Zivilisten.
Und wenn Israel wie Putins Freund Assad den Gazastreifen konstant mit Streubomben belegt hätte, hätte Sie soviel Sympathie für Israel gezeigt, wie jetzt für Assad?

Ihre Behauptung, dass Assad das nicht "einfach so" macht, sollten Sie auch begründen, der Mann hat "einfach so" massenhaft friedliche Demonstranten abgeschlachtet, Respekt vor dem Leben anderer kennt er nicht. Warum sollte das bei seinem Streubombardemonts anders sein, hat er da plötzlich seine Menschenkeit entdeckt?

Beitrag melden
Tostan 30.09.2015, 12:31
153.

Zitat von kuac
Es gibt nur 2 Kriegsparteien in Syrien, mit denen man reden könnte. Assad und der IS. Alles andere ist nur Demokratie-Gefasel.
Falsch. Die 2 Parteien sind Assad und die Kurden.

Der Rest sind islamistische Fanatiker. Ob nun IS, IF oder Al Nursa ... alles im Grunde genommen das gleiche.

Beitrag melden
pacos41 30.09.2015, 12:33
154. Massenmörder Assad

Wie würde der Autor denn G.W. Bush nennen, der bekanntlich den Irak überfallen ließ und Hunderttausende Opfer verursacht hat? Ist das etwa kein Massenmörder? Der Mann gehört genauso vor ein Gericht wie Assad und andere Verbrecher. Die Lösung in Syrien geht aber nur mit Assad, zumindest zeitweilig. Das bedeutet ja nicht, daß er bleibt. Die Russen haben dies offenbar erkannt und handeln danach, natürlich auch aus Eigeninteresse. Interessant ist aber, daß die Russen schon 2012 Assad zur Disposition gestellt haben, was der Westen dankend abgelehnt hat. Man kann es nicht anders formulieren: Wir können froh sein, daß mit den Russen ein neuer Player aufs Spielfeld gekommen ist. Fünf Jahre wurde gegen den IS kein Erfolg verzeichnet, vielleicht wird das jetzt anders. Und die vielen Flüchtlinge flüchten hauptsächlich vor dem IS, nicht vor Assad.

Beitrag melden
chjuma 30.09.2015, 12:38
155. sehr einfache Sicht, Herr v. Rohr

Die Beseitigung der Diktaturen in Libyen und Irak hat ein Machtvakuum hinterlassen welches recht schnell von Steinzeitislamisten gefüllt wurde. In Afghanistan genau dasselbe. Gegen diese Mörderbande ist Assad ein Waisenknabe. Und genau mit so einer Mörderbande hat es Assad zu tun. Assad hat gar keine andere Wahl, als alles zu tun um sich diese Freaks vom Halse zu halten. Man hätte ihn von Anfang an mit Präzisionsschlägen unterstützen können.Dann hätte er nie diese Fassbomben nehmen müssen. Eins ist Fakt. Wenn Assad sich nicht so zur Wehr gesetzt hätte, wäre aus Syrien heute schon ein islamistisches Wespennest geworden. Assad handelt nicht so weil er das geil findet sondern weil die Islamisten sonst was gleichwertiges tun. Also wäre es vielleicht gut wenn man Assad nicht ersatzlos entfernt.

Beitrag melden
jamsrhb 30.09.2015, 12:39
156. Natürlich ist Assad die Lösung!

Mit ihm war das Land eines der wenigen, sehr wenigen, stabilen, wohlhabenden und ruhigen Ländern der Region.
Jetzt wird dieses Land nur ein weiterer von vielen muslimischen failed states sein der eine Brutstätte für Terroristen und Radikale sein wird.
Syrien wird sich nie wieder auf den fast europäischen Stand erholen auf dem es vor dem Krieg war.
Demokratie und "Freiheit" schön und gut. Es gibt trotzdem Länder und Kulturen die an Demokratie kaputt gehen, weil sie mit ihr inkompatibel sind.
In solchen Fällen sage ich frei heraus, lieber ein guter Diktator als eine schlechte Demokratie!

Beitrag melden
RainerSchwarz-Ambold 30.09.2015, 12:40
157.

Der falscheste Weg ist in jedem Falle die Zweiteilung der Weltmeinung zu diesem Thema. Hoch bisant ist das momentane Eingreifen Russlands, für den Weltfrieden per se. Kein internationaler Staat, wie groß oder klein er auch sein mag, hat sich militärisch in diesen Konflikt einzumischen. Das einzige probate Werkzeug ist die internationale Ächtung von Kriegshandlungen und Menschenrechtsverletzungen durch Syrien. Wirtschaftshilfe gibt es erst wieder, wenn der Nahe Osten seine territorialen Probleme selbständig gelöst hat. Als würden wir nicht´s dazulernen ....

Beitrag melden
cwernecke 30.09.2015, 12:43
158. Diese Prinzipienreiterei...

... wird vielen Menschen noch das Leben kosten.

Beitrag melden
bruno_67 30.09.2015, 12:45
159. #eternalchii

1) Assad ist da, er arbeitet teilweise mit ISIS zusammen, die größte Bedrohung für Assad ist nicht ISIS, sondern die Rebellen, die ISIS übrigens gern für Assad abschlachten und dabei teilweise auch von Assads Luftwaffe unterstützt wurden.

2) In einigen Gebieten, lässt Assad ISIS komplett in Frieden.

zu 1): Das wird immer gerne behauptet, aber nie belegt.

zu 2): Natürlich hat Assad andere Probleme, als den IS in der menschenleeren Wüste an der Grenze zum Irak zu attackieren. Assad ist dank der vielfältigen Unterstützung der "Rebellen" in der Devensive. Er kämpft dann und dort gegen den IS, wenn er von IS angegriffen wird (z.B. zuletzt in Palmyra).

Beitrag melden
Seite 16 von 32
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!