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Bundespräsident: Scharfe Kritik an Gaucks Ruf nach Militäreinsätzen
AFP

Joachim Gauck forderte eine größere Bereitschaft für Auslandseinsätze - ausgerechnet jetzt, wo viele Regionen der Welt von neuen Konflikten erschüttert werden. SPD und Grüne rügen die Äußerungen des Bundespräsidenten.

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Phlogistophagos 15.06.2014, 19:56
20.

Herr Gauck hat Recht. Es gibt genügend Situationen, wo die Aggressoren nur lachen, solange sie nicht auf militärische Gegenmaßnahmen stoßen. Zum Schutz auch gefährdeter Menschen und Volksgruppen ist der Einsatz der Streitkräfte manchmal erforderlich.

Die Möglichkeiten der Bundeswehr sind zwar begrenzt, aber im Rahmen von NATO-Einsätzen können auch wir einen nützlichen Beitrag leisten. Herrn Gauck gebührt Respekt.

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lanzelot72 15.06.2014, 19:57
21. ähm, welche ?

Agnieszka Brugger : "Es gibt in Deutschland gute Gründe für eine Kultur der Zurückhaltung."
Und die wären ?
Ich persönlich favorisiere eine weltweite Kultur der Zurückhaltung, aber der Verweis auf Deutschland erschließt sich mir im aktuellen Zusammenhang nicht wirklich !

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DrWimmer 15.06.2014, 19:58
22. Reflexhaft

Reflexhaft ist hier doch allein das pazifistische Gefasel der Linken und Grünen. Ich kann Gauck nicht leiden. Aber spricht er nicht einfach nur das Offensichtliche aus? Was will denn die schlaue grüne Frau Brugger z. B. jetzt noch präventiv im Irak tun? Löst es vielleicht das Problem alles auf das frühere, schlechte Agieren der Amerikaner zu schieben? Damals war es richtig, dass Schröder nicht mitmachen wollte. Aber wäre es das, wenn die Entwicklung sich verschärft, heute auch wieder?

Militäreinsätze sind Mist. Noch größerer Mist ist es allerdings, sich hinter Vorwänden zu verstecken (am besten wieder die deutsche Geschichte im falschesten Sinne vorzuschieben) und andere die Drecksarbeit machen zu lassen. Die Höhe ist es dann, sich hinterher als Wegducker-Nation noch zu echauvieren, dass die Länder die handelten ja alles falsch gemacht haben.

Deutschland ist nunmal kein Zwergstaat, kann als größte Mittelmacht Europas nicht immer nur reden, während anderswo die Menschenrechte mit Füßen getreten und tausende, ja manchmal hunderttausende abgeschlachtet werden. Da von nicht herbei zu bombenden Menschenrechten zu reden ist zynisch.

Abgesehen davon, kommen die gefährlichsten Konflikte dieses beginnenden Jahrtausends immer näher und deutsche Konvertiten sind eifrig darin verwickelt, während die Szene in Deutschland immer größer wird. Deutschland hat Verantwortung, gerade in dieser Angelegenheit. Diskutieren und verhandeln kann man mit Fanatikern und Terroristen nicht.

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spon-facebook-10000058738 15.06.2014, 19:58
23. Gauck kann sich Deutschland sparen

Der alte Penner fühlt sich zunehmend wichtiger und macht wirre Ansage wie diese hier. Dann soll er doch seine Söhne in den Afghanistan sterben schicken für nichts. Leicht reden kann jeder. Fazit aus den Bundeswehreinsätzen: Jede Mission ist fehlgeschlagen von Kosovo bis Afgh. Conclusio: Deutschland muss mit seinem Militärengagement aufhören

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fam.weber11 15.06.2014, 20:04
24. Bellizistischer Gauck(ler)

Chapeau. Gauck hat ein unverschämt sensibles Gespür dafür, was die Mehrheit der Deutschen von einem BP hören will. Lob und Anerkennung für die Bankster und eben ein Ende für das Friedensgewinsel und den Pazifismus. Man ist fast geneigt, sich Wulff zurückzuwünschen.

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hh4 15.06.2014, 20:05
25. Wegen ähnlicher Äußerungen

musste schon mal ein Bundespräsident (Köhler) zurücktreten.
Aber das scheint lange her.
Militarismus wird immer populärer.

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KingTut 15.06.2014, 20:08
26. vertretbar

Zitat von sysop
Joachim Gauck forderte eine größere Bereitschaft für Auslandseinsätze - ausgerechnet jetzt, wo viele Regionen der Welt von neuen Konflikten erschüttert werden. SPD und Grüne rügen die Äußerungen des Bundespräsidenten.
Was genau hat Gauck, denn Schlimmes gesagt, dass er dafür gerügt wird?

