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Bürgerkrieg in Syrien: USA lockern Sanktionen zu Gunsten von Assad-Gegnern
AFP

Rohstoffe, Software, Technologie - aber keine militärische Unterstützung: Die USA haben zu Gunsten der Opposition in Syrien Wirtschaftssanktionen gegen das Land gelockert. Eine Sicherheitskonferenz in Washington brachte jedoch zunächst keine Ergebnisse.

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bammy 13.06.2013, 13:40
20.

Zitat von gr89
"Die römische Nachrichtenagentur "Asia News" berichtete am Donnerstag über die Verwüstung des orthodoxen Elias-Klosters in Qusair durch Al-Nusra-Islamisten, nachdem die Mönche die von den Rebellen besetzte Stadt verlassen hatten. Die BBC-Journalistin Lyse Doucet, die nach dem Abzug der Rebellen als erste ausländische Zeugin die Stadt besuchte, schilderte, das kleine Kloster sei augenscheinlich unter Beschuss genommen worden. Ikonen, Bibeln und Messbücher lagen verstreut umher. Bei vielen Ikonen seien die Augen ausgestochen gewesen." Weiter: "Laut "Fides" kam es im Zug der Kämpfe um Qusair auch zu Übergriffen auf christliche Dörfer. Ende Mai seien Al-Nusra-Islamisten in das Dorf Douar eingefallen, wo 100 griechisch-orthodoxe Familien leben. Sie hätten die Kirche besetzt und von dort auf die fliehenden Zivilisten gefeuert. Ein 18-jähriges Mädchen und ein elfjähriger Bub wurden erschossen. Danach wurden der christliche Bürgermeister Joseph Jamil Adra und ein weiterer Mann als Geiseln verschleppt. Die Häuser der Christen wurden verwüstet und angezündet. Die traumatisierten Flüchtlinge seien in einer armenischen Pfarre nahe Homs untergekommen. Ein Überfall und Brandschatzung im Dorf Ouzm Sharshoh habe mehr als 250 christlichen Familien in die Flucht getrieben." Auch davon hat unsere Presse nichts gewusst, hier gelten die Besetzer von Quasir immer noch als die edlen Helden die nur Gutes für die Bevölkerung gewollt haben.
Es wird auch mit Sicherheit nicht über jeden Wassereimer berichtet, den Assad-Schergen umkippen.
Und das Geseiere, das man angeblich alle Rebellen hier im Westen als edle Helden sieht, langweilt zunehmend. Ihr Platte hat da nen Sprung.
Wenn der Westen die Rebellen wirklich so mit Waffen versorgt hätte, wie es Russland mit Assad hält, würde es in Syrien anders aussehen. Wahrscheinlich noch schlimmer.
Ich denke, der Westen unterscheidet schon, mit wem er es zu tun hat und wem er Waffen und Logistik liefert. Der Al-Nusra mit Sicherheit nicht. Und der FSA wird er auch nicht so sehr über den Weg trauen, weshalb der "Pressesprecher" von wegen fehlender militärischer Unterstützung rumgejammert hat.

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jörg seifert 13.06.2013, 20:17
21. Protestbewegung in Syrien

