Forum: Politik
Bundespräsident Gauck in China: Besuch vom Anti-Kommunisten
DPA

Joachim Gauck hat ein klares Feindbild: den Kommunismus. Der Bundespräsident reist also mit gemischten Gefühlen nach China. Dort hat man sich schon auf Kritik eingestellt.

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Hank Hill 20.03.2016, 07:47
1. Deutschland

kann sich die Rede von Menschenrechten sparen. Wir machen mit Erdogan eine Deal und weisen dann auf die Menschenrechte hin ? Lächerlich. Unsere Politik ist doppelzüngig und heuchlerisch. Wir verkaufen Waffen an Saudi Arabien und reden dann davon wie wichtig es ist "Fluchtursachen in der Region" zu bekämpfen. Erbärmlich.

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wire-less 20.03.2016, 07:52
2. Kommunismus ?

China ist nicht kommunistisch. Es versucht es zu sein, scheitert aber wie alle anderen.
In einem funktionierenden Kommunismus (den es imho nicht geben kann) hätte jeder Bürger gleiche Rechte und würde nicht für seine Meinung bestraft.
Man sollte also nicht den Begriff Kommunismus so negativ belegen. Er ist eigentlich ein anzustrebendes Idealbild des Zusammenlebens der an den negativen Menschlichen Eigenschaften scheitert.

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pauschaltourist 20.03.2016, 07:57
3.

Was bitteschön ist an China "kommunistisch"? Die einzigen Wesensmerkmale bekannter und untergegangener sozialistischer Staaten mit kommunistisch ausgerichteter Parteiführung sind die Ein-Parteienherrschaft, absolute Macht über Exekutive und Justiz, Steuerung der Wirtschaft, 100%e Presselenkung.
Könnte man auch "faschistisch" nennen. Unterschiede sehe ich nicht.

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twisted_truth 20.03.2016, 08:10
4.

So ein großes Land kontrolliert man über das Bauchgefühl Armut ,Hunger usw. Niemand wünscht sich eine grüne Regierung in Peking. Die Bürger könnten nationalistisch denken statt pro westlich. Und wenn mehr als eine Milliarde Chinesen mit dem Fuß aufstampfen fallen bei uns die Tassen aus dem Küchenregal.

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ackermart 20.03.2016, 08:18
5. Kommunismus?

Wie verblendet muss man sein, um das Sehen Chinas in kapitalistischer Reinkultur - dank politischer Monokultur (wie flüchtig ähnelnd der derzeitig deutschen) auszublenden? Zumindest macht das Bild denn noch deutlich, wie sehr derweil unsere Vorstellungen vom "kleinen Chinesen" in diesem Riesen-Land zurechtgestutzt worden sind. Wie kleinlich erscheint gerade dort so denn auch die german Geistfreiheit zu Differenzierungen des gemeinsamen systemischen Staatmachens - noch dazu - mit der Ausbeutung von Massen.

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erzrotti 20.03.2016, 08:19
6. Gauck ist in China richtig...

Er ist doch auch nur das überbewertete Produkt der hiesigen Parteiendemokratie...!
Bei einer direkten Wahl hätte er Zustimmungswerte wie die FDP, die ihn damals gegen Merkels Willen eingebracht hatte...
China geht seinen eigenen und doch sehr erfolgreichen Weg. Deutsche Belehrungen, besonders unter den jetzigen politischen Ereignissen, sind bestimmt das Letzte, was dorthin exportiert werden sollte...

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Helmuth Niessner 20.03.2016, 08:22
7. Herrn Gauck als Feindbilder weiters zu empfehlen:

Profitgier, Ausbeutung und ungerechte Einkommensverteilung, Anzetteln von Bürgerkriegen, Militarisierung, Bespitzelung, Unterdrückung und Bekämpfung von Minderheiten wie den Kurden, Ungleichbehandlung von Schwarzen und Weißen wie in der US-Justiz, deutsche Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, um die eigene Wirtschaftssituation im Auge zu behalten, Fälschung von Abgaswerten, um Wettbewerbsvorteile zu erreichen und keine Senkung der CO 2-Werte, um der eigenen Autoindustrie nicht zu schaden, sehr wohl aber dem weltweiten Klima und damit den Lebensbedingungen vor allem in der Dritten Welt, die die nächsten Flüchtlingsströme erzeugen werden.
Herr Gauck hätte also viel zu tun.

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jochenfl 20.03.2016, 08:37
8. Verkehrte Sichtweise

Die Überschrift müsste heissen Neosozialist zu Gast im Land des Turbokapitalismus, der das chinesische Vertrauen, entstanden vorwiegend aufgrund der deutschen Wirtschaft, gefährdet. Die Russlandbeziehungen sind aufgrund moralischer Weltverbesserung schon zerstört worden.

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Spiegelleserin57 20.03.2016, 08:46
9. Herr Gauck kennt unsere Vergangenheit!

Und ist konsequent. Das ehrt ihn! Wenn sich andere Politiker mal ein Beispiel an ihm nehmen würden wäre vielleicht etwas mehr Frieden in der Welt. Viele Menschen spielen immer wieder auf sein Alter an und genau hier zeigt sich dies als positiv. Wer mal Krieg und Flcht sowie Vertreibung kennengelernt wird anders denken als Menschen die nur Wohlstand gewöhnt sind.Diese neigen daher gerne zu Egozentrik und Ueberheblichkeit und daher rühren auch Teil der heutigen Probleme.

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