Forum: Politik
Bundespräsident Gauck: "Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich"
REUTERS

Deutschland feiert 25 Jahre Einheit - doch die größere Aufgabe kommt erst noch, sagt Bundespräsident Joachim Gauck: die Integration all der Flüchtlinge, die in diesem Land einen Neuanfang suchen.

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niemalsnicht 03.10.2015, 20:38
190. Na was wohl!?

Zitat von mad_man_walking
..."Ausdrücklich forderte er auch eine Integrationsleistung der Flüchtlinge. "Unsere Werte stehen nicht zur Disposition." Toleranz für Intoleranz werde es nicht geben, sagte er und verurteilte Antisemitismus und eine Diskriminierung von Frauen oder Homosexuellen..." Schön und gut. Was passiert aber wenn das nicht stattfindet... wie bisher schon zu oft zu beobachten. Was dann ? Davon hört man nichts. Forderungen die nicht durchgestzt werden. sind wertlos !
Den Zeigefinger zur Mahnung erheben und sagen: "Dududu, böse, böse, dass gehört sich nicht. Das darf man nicht!" Alles andere wäre menschenverachtend, rassistisch, ausländerfeindlich.

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neckisch 03.10.2015, 20:39
191. Wie bitte?

Zitat von ve-ri-tas
In meiner Wahrnehmung war die Berichterstattung über die PEGIDA von mehr Menschenverachtung geprägt als die Reden auf deren Demos. In den "Dresdner Thesen" der PEGIDA finde ich keine menschenverachtenden Äußerungen. https://pegidaoffiziell.wordpress.com/2015/02/16/zehn-thesen-in-dresden-angeschlagen-dafur-geht-pegida-auf-die-strase/ Fazit: Mit dem Adjektiv "menschenverachtend" sollte man sparsam und achtsam umgehen!
Über Ihre Wahrnehmung kann ich nichts sagen. Allerdings brauchen Sie Ihren Suchradius nur ein wenig ausdehnen, auf Facebookseiten von Pegida beispielsweise, um eine Menge menschenverachtende Hetze von Seiten der Pegidaanhänger zu finden.
Die angeführten Thesen wirken unter Berücksichtigung der sonstigen Äußerungen der Pegidaanhänger nur noch scheinheiliger.
Aber irgendwie glaube ich, dass Sie das eigentlich schon alles wissen, aber erfolgreich verdrängen.

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syn4ptic 03.10.2015, 20:41
192.

Zitat von ve-ri-tas
In meiner Wahrnehmung war die Berichterstattung über die PEGIDA von mehr Menschenverachtung geprägt als die Reden auf deren Demos. In den "Dresdner Thesen" der PEGIDA finde ich keine menschenverachtenden Äußerungen. https://pegidaoffiziell.wordpress.com/2015/02/16/zehn-thesen-in-dresden-angeschlagen-dafur-geht-pegida-auf-die-strase/ Fazit: Mit dem Adjektiv "menschenverachtend" sollte man sparsam und achtsam umgehen!
Bei der Berichterstattung würde ich auch nicht soweit gehen und "menschenverachtend" überhaupt erwähnen, aber freie Presse war das auch nicht mehr:

a) Objektiver Journalismus sollte sich davor hüten von einer Anzahl an X Personen oder Vorfällen auf alle zu schließen. Das ist nicht mehr objektiv, sondern eine unzulässige Vereinfachung der Sachverhalte, um das gewünschte öffentliche Bild zu formen. Irrigerweise wurden nämlich ALLE Pegida Teilnehmer in Folge der Berichterstattung öffentlich größtenteils als rechtsextrem wahrgenommen. Das entspricht nicht der Wahrheit, kann also auch nicht objektive Berichterstattung gewesen sein.

b) Subtext und Wortwahl: es war anhand der gewählten Worte (emotional, Buzz-Words) und des untergeschobenen Subtextes der Artikel mehr als nur ein bisschen offensichtlich, dass Pegida öffentlich demontiert werden sollte - über alle Medien hinweg. So gab es beispielsweise keine differenzierte Auseinandersetzung mit den offiziellen Zielen, sondern primär Berichterstattung in Zusammenhang mit rechtsextrem motivierten Vorfällen. Bestes aktuelles Beispiel: die Angriffe auf Reporter. Auch ist SPON und andere in ihren Artikeln sehr darauf bedacht auch ja den Bezug zu Pegida herzustellen.

c) Journalismus sollte im Idealfall für eine Meinungsvielfalt eintreten, gerade unter dem Aspekt, dass man selbst die Pressefreiheit für sich in Anspruch nimmt. Was jedoch bei SPON und den meisten anderen im Fall Pegida offensichtlich wurde, war ein stark vorangetriebener Versuch bestimmte Meinungsbilder öffentlich zu diffamieren und ich rede hier noch nicht von wirklich Rechtsextremen.

