Forum: Politik
Bundespräsident: Steinmeier fordert "europäisches Selbstbewusstsein"
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

US-Präsident Trump schaffe "zweifellos Risiken für uns": Das sagte Bundespräsident Steinmeier in einem Interview. Daraus müssten die Europäer Schlüsse ziehen - und enger zusammenrücken.

Seite 1 von 5
seine_unermesslichkeit 19.07.2018, 07:33
1. Wie soll man europäisches Selbstbewusstsein...

entwickeln können, wenn man nicht stolz auf seine Nation, also auf sein Vaterland sein darf? Ein stolzer Europäer soll ich sein dürfen, aber kein stolzer, seine Heimat liebender Deutscher? Das funktioniert definitiv nicht, denn ich sehe mich nicht als Staatenloser an!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 19.07.2018, 08:34
2. Ja natürlich

Nur ein europäisches Selbstbewusstsein kann die Gräben überwinden. Dafür brauchen wir jedoch einen Europaapparat der nicht nur als Abschiebeort für unpopuläre Ideen und Politiker dient und der mehr ist als eine Wirtschaftserleichterungseinrichtung.

Wir brauchen ein Europa der Menschen, statt eines Europas der Wirtschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aurichter 19.07.2018, 08:52
3. #1

Ach so, ich kann nur stolzer Europäer sein, wenn mir das (nationalistische) Stolz sein eines Deutschen ohne zu hinterfragen anerkannt wird? Was ist das für eine Logik? Aber genau da liegt das Problem, welches letztendlich auch zum Brexit Referendum geführt hat, weil es keine Übereinstimmung gibt, sondern der kleingeistige Nationalstolz weiter gepflegt werden soll. Mir fällt es nicht schwer ein stolzer Europäer zu sein und Hand in Hand, Schulter an Schulter mit Franzosen, Spaniern, Portugiesen, Belgiern, Niederländern usw usw diese Region trotz aller Unterschiede zu lieben. Oder glauben Sie das ein Bürger aus den Staaten zuallererst seinen Regionalstolz nach Aussen kehrt? Habe ich in der Aussendarstellung aus keinem der US Bundesstaaten je so vernommen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simonweber1 19.07.2018, 09:04
4. Das

Zitat von Leser161
Nur ein europäisches Selbstbewusstsein kann die Gräben überwinden. Dafür brauchen wir jedoch einen Europaapparat der nicht nur als Abschiebeort für unpopuläre Ideen und Politiker dient und der mehr ist als eine Wirtschaftserleichterungseinrichtung. Wir brauchen ein Europa der Menschen, statt eines Europas der Wirtschaft.
ist eine Utopie, die nie Realität werden wird. Die Macht des Geldes wird auch in Zukunft bestimmend sein. Die EU war noch nie eine Wertegemeinschaft sondern immer nur eine Wirtschaftsgemeinschaft.Da nutzt auch Steinmeiers Forderung nichts. So lange Selbstbewußtsein und Nationalgefühl im eigenen Land verpönt ist, wird sich auch kein europäisches Bewußtsein entwickeln können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schindelaar 19.07.2018, 09:05
5. Mehr Nation wagen ab und zu

Warum reden Deutsche Politiker nicht auch im Namen des Landes wo sie ein Mandat haben und welches ihr Gehalt zahlt, nämlich Deutschland? Warum denken sie immer, dass sie gleich für ganz Europa sprechen müssen? Bei allem Respekt für den Deutschen Bundespräsidenten, aber ich bin nicht Deutsch und für mein EU-Land spricht jemand anderes und nicht er. Solange es die Vereinigten Staaten von Europa nicht gibt (und davon sind wir weit entfernt bzw. es ist fraglich ob es dafür überhaupt Mehrheiten gibt), solange wird Deutschland seine Wirtschaft vor allem selber verteidigen müssen, vor Trump. Griechen, Bulgaren, Rumänen usw. haben keinen Grund sich mit Trump anzulegen wegen Autoexporte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ezechiel 19.07.2018, 09:06
6. Schön gesprochen Herr Bundespräsident.

Wir können es uns schlicht nicht leisten, uns auseinanderdividieren zu lassen", sagte Steinmeier....
Uns (die EU) muss niemand auseinanderdividieren, wir sind ja nicht zusammen und werden es auch kurz- oder mittelfristig nicht sein. In der EU geht es prinzipiell immer nur ums Geld. Eine europäische Einigkeit die stark macht, und Grundlage für ein europäisches Selbstbewusstsein sein könnte, ist nur herstellbar, wenn die reichen Staaten (wie die BRD) umfangreiche Transferzahlungen leisten und die Schulden vergemeinschaftet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrizna 19.07.2018, 09:15
7. Die Demokratie und nationale Souveränität wird abgeschafft...

Hätte man den Bürgern von Anfang an gesagt, dass DAS die „neue EU“ sein soll,ein von Brüssel gesteuerter ZentralApparat,
In dem die Bürger eines Staates nichts mehr zu melden haben, niemand hätte es so gewollt!
Nun wird offensichtlich, wie weit die Entmachtung der nationalen Parlamente über ihren eigenen Angelegenheiten getrieben werden soll – bis zur völligen Aushebelung der nationalen Gesetze und Souveränität – und das nennt man dann Krise!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nadennmallos 19.07.2018, 09:21
8. Die Forderung könnte stimmen, nur muss dann die eigene ...

.. Nation mit eingeschlossen sein. Denn in erster Linie bin ich Italiener, Deutscher, Franzose, what ever ... und erst dann kümmert mich Europa. Logisch, denn auch als Deutscher denke ich zuerst an meine Familie, an meine Region und dann erst an Deutschland. Also Frank Walter. Im Ansatz passt es, aber in der Ausführung wird's happern!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Indiana Bones 19.07.2018, 09:28
9. Gut gebrüllt, Löwe!

Zitat von chrizna
Hätte man den Bürgern von Anfang an gesagt, dass DAS die „neue EU“ sein soll,ein von Brüssel gesteuerter ZentralApparat, In dem die Bürger eines Staates nichts mehr zu melden haben, niemand hätte es so gewollt! Nun wird offensichtlich, wie weit die Entmachtung der nationalen Parlamente über ihren eigenen Angelegenheiten getrieben werden soll – bis zur völligen Aushebelung der nationalen Gesetze und Souveränität – und das nennt man dann Krise!
Sie haben doch bestimmt Beispiele für diese massive Aushebelung der nationalen Gesetze und der Souveränität einzelner Mitgliedstaaten?
Und wie schließen Sie darauf, das "die Bürger eines Staates" in der EU nichts mehr zu melden haben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5