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Bundeskongress: Piraten stimmen gegen Bezahlung ihres Vorstands
DPA

Die Piraten haben bei ihrem Bundeskongress eine generelle Bezahlung des bisher ehrenamtlich tätigen Vorstands abgelehnt. Nur wer staatliche Unterstützung wie Hartz IV beziehe, soll von der Partei bezahlt werden.

kcopy 30.11.2013, 17:09
1. Die Piraten sind ein Witz

Wie soll bitte jemand so ein Amt führen, wenn er nebenei Vollzeit arbeitet?

Alle Führungspersönlichkeiten der Piraten sind daran gescheitert.
Wenn nichtmal daraus gelernt wird..

Es ist halt eine Partei von Individualisten, die ihr Ego allem voranstellen.

Wer soll sowas ernsthaft wählen?

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ruhepuls 30.11.2013, 17:50
2. Piraten scheitern an der Realität...

Die Piraten scheitern daran, dass sie ihre Idealvorstellungen nur so lange umsetzen können, solange sie nicht mit der Realität konfrontiert werden.

Die Grünen hatten auch mal so ein Prinzip. Eine Führungsposition sollte nur für eine begrenzte Zeit von der gleichen Person besetzt werden. Idee dahinter: So entstehen keine Abhängigkeiten, weder der Person von der Position, noch der Partei von der Person.

Was passierte: Joschka Fischer kam beim Wähler an. Andere nicht. Die Partei musste sich entscheiden: Entweder das Prinzip kippen und Joschka Fischer weiter als Frontmann laufen lassen - oder die Wahlen verlieren. Sie entschieden sich für Joschka Fischer.

Ähnlich geht es jetzt den Piraten. Als Hinterzimmer-Partei mag es angehen, dass die "Funktionäre" ehrenamtlich arbeiten. Aber als Bundespartei mit entsprechendem Anspruch an Zeit und Engagement ist das eine Illusion.

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Wolfes74 30.11.2013, 17:55
3. Unzählige...

Zitat von kcopy
Wie soll bitte jemand so ein Amt führen, wenn er nebenei Vollzeit arbeitet? Alle Führungspersönlichkeiten der Piraten sind daran gescheitert. Wenn nichtmal daraus gelernt wird.. Es ist halt eine Partei von Individualisten, die ihr Ego allem voranstellen. Wer soll sowas ernsthaft wählen?

... Parteigrößen der etablierten Parteien machen es doch auch.
Sitzen sie doch in diversen Vorstandsetagen, Aufsichtsräten und vielerlei mehr, mehrere sogar in zig verschiedenen Berufen,Bereichen usw. und arbeiten dann natürlich noch hauptamtlich 24/7 in ihrem polit.Wirkungskreis.
Wie man sieht - es geht.

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tam_venceremos 30.11.2013, 18:07
4. Genau richtig.

Wer für eine Tätigkeit bezahlt wird verwechselt schnell, wofür er diese Tätigkeit ausübt. Für die Wähler oder das Geld?
Aber solch eine Entscheidung wird in einer marktwirtschaftlich geprägten Gesellschaft natürlich nicht gut geheißen. Leistungsprinzip geht schließlich vor allem.

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Steuerzahler0815 30.11.2013, 19:56
5.

Die Forderung nach 15000 im Jahr ist ein Gehalt unter dem Mindestlohn und daher sicher keine gierige Forderung
Eine Partei die ihrem Vorstand nicht mal eine solche niedrige Bezahlung gönnt gehört nicht gewählt
Die meisten Parteimitglieder haben sicher mehr als 15k im Jahr zur Verfügung

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Senf-Dazugeberin 30.11.2013, 21:05
6. Kein fähiges Personal an der Spitze

In meinen Augen ist damit beschlossen, dass die Piraten sich gegen fähiges Personal an ihrer Spitze entschlossen haben. Wer bringt denn von "zuhause" soviel Geld mit, sich dieses Fulltime-Ehrenamt auf Dauer leisten zu können?

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ohminus 30.11.2013, 23:09
7.

Zitat von Wolfes74
... Parteigrößen der etablierten Parteien machen es doch auch. Sitzen sie doch in diversen Vorstandsetagen, Aufsichtsräten und vielerlei mehr, mehrere sogar in zig verschiedenen Berufen,Bereichen usw. und arbeiten dann natürlich noch hauptamtlich 24/7 in ihrem polit.Wirkungskreis. Wie man sieht - es geht.
Nein, sieht man nicht - zumindest, wenn man zählen kann. Der Vorstand dieser Parteien ist bedeutend größer. Ausserdem gehört zu diesem Vorstand ein Generalsekretär und ggf. noch zusätzlich ein Bundesgeschäftsführer, die sich eben hauptsächlich um das Tagesgeschäft einer Partei kümmert - damit das der Rest des Vorstands nicht tun muss. Und die haben zu ihrer Unterstützung eine Geschäftsstelle mit Angestellten.

So eine Partei verwaltet sich nunmal nicht von alleine. Die Piraten versuchen, eine Partei mit den Mitteln eines Kegelklubs zu betreiben - dann muss man sich nicht wundern, wenn am Ende auch nur ein Prozentsatz an Wählern rauskommt, der einem Kegelklub entspricht.

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gerndrin 01.12.2013, 09:43
8. Pirat zu sein

muss Spass machen und nichts anderes. Wie man nun von Spass oder womöglich Einsatz für´s deutsche Volk leben soll entzieht sich meiner Kenntnis.
Ob man so eine einigermaßen qualifizierte Führungsspitze aufbauen kann? Ich wage es zu bezweifeln, da ich sogar dafür wäre, den BT-Abgeordneten mehr zu zahlen (bei gleichzeitiger Verringerung auf 400 statt 620 Abgeordneten...).

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bombenstimmung 01.12.2013, 18:06
9.

Das sagen sich bestimmt die (Karriere-)piraten, die ganz bewusst auf PLATZ (im Landesparlament), statt auf Sieg oder Basisdemokratie gesetzt haben. Denn wenn es in ein paar Jahren die Piratenpartei in Deutschland nicht mehr gibt, haben genau sie mit dicker Besoldung und vielen Vergünstigungen in NRW, Saarland, S-H, Berlin feinstens profitiert. Da braucht man sich auch eigentlich gar nicht mehr einen langatmigen Bundesparteitag abtun, der explizit seinen Spitzenleuten Bezahlung verweigert, während die Parteiprofiteure warm und behütet noch in einigen Landesparlamenten sitzen!

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