Forum: Politik
Bundespräsident: Scharfe Kritik an Gaucks Ruf nach Militäreinsätzen
AFP

Joachim Gauck forderte eine größere Bereitschaft für Auslandseinsätze - ausgerechnet jetzt, wo viele Regionen der Welt von neuen Konflikten erschüttert werden. SPD und Grüne rügen die Äußerungen des Bundespräsidenten.

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Krittler 15.06.2014, 22:44
90. Nein

Zitat von Overseasreader
... Damit soll ja ein Krieg verhindert werden. Wenn es nach vielen Foristen, die solche Auesserungen nicht fuer richtig halten ginge, koennten sie versuchen eine Krise wegzudiskutieren. ...
Krisen entstehen nicht etwas rein zufällig oder wären ein Naturphänomen. Nein, Krisen werden produziert wegen handfester Interessen. Und dabei mischen auch ausländische Mächte mit, wenn es in einem Land zu einer Krise kommt (z.B. Ukraine, Nahost, Nordafrika usw.). Wenn dann die krisenschürenden Staaten heuchlerisch militärischen Beistand in dem Krisenland leisten, dann soll das wohl auch noch als "Hilfeleistung" verstanden werden? Erst Kriege provozieren um dann durch Einmischung diesen Krieg zu beenden? Nein, dafür bin ich ganz und gar nicht und widerspreche dem Bundesgauck!

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karlsiegfried 15.06.2014, 22:45
91. Prädestiniert für Kriegseinsätze

Kein Land dieser Welt hat derartig umfangfreiche Kriegserfahrungen wie Deutschland. Herr gauck hai insoweit recht, dass aus der Bundesheilsarmee endlich auch eine richtige Bundeswehr. Nur, und das ist das grosse Problem, man sollte sich nicht von den Amis nicht vorschreiben lassen, wo und wofür deutsche Soldaten in den Krieg und somit in den Tod geschickt werden.

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multimusicman 15.06.2014, 22:48
92. Das Schlimme an Gauck ist

dass er keine Perspektiven aufzeigt,
sondern nur dem westlichen Kapitalmainstream hinterherfaselt.
Jämmerlich ist das und nach Wulff der 2. Bundespräsidenten, den wir uns hätten sparen können, da Beide komplett überfordert sind.
Zur Friedenserhaltung benötigt es Intelligenz..... Herr, lasse Hirn regnen!!

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hangul 15.06.2014, 22:49
93. Das Problem

mit den Waffen ist, daß es ausgenutzt und nicht nur zur Verteidigung des Landes oder der benachbarten Freunde ist und genauso wie mit NSA und BND, alles ist geheim und oft illegal. Dazu kommt, daß andere (die USA) den Einsatz bestimmen und deren Geheimdienstleute aks Diplomaten im Inneren herumlaufen. Fast so wie James Bond, oder? Gleichzeitig aber läßt man im Innern eine Parallelgesellschaft blühen. Warum geheim? Wäre ungeheim rechts, ultrarechts oder gar faschistisch?

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imZweifel-richtig 15.06.2014, 22:50
94. Nein, ich bin gegen

Auslandseinsätze als Weltpolizist. Auf der anderen Seite hat Gauck natürlich recht: wer eine Option von vornherein ausschließt, beraubt sich selbst der Glaubwürdigkeit. Es kann auch nicht sein, überall eingreifen zu wollen, dies aber nur als Brunnenbohrer oder Schulmeister. Damit ließe sich -beispielsweise- das aktuelle Problem im Irak nicht lösen. Also entweder größtmögliche Enthaltsamkeit, auch humanitär, oder.....

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pek 15.06.2014, 22:54
95. Lieber nicht ...

Ich finde: Militärisches Eingreifen sollte auf den absoluten Notfall begrenzt werden. Und alles was ausserhalb der Heimat abläuft sollte noch eine weitere Hürde haben, bevor wir eingreifen.
Gauck sollte keine Hoffnungen wecken die nicht zu erfüllen sind.
Speziell was sich in der arabischen Welt abspielt sollte mit Abstand betrachtet werden, schon aus dem Grund, weil es uns am Verständnis dieser Kultur fehlt. Wir wissen nicht warum die Parteien aufeinander einschlagen. Wir kennen nicht die etnischen und religiösen Zusammenhänge oder gar die Machtstrukturen hinter dem Konflikt.
Der gute Wille zu helfen reicht nicht!

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lenaddorf 15.06.2014, 22:55
96.

