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Bundesparteitag in Bremen: Circus Halligalli mit der AfD
DPA

Kein vernünftiger Saal, kein Plan, kein Programm: In einer Woche reisen rund 3000 Mitglieder der Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" zum Bundesparteitag nach Bremen. Das Treffen droht im Chaos zu versinken.

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dr.b70 24.01.2015, 08:24
1. Das war zu erwarten.

Schade, dass sich diese Partei von innen heraus zerlegt.
Das war mal eine echte Alternative; und wenn auch nur, um den etablierten, trägen und betriebsblinden Gewohnheitsregierenden in Erinnerung zu rufen, dass man nicht jahrzehntelang Wählerstimmen und -meinungen ignorieren sollte.
Eine politische Bereicherung allemal.
Ich bin gespannt, ob die sich wieder fangen....

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Mach999 24.01.2015, 08:25
2.

Die Vermutung, Delegiertenparteitage seien undemokratischer als Mitgliederparteitage, lässt sich in der Praxis nicht aufrechterhalten. Während Delegierte von allen Mitgliedern ihrer Gruppierungen (Kreisverbände etc.) gewählt und damit repräsentiert werden (teilweise auch mit Empfehlungen für bestimmte Abstimmungen), sind bei Mitgliederparteitagen nur die anwesenden Mitglieder repräsentiert.

Das bevorzugt

* die ortsnahen Mitglieder, die keinen weiten Weg haben,

* die wohlhabenden Mitglieder, die sich die Anreise und den Aufenthalt leisten können,

* die nicht arbeitenden Mitglieder (also bei der AfD vor allem die Rentner), die Zeit für die Reise haben,

* und die profilierungssüchtigen Mitglieder, die alles tun würden, um ein Amt zu bekommen.

Mitgliederparteitage klingen zwar für den Laien toll und demokratisch. Sinnvoll sind sie aber nur in Stadtstaaten, und sie finden bei einigen Parteien dort auch tatsächlich statt. Bei Flächenstaaten oder auf Bundesebene sind sie nicht repräsentativ.

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lechpirat 24.01.2015, 08:35
3. Allein die Anträge zur Tagesordnung füllen 42 Seiten, das gesamte Antragsbuch ist 461 Seiten dick.

Tja das ist eben Demokratie, keine Abnickveranstaltung des Alternativlosen, wie bei den etablierten Parteien...

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pmeierspiegel 24.01.2015, 08:43
4.

oh die afd ist jetzt rechtskonservativ, immerhin ist der kampfbegriff rechtspopulsitisch verschwunden.

der rest des artikels- wie nicht anders zu erwarten, voller häme. man muß die partei nicht wählen, aber die einsietigkeit der berichterstattugn im spiegel ist entlarvend.

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chirin21 24.01.2015, 08:49
5. Bundesparteitag der AFD

Mit Interesse nehme ich wahr, dass der Spiegel wahrsagerische Qualitäten entwickelt.
Das ist die Angst vor Veränderungen der politischen Landschaft?
Im Gegensatz zum Spiegel freuen sich unendlich viele Menschen, diese unfähigen oder - bewußt und gewollt - sich zu Unrecht schwer bereichernden und kriminellen Politiker mal in die Schranken zu weisen.
Weg mit der EU, die nur aus Quatschnasen besteht und unser - insbesondere deutsches Geld der deutschen Steuerzahler versenkt.
Das ist ja ungeheuerlich, was sich diese ehemalige Kommunistin Merkel ,heraus nimmt . Das etwas "im Busch" ist , war schon klar als diese die dem detuschen Bürger gehörenden Goldanteile abrief. Der Kommunismus hat keine Goldrücklagen,die haben die Kaiser und Könige in Jahrhunderten angespart.
Wie dumm wurde eigentlich seit Schröder und den unterirdischen Kinderkrippen und Schulen - die Bürger gehalten? Wir sind heute eine verdummte und verkommene deutsche Republik - im Gegensatz zur Adenauer -Zeit. Anschließend begann die sozialistische Verdummung.

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Eu1ropa 24.01.2015, 09:00
6. oho lieber Spiegel....

....da argumentiert man seit vielen Jahren für Basisdemokratische Strukturen. .. und jetzt wird eine Partei dafür kritisiert

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niftyswifty 24.01.2015, 09:06
7. Demonstranten

Ich persönlich hoffe, dass sich in Bremen mindestens 10.000 friedliche Gegendemonstranten versammeln, um gegen die islamhassende PEGIDA-AfD zu protestieren. Es gibt dort augenscheinlich nur noch wenige halbwegs Vernünftige wie Lucke und Henkel. Der überwiegende Teil besteht meiner Ansicht nach aus ausländerfeindlichen Bürgern, die von irrationalen Ängsten geplagt sind. Ganz zu schweigen von den vielen wirren Verschwörungstheoretikern und latenten Antisemiten. Eine Partei mit so einer Basis braucht keiner. Im Gegenteil: Diese Partei vergiftet das politische Klima.

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roflem 24.01.2015, 09:09
8. Alternative?

Wenn diese "Partei" als einzige Alternative zu den etablierten Dackelzüchtern bis zu den nächsten Bundestagswahlen überlebt, gibt es wieder eine Auswanderungswelle.

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jan07 24.01.2015, 09:11
9. Die dunkle Seite der 'Zivilgesellschaft'

Die Probleme der AfD sind hausgemacht. Die Partei muss sehen, wie sie damit klarkommt.

Mich beuruhigt mehr ein Nebensatz in diesem Artikel - der Hinweis auf die offensichtlich unvermeidliche Gegendemonstration von mehreren Tausend, meist gewaltbereiten Linksextremisten. Wir rutschen mehr und mehr ab in eine Gesinnungsstaat, in der abweichende Meinungen von einem linken Pöbel gewaltsam verfolgt werden, vielleicht nicht aktiv unterstützt, aber doch gerne hingenommen und wohlgefällig betrachtet von einer linksliberalen Öffentlichkeit, die sich heute auch 'Zivilgesellschaft' nennt.

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