Ja, es GAB eine friedliche Protestbewegung gegen Assad. Die ist aber kurz darauf durch ausländische eingeschleuste Söldner gekapert worden, die dann gezielt den Hass auf beiden Seiten aufgestachelt haben. Da finden Sie im Internet Videos wo diese Typen völlig unterscheidungslos auf einer Straße auf die Autos schießen, oder Maskierte in eine Menge von Demonstranten ballern. Polizisten und Armeeangehörige wurden aus dem Hinterhalt ermordet. Das Ziel dabei: Den Konflikt eskalieren und das ganze Land in einen blutigen Bürgerkrieg ziehen, der Assad wegspült und statt dessen eine Bande korrupter Islamisten an die Macht bringt, die dann für ein paar dreckige Dollar alles machen was die Herren in Katar, Saudi-Arabien und den USA so wollen. Also primär Öl und Gas, und natürlich die geplante Pipeline durch Syrien, von Katar direkt in die Türkei, um damit einen neuen europäischen Absatzmarkt für LPG zu erschließen.
Bislang konnten sich die ausländischen Söldner der Unterstützung der internationalen Presse sicher sein: So ziemlich jedes Massaker in Syrien wurde pauschal Assad angelastet - eine Einladung an die Terroristen, wahllos Zivilisten abzuschlachten. Der Krieg konnte als Kampf der Bevölkerung gegen einen verrückten Diktator verkauft werden.
In den letzten Monaten hat sich das Blatt aber massiv gewendet: Assad gewinnt an Boden, und auch dem letzten dürfte klargeworden sein dass sich ein Diktator nicht 2 Jahre an der Macht halten kann wenn doch angeblich das ganze Volk gegen ihn ist. Studien der CIA sind bekannt geworden denen zufolge Assad 2014 mit 70% der Stimmen rechnen kann. Die islamistischen Söldner benehmen sich dermaßen barbarisch dass sie die Unentschlossenen auf Assads Seite treiben. Ein Diktator, unter dem wenigstens die religiösen Minderheiten stets Schutz genossen, ist dem einfachen Syrer dann wohl doch lieber als eine Bande religiöser Fanatiker die mit Drogen vollgepumpt sind und ihre eigenen Reihen mit Schwerstverbrechern auffüllen die sie aus Syriens Gefängnissen holen.

Von dem einstigen Bürgeraufstand ist heute nichts mehr übrig; es kämpfen auf Seite der "Rebellen" bezahlte Freischärler und Söldner, teils Islamisten die aus aller Welt anreisen und über die türkische Grenze geschleust werden. Russland und Iran greifen unverhohlen in den Konflikt ein, weil sie genau wissen: Wenn den USA ihr Syrien-Coup gelingt und sie nach Afghanistan, Irak und Libyen ein weiteres Land unter ihre Kontrolle bringen, dann sind sie als nächste dran. Leute wie Romney und McCain lassen in ihrer aggressiven Rethorik keinen Zweifel, dass sie auch Russland und China längst auf ihre Liste der "bösen Staaten" gesetzt haben. Obama hält sich noch zurück, wird aber dauerhaft auch nicht dem Druck der Kriegstreiber standhalten können.

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Mesrine 14.06.2013, 00:01
22.

obama möchte nur der waffenlobby einen gefallen tun. dieser knecht...dass er damit mehr menschen tötet als ein potenzieller c-waffeneinsatz seitens assad, juckt ihn nicht und den westen nicht. eine farce ist das. lang lebe syrien, lang lebe assad.

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Kamikaze.SpOn 14.06.2013, 00:09
23. Falsche Seite!

Zitat von sysop
US-Präsident Barack Obama kündigte an, die Rebellen fortan militärisch und politisch zu unterstützen[/url]
Syrien: USA bestätigen erstmals Chemiewaffen-Einsatz - SPIEGEL ONLINE

Nach einem Jahrzehnt des überzogenen und vergeblichen Krieges gegen den islamischen Terror verbündet sich Obama mit sog. "Rebellen" (, also mit Terroristen und Verbrechern).
Dieser Schritt wird sich letzlich als noch fataler erweisen, als die verfehlte Politik von George W. Bush!

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ProDe 14.06.2013, 02:01
24. zu spät - das wird die nächste Generation Terroristen

Ein Volk, ermutigt von den Demokratieversprechen des Westens erhebt sich gegen einen Diktator ---- und wir vom Westen im Stich gelassen.
Wer hilft den Rebellen, dem Volk? Radikale Islamisten..
All das Leid, Tote, Vermisste, Verletzte - leiden werden die Kinder und Hoffnung geben ausgerechnet radikale islamistische Gruppen. Enttäuschung und Schuldzuweisungen gegen den Westen.