"Wenn jmd keine Lust mehr zu verhandeln hat"? Wie wollen Sie mit Islamisten und Verbrechern verhandeln? Bei Hitler hat man gesehen, wie sehr verhandeln hilft?! Bravo, Herr Gauck. Für unsere Freiheit haben etliche ihr Leben gelassen und wir wollen immer noch mit Verbrechern verhandeln?!

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santa_bohemia 15.06.2014, 22:56
97. Petition

Ich ertrage diesen Menschen immer weniger. Und hab jetzt sogar eine Petition gestartet, dass er seine Werbung für Kriegseinsätze stoppen und lieber über den Wert des menschlichen Lebens sinnieren sollte.
https://www.openpetition.de/petition/online/wider-die-kriegswerbung-des-bundespraesidenten

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byte-you 15.06.2014, 22:58
98. Der Mann...

...hat Recht !Die Deutschen druecken sich regelmaessig wenn es darum geht,mit der internationalen Gemeinschaft Terrorbekaempfung zu begehen !! Die reinsten Drueckeberger und "Hosenscheisser" eine SCHANDE fuer Deutschland !!!

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doc.burton 15.06.2014, 23:00
99.

Zitat von matrix64
Ich frage mich wirklich was das soll. Hat man wirklich nichts dazugelernt? Was haben die Kriege im Irak und Afghanistan wirklich gebracht?
Einen massiven Druck auf zahlreiche Terrororganisationen, die dadurch enorm geschwächt wurden und deutlich weniger Ressourcen im Ausland aufwenden konnten um damit die freiheitlichen Werte, die sie derzeit genießen, zu gefährden.

Zitat von matrix64
Militäreinsatz löst selten ein Problem sondern schafft eher neuer.
Selbstverständlich schaffen Militäreinsätze neue Probleme, genauso wie eine Ignoranz der Situation ebenfalls neue Probleme schafft. Auf eine Aktion folgt eine Reaktion, die Leute vergessen aber scheinbar schnell, dass auch eine Situation zu ignorieren eine Aktion ist. Radikalislamische Elemente sind seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch und kulminierten im 11.September. Der Westen täte gut daran, die Militäreinsätze nicht zu reduzieren, sondern zu verstärken und auch Deutschland muss seinen Teil dabei leisten als größte politische Macht in Westeuropa.

Es ist ganz toll, dass Steinmeier und Co. Lösungen für den nahen Osten fordern und gleichzeitig ausschließen, dass man deutsche Soldaten hinschickt. Das lässt nur zwei Optionen offen. Option A: man glaubt scheinbar wirklich, dass man Spinnern wie der ISIS mit freundlichen Worten herr wird, und dann ist Steinmeier endgültig untragbar geworden. Oder Option B: man ist sich bewusst das man gezwungen ist militärisch vorzugehen, aber dann sollen es bitte schön alle anderen machen.

Die Welt schlittert in der Tat in Richtung eines Großkonfliktes, dieser hat aber nichts mit der Ukraine oder Russland zu tun, sondern mit besagten radikalen Elementen im nahen Osten, die sowohl die Finanzen als auch Manpower mitbringt. Als Ersatz für politische Macht dient religiöser Extremismus. Aus Erfahrung sollte man wissen, dass dies noch eine viel stärkere Waffe im nahen Osten ist.

Eine derart gut ausgebildete und gerüstete Macht, die jegliche Kompromisse aufgrund ihres Weltbilds ablehnt (kennt man das irgendwoher?) kann man nur mit entsprechender Macht bekämpfen.

Was soll der Westen denn gewinnen, wenn er sich jetzt zurückhält? Die ISIS macht große Territorialgewinne, steigt zudem zur Wirtschaftsmacht auf, kontrolliert rohstoffreiche Schlüsselgebiete und herrscht mit eiserner Hand, ohne dass das Volk eine Chance hätte. Schlimmstenfalls gibt man diesem Kalifatssystem soviel Zeit, dass nachfolgende Generationen, die nun geboren werden, nichts anderes als die aufgezwungene Leitkultur des Ultraislamismus kennenlernen werden und damit jegliche Hoffnung auf inneren Widerstand im Keim erstickt. Der Westen kann gar nicht anders, als zu reagieren. Nicht nur um seiner selbst willen, sondern aus Pflicht gegenüber den Menschen, die man in diese Lage hineinmanövriert hat. Der Westen hätte nach der Besatzung nicht abziehen dürfen, sondern hätte entsprechenden militärischen Beistand liefern müssen und das Land erst verlassen dürfen, nachdem man ein entsprechendes Militär mit Spezialisierung auf Antiterrorkampf ausgebildet hätte. 1/2

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