Ich selbst habe mit Pegida nichts zu tun. Hauptsächlich weil ich persönlich mit dem "Islamisierungs"-Thema nicht viel anfangen kann. Aber das Geschriebene ist mein Eindruck, nachdem ich die Berichterstattung darüber gelesen habe. Geht man an diese etwas neutraler heran als bereits mit den Gedanken "Pfui! Alles Nazis!" was auch hier viele Foristen machen, dann könnte das finde ich jeder für sich feststellen. Das war bei der AfD Berichterstattung übrigens genau die gleiche Leier.

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EraserFS 03.10.2015, 20:43
193.

Zitat von ve-ri-tas
Von unseren Politikern, allen voran der Kanzlerin, bei SPON, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, in den meisten Zeitungen hört man unisono die Meinung: "Wir können das,, wir schaffen das, wir müssen das tun!" Es gibt - wieder einmal! - keine Alternative. Gemeint sind mit dem "wir" immer die anderen, die deutsche Bevölkerung. Die findet den Zustrom angeblich auch überwiegend ganz in Ordnung, alles nur eine Frage von gutem Willen und Ausländerfreundlichkeit. Nur eine Minderheit der publizierten Meinung äußert sich kritisch oder offen ablehnend gegenüber dieser Position. Wenn ich auf der Arbeit, im Bekanntenkreis oder über den Gartenzaun mit konkreten Personen spreche, ergibt sich ein völlig anderes Bild. Lebe ich im Wolkenkuckucksheim oder wird da gezielt desinformiert? Der Ausdruck "Lügenpresse" - Unwort des Jahres 2014 - ist polemisch und entstammt dem politischen Kampf. Mein Eindruck ist allerdings auch, dass unsere Medien gezielt bestimmte Meinungen zu Wort kommen lassen, bestimmte Bilder zeigen, während andere Meinungen und Bilder gezielt unterdrückt werden. Wie soll man solch eine Presse nennen: "Halbwahrheitenpresse"?
"Suggestivpresse" würde inhaltlich passen.

Geht mir übrigens ähnlich. Die Spezies "Jubeldeutscher" ist mir persönlich noch nicht begegnet, nichtmal eine eine halbwegs positive Meinung zu dem organisierten Irrsinn, der seit einem Monat im buchstäblichen Sinne Einzug hält.

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mainstreet 03.10.2015, 20:48
194. Die Serie: Witzbolde so und so-

Ich bin Europäer von ganzem Herzen und würdige und feiere Nationalismus nicht. Dieser war und ist immer ein Zeichen und eine Erinnerung an viele unnötige Auseinandersetzungen in Europa. Auch einen Tag der europäischen Einheit würde ich nicht feiern und schon gar keine Rundfunkgebühren für das Fernsehen dazu zu bezahlen denn jeder sollte so einen Tag nach seinem Gewissen leben auch als Feiertag oder privat arbeiten wenn er möchte denn die Betriebe werden größtenteils geschlossen sein denn was einfach gut tut ist ein einfach Stück Bescheidenheit für einen freien Tag ohne irgendwelche offiziellen Feiern für diesen.
Ja, Bescheidenheit könnte viel gutes tun.!

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vau2 03.10.2015, 20:50
195.

Herr Gauck lebt anscheinend nicht in dieser Welt.
Bis heute wurden viele Migranten per Pass zu Deutsche, aber eine Integration hat bei Vielen nicht stattgefunden.
Wieso sollte es jetzt besser laufen ? Was passiert wenn unser "Werte" nicht akzeptiert werden ? Kommt dann die Ausweisung und die Aberkennung der Staatsbürgerschaft ? Wieviel kostet der Spaß ? Wieviel kommen noch ? Wieviel dürfen nachziehen ?
Fakt ist die meisten dieser Menschen werden vermutlich nie Nettozahler in das deutsche Gemeinwesen werden, dafür aber bis zum Lebensende von Zuschüssen der Gemeinschaft leben, selbst wenn sie Arbeit haben.
Es ist wie immer, nur Gelabber um die Doofen zu beruhigen.

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syn4ptic 03.10.2015, 20:59
196.

Zitat von eternalchii
Müssen Sie eigentlich ihre ekelhafte Hetze (oder erschreckende Ahnungsloskeit) im immer gleichen Wortlaut überall ins Internet stellen? Wer von "Eindringlingen" spricht, der will die Menschen schlecht machen, der Begriff ist ein Synonym für Einbrecher/Störenfried/Invasor und damit stark negativ belegt. Wer dann auch noch passend dazu aus 2,2 Millionen die unglaubliche Zahl von 22 Millionen macht, begibt sich in ganz ekelige Gefilde. Und wer das dann auch noch überall per Copy & Paste ins Internet reinrotzt, der ist entweder völlig ahnungslos - oder verbreitet stumpfe rechte Propgaganda mit Minimalaufwand. Sie sollten sich so oder so schämen.
Wie üblich von Ihnen nur ad hominem. Etwas anderes lese ich von Ihnen zu diesem Thema sehr, sehr selten. Geschweige denn, dass Sie einmal auf die Kritik und Befürchtungen argumentativ eingehen würden, worauf man sich dann auch zur Abwechslung auf Sachebene austauschen könnte.