Eine vertane Chance, die sich zudem rächen wird, denn diese Generation wir die nächsten Terroristen hervorbringen.
Jetzt noch meinen helfen zu können ist schlichtweg realitätsfremd.
Das Kind ist in den Brunnen gefallen.

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notty 14.06.2013, 05:47
25.

Zitat von neuronenzenker
Und staerken somit die radikalen islamisten. So macht man die Welt dann sicherer. Nur noch ein Witz
Ja, viel sicherer....siehe Irak, siehe Afghanistan, siehe auch Aegypten, dessen Islamistenregierung gerade eine "warme finanzielle Dusche" von Amerika erhaelt, weil die sich dort wohl den demokratischen Verhaeltnissen der "Mutter der Demokratie und Menschenrechten" angleichen.
Auch das Bomben Libyens hat zu einer bemerkenswerten Demokratisierung beigetragen....von dort koennen jetzt die Islamisten in ganz Afrika ihre Waffen beziehen....

Manchmal fragt man sich wirklich, wessen Geistes Kind amerikanische Politiker sind...(????)

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ein anderer 14.06.2013, 09:14
26.

Zitat von notty
Manchmal fragt man sich wirklich, wessen Geistes Kind amerikanische Politiker sind...(????)
Irgendwie muss man doch die Überwachungstechnologie den Menschen schmackhaft machen. Nur die Angst vermag die Menschen in Schäfchen zu verwandeln welche dann freiwillig ihre Freiheiten aufgeben. Das Gefälle von Reich und Arm lässt sich in kürze nur noch mit Überwachung und Gewalt aufrechterhalten.

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p.b.s. 14.06.2013, 10:17
27. Welche Alternativen haben wir denn noch?

Niemand hat was dagegen, wenn man ein Thema etwas reisserisch aufbereitet, jedoch sollte man wenigstens noch um ein wenig Objektivität bemüht sein. Bei den akt. Artikeln zu Syrien verweigert mittlerweil SPON sogar die Kommentierung durch ihre Forenuser. Und da die dortige Behauptung nur noch unreflektiert wiedergekäut wird, liegt nun die Wahrscheinlichkeit sehr nahe, daß SPON und viele andere Pressehäuser keine freie Presseorgane mehr sind(d.h., hier greifen vom Staat etablierte Zensurmechanismen). Sie mögen viell. bei anderen sensiblen Themen auch kritische Kommentierungen tolerieren. Jedoch hier besonders zur Syrien-Problematik ist man bei SPON ganz offenichtlich nicht mehr befugt, es noch selber zu hinterfragen, da hier ganz bestimmte Interessen von Global Player und der USA gewahrt bleiben müssen. Denn eine meinungsbeeinflussende Analyse würde diese jedoch gefährden.

Unsere sogenannte "Freie Presse" ist nun noch mehr zu einer Fiktion von naivgläubigen Weltverbesserern verkommen. Jedoch kann man den Mitarbeitern von SPON keinen Vorwurf machen, da sie keinen Einfluß auf diese Form der Fehlentwicklung haben. Die einzigen, die viell. sich dagegen wehren können, sind wir. Zumindest sollte man das meinen. Bei der kommenden Bundestagswahl kann man schon ein deutliches Zeichen setzen(da Frau Merkel 100% hinter der USA-Außenpolitik steht, ist die CDU für mich nicht mehr wählbar).

Man stelle sich mal vor, wir hätten das Internet nicht. Die Pressemedien und Fernsehen könnten uns alle möglichen Geschichten verkaufen und wir müßten diese als "Wahr" annehmen, da wir nicht in der Lage sind, selber zu recherchieren. Auf diese Weise könnte man aus den Bürgern ein hochmanipulatives Stimmvieh schaffen für eine "repräsentative Demokratie", die in Wahrheit nur noch wenig demokratische Merkmale aufweist.

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