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Bundesnachrichtendienst: Historiker werfen BND Versagen im Kalten Krieg vor
DPA

Sie verschliefen den Mauerbau und hatten keinen Spitzenagenten im Ostblock: Historiker bescheinigen dem Bundesnachrichtendienst nach Informationen des SPIEGEL schwere Fehler während des Kalten Krieges.

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fatal.justice 09.12.2017, 10:34
1. Man...

... sollte froh sein, dass der bundesdeutsche Geheimdienst letztendlich nicht in der Tradition nationalsozialistischen Spitzeltums steht. Unfähigkeit ist in diesem Falle eher eine Zier, denn ein Nachteil. Obwohl die heutige Weltlage selbstverständlich jede nachrichtentechnische Tätigkeit rechtfertigen würde...

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Bueckstueck 09.12.2017, 10:45
2. Das ging nach hinten los

Im Auftrag des BND - also keine Agenda dahinter zu vermuten.

Respekt, wenn der BND trotz Wissen um die Gefahr seine Geschichte zu entzaubern diese Studie in Auftrag gab.

Lacher, wenn sie es nicht geahnt hatten. Würde ja ins Bild passen...

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gerald246 09.12.2017, 10:53
3. The Nazis were terrible Spies

wie der Guardian mal in einer Analyse des BND schrieb. Naja, das war doch Leuten die sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigen und die keine ideologische Brille aufhaben. Seltsamerweise sind es hier die LInken, die immer wieder die Naziverstrickungen der Oraganisation Gehlen und des BND und dessen perfide und weitreichenden Tätigkeiten aufbauschen. Tatsache ist doch, dass Gehlen überhaupt kein Spion sondern ein Infanterieeoffizier, und sowohl von der Ausbildung als auch von den Fähigkeiten nicht geeignet für den Job war. Ich erinnere nur and die WIN-Affäre (eine Trust-Aktion des sowjetischen Geheimdienstes), an die Tatsache dass Gehlen nicht so sehr alte Nazis sondern vielmehr seine eigenen Verwandten in Pullach eingestellt hatte, an die Unterwanderung des BND durch östliche Geheimdienste usw.

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Ein_denkender_Querulant 09.12.2017, 10:56
4. Prioritäten Setzen

Es war auch wichtiger, Willi Brandt zu beschatten. Ohne Worte

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weltbürger01 09.12.2017, 11:06
5. Wen interessiert das heute noch...

.. schon damals war dem Osten klar, dass aus Pullach und anderen ähnlichen Einrichtungen niemals eine Gefahr für die DDR ausgehen würde. Die Frage ist doch, wie sind diese Organisationen heute aufgestellt? Und diese Antwort sollte wirklich keiner erfahren.

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fatal.justice 09.12.2017, 11:15
6. Gehlen...

Zitat von gerald246
wie der Guardian mal in einer Analyse des BND schrieb. Naja, das war doch Leuten die sich ein bisschen mit dem Thema beschäftigen und die keine ideologische Brille aufhaben. Seltsamerweise sind es hier die LInken, die immer wieder die Naziverstrickungen der Oraganisation Gehlen und des BND und dessen perfide und weitreichenden Tätigkeiten aufbauschen. Tatsache ist doch, dass Gehlen überhaupt kein Spion sondern ein Infanterieeoffizier, und sowohl von der Ausbildung als auch von den Fähigkeiten nicht geeignet für den Job war. Ich erinnere nur and die WIN-Affäre (eine Trust-Aktion des sowjetischen Geheimdienstes), an die Tatsache dass Gehlen nicht so sehr alte Nazis sondern vielmehr seine eigenen Verwandten in Pullach eingestellt hatte, an die Unterwanderung des BND durch östliche Geheimdienste usw.
... war ein strammer Nationalsozialist mit Hang zur Barbarei - dass er nach seiner Inthronisierung die eigene Brut in Amt und Würden versetzte, ist zweitrangig. Der BND-Startschuss wurde durch die personelle Besetzung eh verhunzt. Aber wenn man sich in diese Epoche zurückversetzt - hermeneutisch quasi - muss man wohl anerkennen, dass das Personal ohne Blut an den Händen nicht so einfach vom Baum fiel.

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Franke aus Hamburg 09.12.2017, 11:18
7. Man gebe ...

... dem BND die gesetzlichen Möglichkeiten wie der HVA der Stasi, dem KGB, der GRU, des Mossad, CIA oder des Vatikans und schwubs hat man Ergebnisse. Wollte oder will man das? Wohl kaum.

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imlattig 09.12.2017, 11:30
8. der BND...

hat in der fraglichen zeit lieber im westen die sozialen bewegungen ausspioniert.
die haben sich auf jusos, sdaj, und apo spezialisiert. davor hatten die mehr angst
als vor dem ostblock. das sind doch beamte und keine james bonds.

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carinanavis 09.12.2017, 11:38
9. militärhistoriker

Müller und seine "unabhängige Kommission" müssen natürlich zur eigenen Rechtfertigung etwas Medienwirksames produzieren. Eine Meldung mit der essentiellen Aussage, der BND habe ganz OK gearbeitet, manches hat geklappt, manches ging schief, hätte keinen interessiert, vermutlich hätte der SPON auf einen Artikel verzichtet.

Allein die Aussage "1 Panzer, 3 Bäuerinnen in Ungarn" ist so blödsinnig, dass a der Ernsthaftigkeit und den Fähigkeiten dieses Historlkers gewisse Zweifel aufkommen. Zudem war Deutschland viel weniger ein souveräner Staat als heute und der BND war letztlich nur eine unbedeutende Hilfsorganisation für die westlichen Geheimdienste.

Eventuell ist es dem BND auch ganz recht, dass eventuell Brisantes wie alte Nazi-Verbindungen und Kontakte zu diktatorischen Regimen absichtlich(?) nicht aufgedeckt wurden und so hinter einer netten Story verschwinden.

Kaum ein Geheimdienst hat Interesse, die "Wahrheit" über seine Operationen öffentlich zu machen. Im Grunde widerspricht dies ja seinem Wesen, geheim zu arbeiten, ja vollkommen. Doch heutzutage lässt sich auch nicht mehr soviel geheim halten Der Mossad zum Beispiel hatte die Legende vom härtesten, unfehlbaren Geheimdienst aufgebaut, doch ganze Serien von Fehlschlägen in füheren und heutigen Zeiten kommen allmählich ans Licht der Öffentlichkeit.

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