Mit den Begriffen haben Sie durchaus Recht. Ich finde das in der öffentlichen Debatte auch nicht richtig, aber arg viel sachlicher wird es bei Ihnen dann auch nicht mehr: "ahnungslos", "Copy&Paste", "stumpfe rechte Propaganda", "sollten sich...schämen", "eklige Gefilde"

Sie wollen auf diesem Niveau diskutieren und erwarten allen Ernstes, dass man Sie für voll nimmt? Ich habe Ihnen das schon einmal gesagt: für mich sind Sie ein Claquer, zumindest ist das meine subjektive Wahrnehmung aufgrund Ihrer Beiträge. Jemand, der mit voller Absicht Öl in einen Brandherd gießt und zuschaut wie das Feuer höher schlägt - in diesen Fällen innerhalb der Diskussion um die Flüchtlingskrise. Es kommt mir so vor als würden Sie versuchen fast schon zwanghaft alle Kritiker mit dem groben Holzhammer zu bearbeiten.

Wären Sie ernhaft um eine Diskussion bemüht, können Sie auch gerne einmal Sachargumente vorbringen statt ständig andere zu kritisieren, zu beleidigen (Ihre Wortwahl ist bisweilen hart an der Grenze) und nur gegen die Kommentatoren als solche anzustänkern. Liefern Sie mir doch einmal PRO-Argumente, die nicht von emotionalen Wässerchen durchsetzt sind. Wir schaffen das? Die Frage ist eher: WIE sollen wir das schaffen? Vorschläge? Meinung? Wo sehen Sie Anzeichen in der Politik für ein Erkennen und proaktives Angehen der Problematik? Was könnte man mehr tun? Ist es rechtsverträglich Immobilien, und seien es nur geschäftliche, zu beschlagnahmen?

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samefi 03.10.2015, 22:38
197. ...und immer wi(e)der...

Wiederaufbau,
Wider dem Vergessen,
Wiedervereinigung und nun
verfolgten Menschen wieder eine sichere Heimat bieten.

Jede Generation hat Ihre Herausforderung! - Die der unseren sollte nicht darin bestehen, mal wieder das neueste Smartphone zu kaufen.

Wir sollten nicht vergessen, das mal wieder Flüchtlinge(!) vor unserer Tür stehen. Wie schon die Ostpreußen, die Ostdeutschen und nun die Menschen aus dem Nahen Osten. Wer will bitte den ersten Stein aus seinem warmen (Christlichen-)Bett schmeißen? Er möge vortreten und sagen was er sich persönlich in solch einer (Flüchtlings-)Situation wünschen würde - wenn es ihn selbst treffen würde - Na?!

Ja, wir leben in einem christlichen Land und jeder von euch "besorgten Bürgern" hat bestimmt auch die Bibel gelesen und verstanden - oder etwa nicht?!

Und jeder sollte sich klar darüber sein, dass diejenigen die am meisten fordern auch oft die gleichen sind, welche am wenigsten zu unserem Wohlstand beitragen. Immer nur "dagegen" zu sein zeigt mal wieder, dass diese Menschen nie Hilfe gebraucht, sondern immer nur ihr "Recht" auf Hilfe eingefordert haben. Von wem eigentlich.. ach ja, von uns "andern".

Hilfsbereitschaft ist sicher "endlich" aber IMMER Notwendig - Lasst es uns angehen! Ich für meinen Teil strecke meinen Arm immer aus wenn jemand zu ertrinken droht und frage erst später warum er eigentlich nicht schwimmen kann - oops zu viel Metapher - entschuldigt bitte.

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mesalliance 04.10.2015, 04:33
198.

mit de maizière als innenminister ist das auf jeden fall eine gigantische aufgabe - will sagen, die privaten nothelfer werden das weiterhin größtenteils alleine stemmen müssen.
mit einem innenminister der alle prognosen ignoriert hat, um hinterher festzustellen das er mangels getroffenen maßnahmen nun komplett unvorbereitet ist, und nun überall außer bei sich selber die verantwortung sehen will, zudem öffentlich im tv die flüchtlinge pauschal diffamiert - das wird sehr schwierig. außer der wird ausgetauscht, gegen jemand der wenigstens ansatzweise kompetent ist. dann wäre das alles durchaus machbar, sogar ohne massenhaft privathelfer.

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eschoeff 04.10.2015, 07:35
199. Klingt ja schön und gut

Leider wenig Konkretes. Was ist mit der unkontrollierten Einwanderung? Was ist wenn sich die Einwanderer etwas anderes unter Integration vorstellen, als die Deutschen? (Zitat eines Salafist im TV: "Solange wir in der Minderheit sind werden wir uns an die deutsche Rechtsordnung halten.") Was ist mit der Sicherung unsere Sozialsysteme? (Meldung heute: Krankenhäuser sind mit den Flüchtlingen überlastet.) Wer garantiert die Gleichheit der Geschlechter, wenn völlig andere Vorstellungen nicht aufgegeben werden? Was geschieht, wenn die Arbeitslosenzahl rasant ansteigt? Es gäbe noch einieg andere offene Fragen, die bisher von keinem Politiker beantwortet wurden.

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