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Bundesnachrichtendienst: Historiker werfen BND Versagen im Kalten Krieg vor
DPA

Sie verschliefen den Mauerbau und hatten keinen Spitzenagenten im Ostblock: Historiker bescheinigen dem Bundesnachrichtendienst nach Informationen des SPIEGEL schwere Fehler während des Kalten Krieges.

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fritz_schroeder 10.12.2017, 09:23
30. Die echten Profis saßen in Ostberlin

im Ministerium für Staatssicherheit, echte Quellen hätte der BND dort nun mal keine,abgesehen vom Verräter Stiller der aber auch nicht lange mehr gemacht hätte. Die Erfolge der HVA unter Markus Wolf in Pullach Spitzenquellen zu platzieren waren echte Meisterleistungen in diesem Gewerbe. Die Spionageabwehr war nicht minder erfolgreich Versuche des Eindringens in entscheidende Bereiche von Partei und Staat zu verhindern. Die Vorbereitungen zum Mauerbau waren ein Meisterstück der absoluten Geheimhaltung und auch nicht die geringste Chance von vorzeitigen Verrat. Nach der Wende wurde ja auch bekannt das viele vermeintliche Quellen in der DDR vom MfS umgedreht waren und somit keine echte Gefahr darstellten. Deshalb auch die Ahnungslosigkeit nach 1989 über den wahren wirtschaftlichen Zustand der DDR, obwohl vieles ja schon äußerlich sichtbar war wie marode ganze Industrieanlagen waren. Das KGB mischte ja auch noch kräftig mit in Fragen der Abwehr und Gegenspionage,in allen Ostblockländern wo sowjetische Truppen stationiert waren, das waren wirklich sehr heiße Pflaster für den BND . Das die keinen Blumentopf dort gewinnen konnten zeugt nicht gerade von großer Professionalität der damals handelnden Verantwortlichen.

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Hans58 10.12.2017, 11:23
31.

Zitat von imlattig
der BND... hat in der fraglichen zeit lieber im westen die sozialen bewegungen ausspioniert. die haben sich auf jusos, sdaj, und apo spezialisiert. davor hatten die mehr angst als vor dem ostblock. das sind doch beamte und keine james bonds.
Das hat der BND aber nur getan, wenn sich die Zielpersonen außerhalb Deutschlands aufhielten.
Oder können Sie mit Quellen belegen, dass der Auslandsnachrichtendienst in dieser Sache im Inland tätig war?

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viktor koss 12.12.2017, 18:39
32. wer...die ideologisch - politische Brille abesetzen will und kann...

Zitat von Franke aus Hamburg
Man gebe ... dem BND die gesetzlichen Möglichkeiten wie der HVA der Stasi, dem KGB, der GRU, des Mossad, CIA oder des Vatikans und schwubs hat man Ergebnisse. Wollte oder will man das? Wohl kaum.
...sieht die Welt der Geheimdienste, auch die der großen, oder diejenigen die zu den großen angehören wollen, anders aus.

Nicht nur aufgrund dieser Tatsachen, sollte man bei den Kontrollen der Geheimdienste, national wie international, sehr gut aufpassen. Sonst, entstehen immer erneut ein fataler Nebeneffekt, der Automatismus der Prozesse, der unbedingt zur Schädigung der demokratischen freiheitlichen Werte führen muss. Damit wird sehr oft viel größerer Schaden vom Nutzen, aus der grenzenlosen Freiheit der Geheimdienste, ausgerichtet

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viktor koss 12.12.2017, 18:53
33. Haben Sie konkrete Beweise?

Zitat von ius
Der BND...hat in mehrerer Etappen (Ex-)Jugoslawien gezielt destabilisiert, was direkt zum Zerfall und den Kriegen führte mit zigtausenden Toten. Immerhin, ein Verdienst. Desweiteren hat man Gorbi beschwatzt, was zur Wiedervereinigung führte, und der sich angesichts der Osterweiterung und neuerlicher (kalter) Kriegsrhetorik nun am liebsten in den Allerwertesten beißen würde.
Weil das Thema sei sehr interessant, aber geht bei der objektiven Analyse in eine andre Richtung. Der BND war eher ein Hilfsmittel der Austragung bestimmten Operationen innerhalb der ganzen Nachkriegsdoktrin. Und zwar nicht nur der BND, weil die Prozessen während des Kalten Krieges viel komplexer waren, die Arten der Operationen, Strategien und angewandten Methoden vielfältiger, dass man sie so einfach nach irgendwelchen alten Muster qualifizieren konnte.

Übrigens, wenn jemand bei der Entwicklung am Balkan katastrophal versagt hatte, es waren die jugoslawische Geheimdienste. Damit sind allerdings alle Ursachen der bekannten tragischen Entwicklung nicht einmal erwähnt.

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