Forum: Politik
Bürgerkrieg in Syrien: Wie das Assad-Regime Hilfsorganisationen zu Komplizen macht
REUTERS/Omar Sanadiki

Human Rights Watch schlägt Alarm: Das syrische Regime zweigt Hilfsgelder ab und setzt humanitäre Hilfe als Waffe ein, warnen die Menschenrechtler. Die Uno und andere Organisationen sehen tatenlos zu.

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darthmax 28.06.2019, 10:23
1. Uno

interessant, dass Hillfsgelder, die vergeben werden nur in seltenen Fällen kontrolliert werden.
Fazit : nur dann Geld ausgeben, wenn dessen Einsatz auch kontrolliert wird, die UNO hat genug Mitarbeiter.
Das die Assad Diktatur nun nicht ihren Feinden hilft, das ist wohl selbstverständlich.
In einem Bürgerkrieg wie diesem hat aber keine Seite saubere Hände.
Was ist eigentlich mit den Kriegsgefangenen der Rebellen, die Kurden haben Kriegsgefangene , über deren Rückkehr wir philosophieren, die Rebellen ...

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vulcan 28.06.2019, 11:00
2.

Ein kleiner Vorgeschmack darauf, was erst passiert, wenn der 'richtige' Wiederaufbau beginnen soll - der ja durch die Zerstörer des Lands Assad und Putin nicht finanziert werden kann und somit von anderen bezahlt werden muss; sprich u. a. dem deutschen Steuerzahler.
Wiederaufbau der Diktatur mit dem dümmlichen Slogan "Wir helfen den Syrern, nicht Assad". Effektiv werden wir den Wiederaufbau und die Modernisierung von Assads Armee und seines restlichen Unterdrückungsapparats bezahlen. Dafür wird er schon sorgen.
Hätte ich zu entscheiden: Keinen Cent für Syrien.

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gedu49 28.06.2019, 11:05
3. Unverständlich

"......So geraten sensible und vertrauliche Informationen über Hilfsempfänger in die Hände des Systems...."
Was kann an humanitären Hilfsaktionen geheim sein ?

Natürlich wird das Assadregime zuerst den loyalen Menschen im Lande helfen wollen. Nicht schön aber nachvollziebar, dass Assad nicht zuerst dort helfen will wo seine Gegner wohnen. Als Regierung dieses zerstörten Landes hat man doch (leider ?) das Recht festzulegen wo zuerst geholfen werden muss.

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fatherted98 28.06.2019, 11:16
4. ähm...

...das ist doch Alltag für NGOs und Hilfsorganisationen. Jede Hilfslieferung in ein Krisenland oder korruptes Land wird aufgeteilt....einen Teil der Waren/Geld/Lebensmittel bekommt der korrupte Zöllner (bzw. dessen Chef), einen Teil der Kriegsherr damit er den Transport zum Flüchtlingslager durchgehen lässt....und die Regierenden lassen sich in der Regel auch gleich mit schmieren damit die Hilfslieferungen überhaupt ins Land gelassen werden....ist und war über all so....ob in Afrika, in Süd-Ost-Asien oder in Haiti. Das nun beim Assad Regime so ein Aufschrei kommt....kann doch wohl nur politisch motiviert sein....oder warum ist man woanders nicht so laut?

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RalfHenrichs 28.06.2019, 11:31
5. Wo ist das Problem?

Korruption gibt es auch im Westen. Und dass die Regierung bestimmt, welche Schulen und Krankenhäuser saniert werden, ist in jedem Land so. Wo also ist das Problem?

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ulrich-lr. 28.06.2019, 11:41
6. Wiederaufbau

Vielleicht wäre mal eine Abhandlung darüber hilfreich, wieso die Bundesregierung andererseits so verbissen an den Sanktionen gegen Syrien festhält. Und mit welchem Ziel. Der Umsturzversuch ist blutig gescheitert. Die Sache ist entschieden. Einen neuen Bürgerkrieg kann ja keiner wollen. Solange das Land zusätzlich daran gehindert wird, sich nach und nach wirtschaftlich auf eigene Beine zu stellen, bleibt es von diesen Hilfsgeldern abhängig - mit den oben beschriebenen Folgen.

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holger.w 28.06.2019, 11:53
7. @fatherted98

Können Sie Ihr pauschales Bauchgefühl irgendwie belegen? Zehntausende Haupt- und ehrenamtliche Menschen helfen dort wo sonst keine Hilfe ankommen würde, davor habe ich höchsten Respekt und Anerkennung. Aber Hauptsache mal wieder Niveaulimbo getanzt...

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HeisseLuft 28.06.2019, 12:06
8. War doch zu erwarten

Meine Güte, das ist eine hochkorrupte Diktatur, die um ihre Existenz kämpft und noch nie für Skrupel bekannt war.
Wer die Regie dieser Diktatur überlässt, weiß was er sich damit einhandelt. Hilfe für notleidende Menschen ist es ganz sicher nicht.

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HeisseLuft 28.06.2019, 12:10
9. Abstrus

Zitat von ulrich-lr.
Vielleicht wäre mal eine Abhandlung darüber hilfreich, wieso die Bundesregierung andererseits so verbissen an den Sanktionen gegen Syrien festhält. Und mit welchem Ziel. Der Umsturzversuch ist blutig gescheitert. Die Sache ist entschieden. Einen neuen Bürgerkrieg kann ja keiner wollen. Solange das Land zusätzlich daran gehindert wird, sich nach und nach wirtschaftlich auf eigene Beine zu stellen, bleibt es von diesen Hilfsgeldern abhängig - mit den oben beschriebenen Folgen.
Aha - und wenn man jetzt noch mehr Gelder nach Syrien pumpen würde, dann würde dieses Geld dann ganz plötzlich im Sinne der Menschen dort verwendet werden? Hier wird dargestellt wie ein gewissenloses Regime Hilfsgelder veruntreut und Hilfeleistungen mißbraucht - und Ihre Idee ist es, Sanktionen aufzuheben?

Könnten Sie diese Behauptung mal näher erläutern?

im Übrigen: auch bei einer Aufhebung der Sanktionen wäre Syrien weiterhin wirtschaftlich ruiniert. Daran ändert sich bis auf Weiteres gar nichts.

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