Ich lese:
1. Dass man Militäreinsätze nicht automatisch ausschließen soll. Dieses Prinzip galt doch schon in der Vergangenheit, siehe Afghanistan und eingeschränkt Mali.
2. Dass eine aktive Poltik der Konfliktlösung betrieben werden solle, die den Einsatz militärischer Mittel als letztes Mittel nicht von vorne herein verwerfen, wenn z.B. das Überleben Unschuldiger davon abhängt.

Dass Deutschland insbesondere bei Konflikten weltweit eine konstruktive Rolle spielt, bescheinigen uns immer wieder Regierungen aus der ganzen Welt. Insofern hat Herr Mützenich absolut Recht, wenn er darauf verweist, dass unsere außenpolitische Strategie von international als vorbildlich anerkannt wird. Ich sehe hier keinen Dissens zu Gauck's Äußerungen.

Auch die Kritik des Grünen-Politikers Nouripour kann ich nicht nachvollziehen. Denn er sagte doch selbst, dass immer der Grundsatz gelte, Militäreinsätze von Fall zu Fall zu entscheiden und genau das ist auch Gauck's Punkt.

Eingedenk des oben Gesagten halte ich die Äußerungen Gaucks für vertretbar. Er verlangt ja nicht, dass wir bei jedem Militäreinsatz gleich 'hier' rufen, sondern dass wir die Situation verantwortungsvoll analysieren und die gebotenen Optionen ausloten. Dazu gehört auch, dass man das Schicksal von Unschuldigen mit in die Waagschale wirft. Ich frage mich, wie viele Tote man hätte vermeiden können, wenn in Jugoslawien sofort militärisch gehandelt worden wäre. Durch Wegsehen rettet man leider in machen Fällen keine Menschenleben.

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Benjowi 15.06.2014, 20:08
27. Völlig daneben!

Vielleicht ist das Grundgesetz ja gerade bei vielen Politikern nicht so populär, aber die Bundeswehr wurde im Gegensatz zu NVA als reine Verteidigungsarmee gegründet und zugelassen. Vielleicht sollte der Herr Bundespräsident mal einen Blick da hinein werfen. Im Klartext: Die Bundeswehr hat aus guten Gründen und mannigfaltiger schlimmer und immer noch gültiger Erfahrung nichts im Ausland zu suchen. Die jetzigen Einsätze-insbesondere der besonders unsinnige in Afghanistan gehen schon viel zu weit! Im Übrigen hat man mit Gewalt noch nie Probleme wirklich gelöst!

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daslästermaul 15.06.2014, 20:11
28. Gauck hat Recht !!

Zitat von sysop
Joachim Gauck forderte eine größere Bereitschaft für Auslandseinsätze - ausgerechnet jetzt, wo viele Regionen der Welt von neuen Konflikten erschüttert werden. SPD und Grüne rügen die Äußerungen des Bundespräsidenten.
Momentan st Deutschland ein wirtschaftlicher Gigant und ein außenpo-
litischer Zwerg.

Hier mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl eine neue Rolle für Deutsch-
land zu formulieren ist richtig und wichtig. Nicht zuletzt von unseren
zahlreichen ausländischen Partnern werden wir immer wieder dazu aufge-
fordert.

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Totti 15.06.2014, 20:12
29. der Präsident hat recht !

Ich finde es gut das der Präsident denn Mum hat mal unbequeme dinge anzusprechen.
Die Welt ist nun mal kein hort des friedens, und es gibt nunmal Situationen wo wir dann auch mal Miltärisch eingreifen sollten so wie wir es z.b in Kosovo getan haben. Was ja im übrigen von Rot/Grün
beschlossen wurde ! Ich bewundere den Mut den die Regierung damals hatte. Heute lassen unsere Politiker lieber tausende Zivilisten irgendwo drauf gehen nur weil Sie Angst haben das sie ein Militärisches eingreifen bei der nächsten Wahl ein Paar stimmen kosten wird. Wie lange mussten unsere Soldaten in Afgahnistan mit ungeeigneten Material (und geeignetes Material war durchaus vorhanden)auskommen nur weil mal wieder die Politik nicht in der Lage war verantwortung zu übernehmen. Man muss nicht Militärisch in jeden Konflikt stürmen aber man sollte sich auch nicht permanent Verstecken und andere alles machen lassen.

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